Klavier (Piano) und E-Bass lernen bei

Amedeo Mauriello

Klavier und E-Bass für diverse Stile

Amedeo Mauriello ist ein leidenschaftlicher Pianist/Bassist hat eine abgeschlossene Kita-Ausbildung und ist angehender Lehrer.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840.0

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Amedeo Mauriello

Standort

Albisriederstrasse 271
8047 Zürich

Instrument

Klavier (Piano) und E-Bass

Musikstil

Barock, Klassik, Romantik, Pop, Rock, Hard Rock, Metal, Punk, Blues und Funk

Niveau

Fortgeschrittene und Anfänger

Sprache

Deutsch und Englisch

Alter

Amedeo Mauriello unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren

Interview mit Amedeo Mauriello

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Den grössten Einfluss hatte vermutlich Flea Johnson von den Red Hot Chilli Peppers. Mich beeindruckte sein Spiel am Bass sehr früh und hat mich während der ersten Jahre oft als Herausforderung begleitet. In der Klassik war ich immer sehr begeistert von Ludwig van Beethoven. Mir gefielen die Schwere und Traurigkeit der Musik.  

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ich habe zwar wie viele andere auch einen Musikschul-Hintergrund, habe aber sehr früh gemerkt, dass ich nicht der Schema X Lerner bin. Ich habe mich früh für Improvisation und freie Musik interessiert und habe mich im Laufe der letzten 10 Jahre stark auf das konzentriert. Gleichzeitig kann ich verstehen, wenn eine Person einen strukturierten Weg einschlagen möchte und kann mich dementsprechend auf meine Schüler*innen einstellen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
E-Bass: 
Als 12-jähriger Junge kam ich durch meinen Bruder in Verbindung mit der Rock Musik. Er spielte Gitarre und das gefiel mir sehr gut. Ich wollte auch Gitarre spielen, doch mein Bruder meinte, ich solle doch mit Bass anfangen, damit wir später eine Band gründen können. Nachdem ich mich etwas halbherzig dem E-Bass widmete, entdeckte ich was für ein tolles Instrument der E-Bass eigentlich ist. Ich fing an meine ersten Lieder von den «Red Hot Chilli Peppers» und «Metallica» nachzuspielen und stand schon kurze Zeit darauf mit meiner ersten Band «Lyric Dagger» auf der Bühne.
Klavier:  Nachdem ich schon ca. 10 Jahre E-Bass spielte, suchte ich eine neue musikalische Herausforderung. Zuerst fing ich an, auf dem Schlagzeug meines Freundes ein paar Beats zu üben und fand relativ schnell daran gefallen. Mir war aber auch sehr schnell klar, dass ich doch lieber ein Harmonie Instrument lernen möchte. Da ich mich früh, auch dank meiner Mutter, für klassische Musik Interessierte und es ausserdem einige Pop-Rock Balladen gab, welche ich sehr gerne spielen wollte, war klar, dass ich eigentlich viel lieber Klavier lernen möchte. Ich kaufte mir, ohne lange zu überlegen, ein Occasion Klavier beim Jecklin und fing an, mir das Klavier autodidaktisch beizubringen. Nach einem halben Jahr entschied ich mich dafür, wöchentlichen Unterricht zu nehmen und begann täglich 1-2 Stunden zu üben.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
E-Bass: Ich besitze fünf verschieden Bässe. Einen halbakustischen Warwick, welchen ich mir damals vor allem für ein Grunge Projekt namens Munchies kaufte. Diesen benutze ich mittlerweile nur noch für das Üben zu Hause. 
Mein Warwick Thumb-Bo war ein echter Glücksgriff. Ich habe mir mit ca. 20 Jahren lange überlegt, welchen ersten wirklich guten Bass ich mir leisten möchte. In meinem damaligen Musikgeschäft des Vertrauens, Musik Kuhn, gab es eine kleine Auswahl an Linkshänder E-Bässen und einer davon war dieser. Sein eher höhen lastiger Sound beeindruckte mich sehr schnell und ich nahm den Bass sofort. Diesen habe ich in den letzten 10 Jahren in meiner Band «In Love Your Mother» gespielt und mich immer über seine Zuverlässigkeit erfreut. 
Lange habe ich in einer melodic Death Metal Band gespielt. Typischerweise stimmte man bei diesem Musikstil von einem E auf ein B runter. Meine logische Schlussfolgerung war damals, ich brauche einen 5-Saitigen E-Bass. Mit dem Warwick Corvette Standard wurde ich schnell fündig und zufrieden. Im Gegensatz zum Thum-Bo beeindruckte mich bei diesem Instrument sein warmer und sehr vielseitiger Sound. 
Einen weiteren Bass, den ich besitzen ist ein Fender Jazz Bass, mexikanischer Herstellung. Diesen habe ich damals als Sammlerstück gekauft. Es war ein Ersatzbass von Martin Stricker, ehemaliger Bassist von Celtic Frost, welcher leider kurze Zeit darauf verstorben ist. Mittlerweile hängt der Bass in meinem Wohnzimmer als Erinnerung an ihn, habe ihn aber zeitweise in einer Band namens Sooma verwendet. 
Den letzten Bass habe ich mir vor einem Jahr in Paris gekauft. Es ist auch eine Fender Jazz Bass, allerdings aus amerikanischer Herstellung. Dieser ist vergleichsweise mit dem mexikanischen Jazz Bass sehr viel besser. Der Jazz Bass ist ein bekannt für seine vielseitig einsetzbare Art. Diesen verwende ich Momentan vor allem in einem entstehenden Projekt, welches sich zwischen Post-Rock und Stoner Rock befindet. 
In meinem Musikraum besitze ich einem Mesa Subway 800 Verstärker, diesen habe ich damals erworben, nachdem mir das Gewicht meines alten Amps (30 KG) zu schwer war, um ihn ständig von Gig zu Gig zu schleppen. Als Boxe benutze ich eine alte Ampeg SVT Box, welche mit der Power meins Verstärkers sehr gut zurecht kommt.

Klavier:
 Ich besitze nur ein Klavier. Dies ist ein sehr zufriedenstellendes Yamaha Akustik Klavier, welches mich damals vor allem mit dem guten Preis/Leistung Verhältnis überzeugen konnte. Wenn mehr Geld zur Verfügung steht, werde ich mir aber gerne ein neues kaufen. Möglicherweise eines der Marke Bechstein.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?

Zu Beginn lernte ich sehr stark in dem ich mich auf meine Augen verliess. Ich konnte sehr schnell etwas, was mir mein damaliger Lehrer zeigt, nachspielen. Dieses Talent hat sich durch meine immer besser werdende musikalische Intuition und Erfahrung als extrem nützlich erwiesen. Ein Instrument zu lernen bedeutet, sehr viel üben. Durch meinen früh geweckten Ehrgeiz wurde ich immer disziplinierter und habe teilweise bis zu 5 Stunden am Tag geübt. Ausserdem bin ich überzeugt davon, wenn ich etwas schaffen möchte (ein schwieriges Stück), dann kann ich das auch schaffen. Also zusammengefasst habe ich ein sehr starkes Selbstwertgefühl.  

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Schwierig zu sagen. Vielleicht, dass es mit mir meine Liebe zur Musik teilt.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Jeder Mensch lernt auf unterschiedliche Weise und in einem eigenen Tempo. Ich habe in den letzten 15 Jahren an verschiedenen pädagogischen Institutionen Kinder betreut und ihnen beim Lernen geholfen. Bei den gut 500 Kindern, welche ich in meinem Leben begleitet habe, wurde schnell klar, dass ich meine(n) Unterricht/Betreuung flexibel gestalten muss, damit alle Kinder möglichst davon profitieren können. Was mir am wichtigsten ist, ist die Beziehung zu den Schüler*innen. Wenn diese stimmt, kann ich als Lehrperson besser auf den*die Schüler*in eingehen und ihm*ihr fällt es leichter, von mir zu lernen. Wenn ich merke, dass eine Methode nicht funktioniert, muss ich als Lehrperson eine andere Methode wählen. Durch die viele Erfahrung musste ich meine Art zu Unterrichten immer wieder neu gestalten und dies hat mich als Lehrperson immer stark ausgezeichnet.  

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Das hängt für mich stark davon ab, was der*die Schüler*in von mir lernen möchte. Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass der*die Schüler*in bestimmt, was er*sie lernen möchte. Verallgemeinert würde ich den Unterricht auf drei verschiedenen Sequenzen unterteilen:
1. Theoretisches mit praktischen zu verbinden. Z.B. in welcher Relation stehen die Noten in einem Stück zueinander. Oder allgemeine Noten/Rhythmuslehre

2. Was habe ich auf diese Lektion gelernt? Was sind Schwierigkeiten die mir die Übung/das Stück bereitet haben?

3. Einen spannenden/lustigen Abschluss gestalten. Z.B. gemeinsam improvisieren und somit gleichzeitig eine vorher gelernte Tonleiter anwenden und zu vertiefen.

Wie gehst du bei Kindern vor?

Kinder lernen besser, wenn sie gleich aktiv sein können. Die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder ist noch viel weniger hoch als bei Erwachsenen. Ausserdem fühlt sich die musikalische Notation an, als müsste man eine neue Sprache lernen. Für den Unterricht mit Kindern ist die bildliche Darstellung enorm wichtig. Z.B. Noten mit Farbe markieren (immer die gleichen Farben auf dem Papier und dem Klavier verwenden), Rhythmische Werte bildlich darstellen. Nicht zu viel auf einmal erwarten (für den Anfang auf einer Oktave und nur die rechte Hand), Kinder stärken in dem was sie tun. Kinder brauchen viel Unterstützung und Wertschätzung einer Lehrperson.    

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Als ich mit 15 Jahren an einem meiner ersten Konzerte an der Winterthurer Musikfestwochen mit meiner ersten Rockband spielen durfte. Es waren gut 100 – 200 Leute vor der Bühne. Ich war nervös aber gleichzeitig sehr glücklich und voller Energie. Nach dem Konzert habe ich dann mit meinen Bandkollegen etwas getrunken, als ein paar jüngere Kinder auf mich zu kamen, welche ein Autogramm wollten. Ich war sehr verlegen, freute mich aber extrem darüber.  


Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Ich glaube das war an einem Festival in Sargans, das Out in The Gurin. Wir spielten damals auf der kleineren Bühne. Trotzdem waren ein paar Hundert Leute vor uns und haben mit uns mitgefeiert.

Mit welchem / welcher  Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
John Bonham (verstorben) von Led Zeppelin wäre bestimmt spannend als Bassist. Er hatte einfach einem super tollen Groove beim Schlagzeug spielen.  Als Pianist habe ich mir immer vorgestellt, in der Zeit zurückzureisen, um mit grossen klassischen Komponisten zu spielen. Ich glaube ein Grund ist, weil es mich interessieren würde, wie sie mein Spiel finden. Andererseits fände ich es auch spannend zu wissen, wie sie als Menschen waren.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Das ist sehr schwer zu beantworten. Spontan fällt mir «Wish You Were Here» von Pink Floyd ein. Es ist einfach eine zeitlose Platte mit wunderschönen Songs drauf. Und es ist eine eher längere Platte, das hilft sicher auch.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ein Piano-Konzert im KKL Luzern wäre sicher sehr schön. In der Regel sind meine Lieblingsbühnen, die bei denen man sehr nahe am Publikum ist. Die «Gisi» in Winterthur, Das «Industrie» in Luzern, diverse WG-Shows die ich schon gespielt habe in einem Wohnzimmer. Die Stimmung ist einfach wunderbar, wenn alle so eng beieinander sind.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Situationen, welche man nicht ändern kann, anzunehmen wie sie sind. Sich selbst und das eigene Verhalten ständig zu reflektieren, eine positive Einstellung zum Leben haben. Ausserdem lese ich sehr gerne, manchmal drücke ich mich auch auf gestalterischer Ebene aus und treffe mich gerne mit meinem Freunden.