Musikunterricht, der zu dir passt

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Violine
Violine lernen bei

Daniela Bertschinger

Violine und Viola für Klassik, Folk und Pop

Daniela Bertschinger ist stilistisch vielseitig unterwegs. Nach vielen Jahren Musical und Patent Ochsner, spielt sie momentan primär in klassischen Ensembles, u.a. im Berner Kammerorchester.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790


Standort

Marzilistrasse 24a
3005 Bern

Instrument

Violine

Musikstil

Klassik, Folk und Pop

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Englisch und Französisch


Das bringe ich dir bei

Ich kann meinen SchülerInnen eine fundierte Technik beibringen. Ich kann zeigen, wie man welches Problem angeht und wie man effizient übt. Auch Notenlesen kann man lernen!

Ausbildung

Während des Gymnasiums war ich Jungstudentin am Konsi Zürich in der Klasse von Robert Zimansky. Während eines Auslandjahres in Boston USA wurde ich von Arturo Delmoni unterrichtet, bevor ich 1997 das Studium an der Hochschule der Künste Bern bei Daniel Zisman begann. Dort erlangte ich 2002 in der Klasse von Eva Zurbrügg das Lehrdiplom und 2004 das Orchesterdiplom.

In diesen Bands / Formationen habe ich gespielt

Fest spiele ich im Berner Kammerorchester; als Zuzügerin bei der Camerata Bern und in der Kammerphilharmonie Graubünden. Daneben sind wir dran, unser Salonmusikensemble wiederzubeleben.

Stücke / Werke von diesen Künstlern / Komponisten bringe ich dir am liebsten bei

Klassische Stücke, Patent Ochsner, Sina, Trummer, Kummerbuben, Metallica, Elton John, Milow und Train

Daniela Bertschinger

Interview mit Daniela Bertschinger

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Ich denke, mich haben weniger bestimmte MusikerInnen als bestimmte Stücke beeinflusst. Z.B. das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn, das ich als Kind immer hören wollte, und das meine Schwester irgendwann auf die Palme brachte. Oder die grossen Sinfonien, die ich im Schweizer Jungendorchester spielen durfte – Mahler 2, Bruckner 7, Prokofievs Romeo und Julia, Berlioz’ Symphonie Fantastique... Im Studium dann romantische Violinsonaten wie Schumann d-Moll oder Brahms d-Moll. Bestimmt haben mich aber die Musikerinnen und Musiker von Patent Ochsner beeinflusst, weil ich mit ihnen eine für mich neue Art des Musikmachens erleben durfte. Während man in der Klassik, schon bevor man anfängt zu spielen, mit so vielen Regeln und Anweisungen konfrontiert wird, dass einem mitunter das Musikmachen abhanden kommt, hiess es bei Patent Ochsner: Probier einfach mal! Das hatte eine enorm befreiende Wirkung auf mich.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Na, besser als alle anderen ist wohl etwas hochgegriffen. Gut, vielleicht die Songs von Patent Ochsner, nur schon, weil es keine Noten gibt. Ansonsten denke ich, bin ich gut für konkrete Hilfestellung beim Üben.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst?
Abgesehen von einem unvollendeten Violinkonzert, welches ich mit etwa neun Jahren angefangen habe zu schreiben, und welches, so wie ich mich erinnere, verdächtig ähnlich beginnt, wie Mendelssohns e-Moll Violinkonzert, habe ich in meinem Leben genau acht Takte komponiert, und die waren eine Zangengeburt. Aber immerhin haben sie es auf eine CD geschafft!

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Als ich vier war, hat mich meine Grossmutter an eine Vorstellung des Kinderballetts, welches das Märchen von Tredeschin aufführte, mitgenommen. Der Held der Geschichte hat Geige gespielt. Wie man mir erzählte, habe ich zuhause dann angekündigt, ich wolle ‚das mit em Stäcke’ spielen. Als ich das zwei Jahre später noch immer wollte, lag dann eine Geige unter dem Weihnachtsbaum. Wie ich es gelernt habe, frage ich mich zuweilen auch; die ersten paar Jahre habe ich nämlich kaum geübt. Erst als ich mit 12 den Arm gebrochen hatte, vermisste ich die Geige. Und von da an habe ich geübt.

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Akustisch spiele ich auf einer 200jährigen Französin. Mir gefällt ihre widerspenstige Art. Verstärkt spiele ich auf einer deutschen Billiggeige. Weil sie so cool aussieht. 

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Mein Durchhaltevermögen und mein Perfektionismus. Weil ich mir das meiste hart erarbeiten musste und wenig einfach so von allein ging. Ohne diese Eigenschaften hätte ich wohl irgendwann im Laufe des Studiums aufgegeben.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Französin: einen sehr dicken Boden. Das macht sie schwer, aber mir gefällt der Klang. Die Deutsche: Gitarrenform und diabolische F-Löcher.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Bei AnfängerInnen nehme ich es sehr genau mit der Haltung, da einem so viele Probleme erspart bleiben. Allgemein versuche ich die SchülerInnen zu ermutigen, mit viel Schwung zu spielen. Lieber mit Überzeugung daneben, als halbherzig etwas rumdüderlen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Das kommt aufs Niveau an. Diejenigen, die noch nicht lange spielen, lasse ich zuerst leere Saiten streichen, während ich etwas dazu spiele. So kommen sie in Schwung (und können das gerade Streichen üben). Mit den Fortgeschrittenen spiele ich meistens etwas vom Blatt zum Einspielen. Es soll auf jeden Fall zuerst Musik gemacht werden. Danach lasse ich die SchülerInnen in der Regel selber entscheiden, welches der geübten Stücke sie zuerst spielen wollen. Darauf werden allfällige Probleme angeschaut und hoffentlich behoben. Danach schauen wir, wie es weitergeht, und so immer möglich wird zum Schluss noch mal Musik gemacht. Die SchülerInnen dürfen aber auf jeden Fall ihre Wünsche und Vorstellungen bez. Ablauf einbringen!

Wie gehst du bei Kindern vor?
Wie gesagt, bin ich sehr darauf bedacht, dass sich niemand etwas ‚Falsches’ angewöhnt, da ich aus eigener Erfahrung weiss, wie mühsam es ist, sich solche Sachen abzugewöhnen. Theäterlen ist nicht mein Ding. Ich mache so gesehen kein Kinderprogramm. Auch bei den Kleinen soll es um Musik gehen.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin und warum?
Das war vielleicht der erste Gig mit Patent Ochsner. Als ich am Morgen davor aufwachte, hab ich als erstes einmal zu weinen begonnen, weil ich solche Angst hatte. So viele Songs und alles auswendig. Wieviel Strophen hat jeder Song? Wann kommt die Bridge? Kann ich die Texte? Zum Glück ist dann alles gut gelaufen, und es war ein grossartiges Erlebnis.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das war wohl die Gurten Hauptbühne.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen und warum?
Mit Robert Schumann. Weil mich seine Musik im Innersten berührt. Oder mit Disu Gmünder. Wegen seiner wunderbaren Musikalität und seiner physisch spürbaren Energie. Oder mit den Frauen von Katzenjammer. Wegen ihrer tollen Stimmen, und weil sie so abgehen auf der Bühne.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen und warum?
Wahrscheinlich Bachs Goldberg Variationen, die zweite Version von Glenn Gould. Weil die für mich der Anfang und das Ende sind. Vielleicht aber auch die Wintertour von Züri West. Weil ich diese Songs liebe.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Auf der Bühne der Mühle Hunziken zu Pesches Zeiten. Obwohl es da wahnsinnig eng ist. Oder aber im Orchestergraben des Stadttheaters. 

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich nähe sehr gerne und viel. Auch Lesen ist mir wichtig.


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