Synthesizer und Musikproduktion lernen bei

Pablo Dal Cero

Electronics, Digitales Audio, DSP, Synthesizer, kreatives Arbeiten mit Audioequipment, klassische Harfe

Pablo liebt es mit unkonventionellen Mitteln Klänge aus dem Nichts zu erschaffen .

Pablo Dal Cero bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Pablo Dal Cero

Standort

Alte Dorfstrasse 7
3073 Gümligen

Instrument

Synthesizer und Musikproduktion

Musikstil

Minimal Music, Elektronische Musik, Experimentelle Musik und Klassik

Niveau

Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch und Englisch

Alter

Pablo Dal Cero unterrichtet Schüler*innen ab 16 Jahren

Interview mit Pablo Dal Cero

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Da gibt es zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum Einen, Eric Satie mit seinen poetisch-melancholischen Kompositionen und zum Anderen Wendy Carlos, die als Vorreiterin der elektronischen Musik gilt.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?

Ich kann dir zeigen, wie du den Computer als kreatives Werkzeug nutzen kannst. Wie du eigene Klänge erschaffen kannst, Wetterdaten als Input für deine Kompositionen nimmst, mit deiner Band und Laptop performst und was du machen musst, wenn gar nichts mehr geht.


Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
In der Primarschule hörte ich zum ersten Mal die Klänge der Harfe. Danach gab es kein Zurück mehr und daraus entwickelte sich eine langjährige Leidenschaft. Später entdeckte ich die spannende Welt der elektronischen Musik und auch da war ich fasziniert von den Möglichkeiten des Ausdrucks durch Klang. Bis heute bewege ich mich in beiden Welten und versuche sie auf verschiedenste Arten zu verbinden.


Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?

Ich arbeite oft nicht linear, das heisst ich komponiere ein Stück nicht von vorne nach hinten, sondern erschaffe einzelne Parts, Stimmungen, Klänge, die ich dann mithilfe des Computers auf unterschiedlichste Art und Weise kombiniere und über Lautsprecher abspiele. So entstehen Stücke, die jedes Mal anders klingen, den Raum als Klangelement miteinbeziehen und mit den Zuhörer*innen interagieren.  

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Mein Setup ändert sich bei jedem Projekt. Vor kurzem habe ich zusammen mit einer Querflötenspielerin und einer Erzählerin ein Stück aufgeführt. Da hatte ich unter anderem eine Wasserschale, einen Sellerie sowie einen Rasierapparat in meinem Setup.
Im Moment baue ich gerade selbst einen Synthesizer, der wird sicherlich auch Teil von weiteren Projekten werden.


Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen? 
Freunde von mir sagen, dass ich sehr strukturiert an Probleme und Aufgaben herangehe und ich denke, dass das mir besonders beim Arbeiten mit dem Computer zugutekommt.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Der Computer kann alle vorstellbaren und unvorstellbaren Klänge erschaffen. Eine Mischung aus Pingpongball und Seelöwe? Ein zehn Meter langes Alphorn? Alles möglich und nicht einmal so kompliziert.


Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Arbeiten mit dem Computer kann sehr kopflastig sein, ich achte darauf, dass die künstlerische Praxis jeweils an vorderster Stelle steht. Zudem vermittle ich auch viele Prinzipien und Ansätze, die sich auch ohne Computer umsetzen lassen. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die Arbeit an einem eigenen Projekt.


Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich passe meine Stunde individuell auf deine Bedürfnisse an. Es gibt sehr viele Themengebiete, die sich unendlich entdecken lassen. Je nach Bedürfnis kann ich bei der Umsetzung deiner Projekte und Ideen helfen, dir zeigen, wie du dein Gehör für elektronische Klänge schulen kannst, oder auch eine Einführung ins Komponieren mit Algorithmen geben.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Die Prinzipien und Ansätze, die ich vermittle, lassen sich beliebig herunterbrechen. Komponieren mit Zufall kann von einfachen Würfelspielen bis hin zum Schreiben eigener Software gehen. Grundsätzlich empfiehlt sich der Kurs für Schüler*innen, die bereits Erfahrung auf einem Instrument haben.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Vor ein paar Jahren war ich an einem Konzert, das in einer riesigen alten Industriehalle stattfand. Da gab es ganz viele unterschiedliche Lautsprecher im ganzen Raum verteilt, das Publikum konnte sich mit Liegestühlen irgendwo hinsetzten. Die Klänge, die darüber abgespielt wurden, gingen von ganz zartem Geplätscher bis hin zu harschen und sehr lauten Sounds. Der Ansatz, Klänge im Raum zu verteilen und so Bezug auf den Raum und das Publikum zu nehmen hat mich zu vielen Arbeiten inspiriert.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?

Ich spiele lieber auf kleinen Bühnen ;)

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
John Cage mit seinen wunderbaren Kompositions- und Aufführungsansätzen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?

Saties Gnossienne könnte ich mir sehr schön vorstellen in Kombination mit der Einsamkeit.


Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Die Lorrainebrücke in Bern ist innen hohl und klingt bestimmt fantastisch!

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?

Musik nimmt ein grosser Teil von meiner Zeit ein, wenn ich nicht am Musizieren bin, dann bin ich wohl auf einer Alpwiese irgendwo in den Bergen.