Musikunterricht, der zu dir passt

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Gitarre
Gitarre und Klassische Gitarre lernen bei

Pavel Pozdnyakov

Klassische Gitarre

Pavel Pozdnyakov hat klassische Gitarre in Moskau und Luzern studiert. Er hat mehrere Konzerte in verschiedenen Ländern gegeben und spielte schon am Lucerne Festival oder Moskauer Herbst.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840


Standort

Instrument

Gitarre und Klassische Gitarre

Musikstil

Romantik, Renaissance, Klassik und Zeitgenössische Musik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch und Russisch


Das bringe ich dir bei

Meine Stärken sind Klangfarben und Artikulation. Genauer gesagt, die Art, wie man die musikalische Sprache für die Zuhörer deutlicher machen kann. Dazu gehören auch die entsprechenden Techniken.

Ausbildung

2015: Hochschule Luzern – Musik, Master of Arts in Musik, bei Andreas von Wangenheim.

2008: Gnessin Musikakademie Moskau, Lehr- und Konzertdiplom, bei Dimitri Illarionov.

2008: Hochschule Luzern – Musik, Bachelor of Arts in Musik, bei Andreas von Wangenheim.

In diesen Bands habe ich gespielt

Pavel Pozdnyakov

Stücke von diesen Künstlern bringe ich dir am liebsten bei

Renaissance bis zeitgenössische Musik
Pavel Pozdnyakov

Interview mit Pavel Pozdnyakov

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Es gibt mehrere. Zuerst war das der Komponist Edison Denisov. Als Mensch bleibt er für mich auch bis jetzt ein Beispiel von edlem, nonkonformistischem (wie er selbst sagte) Dienst im Namen der Kunst. Seine Musik hat meinen musikalischen Geschmack und meine eigenen Kompositionen sehr beeinflusst. Höchst romantische und zarte impressionistische Gefühle, ausgedrückt durch traditionelle musikalische Mittel, konnte er bei Bedarf leicht mit den neusten Kompositions- und Spieltechniken der zeitgenössischen Musik verbinden. So sehe ich auch den Weg für die weitere Musikentwicklung. Ein anderer Musiker ist Leonard Bernstein. In Allem, was er machte, blieb er immer echt. Seine vielseitige Tätigkeit als Dirigent, Komponist und Lehrer ist für mich das beste Berufsvorbild.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Der grösste Teil des Repertoires für klassische Gitarre wurde in der klassizistischen Epoche und im 20. und 21. Jahrhundert geschrieben. Diese Perioden haben für mein eigenes Repertoire eine besondere Bedeutung. So habe ich mich mit der Musik aus diesen Epochen auch am meisten auseinandergesetzt. Weil ich unter anderem auch Orchesterdirigieren studiert habe, spielt für mich die Farbe in der Musik eine ganz wichtige Rolle. Auf der Gitarre hat man die Möglichkeit, sehr viele unterschiedliche Farben zu erzeugen. Als einer der ersten hat das der Komponist und Gitarrist der klassizistischen Epoche Fernando Sor bemerkt. Seine Entdeckungen setzen sich erst im 20. Jahrhundert durch, z. B. im Werk von Toru Takemitsu. Bis jetzt aber benutzt man die unterschiedlichen Klangfarben auf der Gitarre immer noch zu begrenzt. Da ich mich gerade mit diesem Thema sehr beschäftigt habe, bin ich auch ein Gegenbeispiel dafür und versuche meinen Schülern zu zeigen, dass Gitarre eigentlich ein kleines Orchester mit allen dazugehörigen Farben ist.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Zum ersten Mal habe ich eine Gitarre gehört, als mein Schulfreund sein Instrument in der Pause zwischen den Stunden gespielt hat. Das hat mein Interesse zur Musik sofort geweckt. Damals dachte ich natürlich noch nicht über eine Musikerkarriere nach. Ich wollte aber schon früh verschiedene Aspekte der Musik  verstehen und kennenlernen. So ging ich zuerst an die normale Musikschule, schlug später aber dann den professionellen Berufsweg ein.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele eine Gitarre von Dieter Müller.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich denke, dass man, egal was man macht, genügend ausdauernd sein muss. Ich wollte Musik spielen, darum investierte ich Zeit und Kraft. Diese Kombination zusammen mit allen meinen Musiklehrern hat mir geholfen und hilft mir bis jetzt, weiterzukommen. Andererseits habe ich immer versucht, das Gemachte adäquat zu reflektieren und damit den Lernprozess zu optimieren.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die klassische Gitarre ist das einzige Instrument, das so viele unterschiedliche Klangfarben erzeugen kann. Durch verschiedene Mittel kann man die Farben stark ändern, so dass das Instrument klingt, als ob verschiedene Instrumente zusammenspielen würden.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Mir sind zwei Sachen sehr wichtig. Einerseits muss der Körper beim Spielen richtig funktionieren. Nur die richtigen Bewegungen führen auch zu guten Klangresultaten. Anderseits versuche ich, technische Elemente mit der Musik und musikalischen Logik zusammenzusetzen, so dass die Schüler nicht nur wissen, wie man spielt, sondern auch warum man genau so und nicht anders spielen muss.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ganz unterschiedlich, je nach SchülerIn. Oft wiederholt man schon besprochenes Material, danach kommt das Neue. Dazu finde ich noch wichtig, dass es auch Platz für bestimmte Theorie-Elemente, wie z.B. Akkord-Bau, Faktur usw. hat.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Genauso wie mit Erwachsenen. Jeder ist eine Persönlichkeit und hat verschiedene Talente. Man muss diese einfach finden, und den Unterricht den entsprechend zu bauen.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Im Sommer 2012 hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen des Luzern Festivals einen Meisterkurs mit einer der bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit, Sofia Gubaidulina, zu besuchen. Danach folgte das Konzert, wo ich zusammen mit meinen Kollegen ihre Werke gespielt habe. Sie ist ohne Zweifel eine ganz grosse Persönlichkeit und hat mich in dieser Zeit sehr beeinflusst.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Im Jahre 2007 habe ich eine Uraufführung gespielt. Das war in Moskau, in der Halle des Hauses des Verbandes der Russischen Komponisten.

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Mit Andris Nelsons. Als ich ihn zum letzten Mal gehört habe (er hat die fünfte Mahler Sinfonie dirigiert), hat mich seine künstlerische Ehrlichkeit sehr beindruckt. So muss man als Mensch und Künstler sein.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Die Kantaten von J. S. Bach. Das ist für mich die Musik, in der die höchsten humanistischen Ideen zusammen mit der klarsten Einfachheit verbunden sind.

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich spiele sehr gerne in Hallen, die eine Geschichte haben. Ich mag z.B. die St. Charles Hall in Meggen oder das Schloss Engers in Deutschland. Natürlich hat für mich die Grosse Halle des Moskauer Konservatoriums eine besondere Bedeutung.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich mag Schwimmen und Mathematik. Das erste führt zu einem gesunden Leben. Das zweite ist gar nicht atypisch für einen Musiker. Der griechische Komponist Janis Xenakis war z.B. ein Architekt, der russische Komponist Edison Denisov war auch Mathematiker. Mein Interesse an der Mathematik und der Logik hat mich an die ETH gebracht, wo ich jetzt Informatik studiere. Das ermöglicht mir unter anderem ein breites Spektrum von Möglichkeiten im Bereich der elektronischen Musik.


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