Trompete lernen bei

Raphael Kalt

Trompete für Jazz, Pop und Salsa

Raphael Kalt ist Trompeter der Schweizer Jazzszene. Seine tiefgreifende Leidenschaft zum Jazz hat ihn dazu bewegt, Musiker zu sein. Stilistisch im Hardbop wurzelnd, bewegt er sich heute vor Allem im modern Jazz und jeglichen Formen der Improvisierten Musik. Er ist aber auch in Bläsersections diverser Pop-Bands anzutreffen.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840.0

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Raphael Kalt

Standort

Landstrasse 2
5415 Rieden

Instrument

Trompete

Musikstil

Jazz, Pop und Salsa

Niveau

Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch und Englisch

Alter

Raphael Kalt unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 16 Jahren

Interview mit Raphael Kalt

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Freddie Hubbard hat mich mit seiner phenomenalen Spielweise und seinem Ideenreichtum erstmals am meisten geprägt. Danach kamen Spieler wie Jeremy Pelt, Ambrose Akinmusire und Philip Dizack. Alle haben sie mit ihrem grossen, weichen und eher dunklen Sound mein Klangideal nachhaltig beeinflusst. Ihr Spielfluss und die Geschmeidigkeit, mit welcher sie sich auf der Trompete ausdrucken, verpackt in wunderbaren Sound ist beispiellos. Hört man ihnen zu, fällt sofort auf: Hier sind nicht einfach nur Trompeter am Werk. Vielmehr drücken sich hier Menschen und Künstler über dieses Instrument aus.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Neben dem ganzen theoretischen Know-How unterstütze ich dich dabei, deinen Sound und deine musikalische Ausdrucksweise zu entfalten. 

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Mit neun Jahren startete ich mit meinem Vater als Vorbild am Kornett. Erst als Teenager, als ich die Jamaikanische Musik und den Jazz entdeckte, ging für mich eine Welt auf. Intuitiv fand ich Zugang zur Improvisation und spätestens ab diesem Zeitpunkt, wollte ich nichts anderes mehr tun.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele ein Monette B2 Mundstück und eine Flip Oakes Wild Thing Trompete (large bore). Beide Komponenten sind sehr gross, was mein offenes, rundes und eher dunkles Sound-Ideal unterstützt.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Die grosse Leidenschaft und Hingabebereitschaft zur Musik. Diese Faszination und vernarrtheit für Jazz-Trompete hat ab einem gewissen Punkt fast zu einer Sucht geführt. Das sind ideale Voraussetzungen. Dabei braucht es aber immer wieder sehr viel Wille und auch grosse Toleranz, Gutmütigkeit und Rücksicht auf sich selbst.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Grenzenlose Ausdrucksmöglichkeiten. Alleine durch deine Anatomie hast du gewissermassen deinen eigenen Sound. Hinzu kommen eigene Klangvorstellung und Vorlieben, welche so direkt wie bei kaum einem anderen Instrument übertragen werden können.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Auf eine gute und angenehme Lernatmosphere. Der Lerndialog soll im offenen Gespräch, aber auch non-verbal beim Spielen stattfinden.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Als erstes wird kurz eingespielt, um den Körper ideal auf das Trompetenspielen vorzubereiten. Danach gibt es allenfalls technische, tonale Übungen und dann geht es an die Stücke oder woran gerade gearbeitet wird. Am Ende wird reflektiert und vorausgeschaut. Eventuell kommt dann aber auch alles anders, weil man sich einfach total in der Musik verlieren kann.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Hier ist es besonders wichtig im Gespräch ein angenehmes Verhältnis aufzubauen und anflängliche Schwierigkeiten (z.B. Schüchternheit) zu beseitigen. Ein gutes Verhältnis zwischen Fremd- und Selbstbestimmung beim Inhalt ist hier für die Motivation entscheidend.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Die Entscheidung fällt hier sehr schwer. Dabei ragen zwei Konzerte besonders hinaus: "Art Blakey Tribute"  und "Bernadett" Konzerte im gefüllten Isebähnli (darunter viele Bekannte). Die Atmosphäre war für mich beide Male magisch. Diese Direktheit zum Publikum in diesem einmaligen Lokal ist fantastisch.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
"Woodstock der Blasmusik" mit der Swiss Army Big Band.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Der legendäre Wayne Shorter wäre wahrscheinlich erste Wahl. Seine Musik hat mich extrem geprägt.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Miles Ahead - Miles Davis + 19 - Orchestra under the Direction of Gil Evans. Eine der absolut schönsten Platten, die ich kenne.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Village Vanguard, Isebähnli Baden.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Freunde, Familie, Skateboarden.