Gesang lernen bei

Salome Moana Schnyder

Gesang für Jazz, Pop, Singer-Songwriter und Musical

Salome Moana ist ausgebildete Jazzmusikerin und Gesangspädagogin und ist mit verschiedenen Jazz Formationen im Studio und auf der Bühne tätig.

Salome Moana Schnyder bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Salome Moana Schnyder

Standort

Hauptgasse 5
4500 Solothurn

Instrument

Gesang

Musikstil

Jazz, Pop, Singer-Songwriter und Musical

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Englisch und Französisch

Alter

Salome Moana Schnyder unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren

Interview mit Salome Moana Schnyder

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Sophie Hunger war mir eine grosse Inspiration für das Schreiben von authentischen und persönlichen Liedtexten. Stilistisch haben mich Musiker*innen wie Becca Stevens und Gretchen Parlato gepackt, die Pop/Jazz/Singer-Songwriter gekonnt vermischen und genreübergreifend berühren.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Eine Stärke von mir ist das unmittelbare Erfassen meines Gegenübers - meiner Schülerin, meines Schülers. Ich versuche im Moment die passenden Ansätze für ein Stimmproblem oder eine Barriere zu finden, denn nicht alles passt für jeden und jede. Die Stimme ist ein einzigartiges Instrument und es gibt nie zweimal die gleiche. Umso spannender ist es, auf die Bedürfnisse der Stimme und des Menschen vor mir einzugehen und mein Wissen weiterzugeben.

Wie hast du singen gelernt?
Als ich ein kleines Mädchen war, fungierte ich immer als Radio. Egal mit wem ich unterwegs war, ich habe gesungen und die Wünsche meiner Zuhörer*innen entgegengenommen. Seit ich mich erinnern kann, habe ich immer erzählt, dass ich einmal Sängerin werden möchte. Dieser Traum ist doch tatsächlich in Erfüllung gegangen und manchmal schwer zu fassen.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Immer anders. Manchmal kommen mir in den unerwartetsten Situationen Melodien in den Sinn, die ich dann schnell auf dem Handy festhalte. Manchmal ist es auch ein Gedicht oder von mir verfasste Zeilen, welche mich zu einem Lied inspirieren. Dann folgt die Musik dem Text.

Meistens geschieht es aber durch das Improvisieren mit Stimme und Klavier. Ich versuche ohne zu werten Melodie, Harmonie und auch Text simultan zu kreieren.

Komposition durch Improvisation. Loslassen, fliessen lassen, offen sein für das was kommt und dann passiert manchmal was Besonderes.

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Ich liebe mein Kondensatormikrofon KSM9 von Shure. Es hat einen warmen, intimen Klang und passt super zu meiner Musik. Wenn es mal lauter wird, nehme ich gerne das Shure Beta 58a Mikrofon zur Hand. Mein AER Amp ist ebenfalls oft dabei.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Ich bin von Natur aus eher fleissig und ehrgeizig. Im Musikstudium haben mich meine intrinsische Motivation und mein Durchhaltewillen durch zahlreiche Übe-Stunden gebracht.

Tatsächlich bereitet mir das Üben viel Freude, insbesondere wenn du in eine Art Trance, einen Flow Zustand kommst.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Stimme ist das einzige Instrument, das in unserem Körper sitzt und durch unseren Körper entsteht. Das Singen ist unmittelbar mit unserer physischen und mentalen Verfassung verbunden. Wunderschön und manchmal auch frustrierend.

Gerade dass die Stimme, anders als andere Instrumente, in einem lebendigen Organismus lebt, macht das Singen so interessant und unberechenbar.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Mir ist ein gesunder und ganzheitlicher Umgang mit der Stimme und dem Körper enorm wichtig.

Das Befinden meiner Schüler*innen ist für den Gesangsunterricht zentral. Heisst aber nicht, dass man nicht auch mit wenig Energie und vielleicht etwas reduzierter Stimme eine tolle Lektion haben kann. Wir wollen lernen, wie wir mit unserer Stimme in verschiedenen Situationen zurecht kommen können. Wie entsteht überhaupt ein Ton? Welche Rolle spielt die Atmung beim Singen? Wie kann ich die Kontrolle über meinen Ton in allen Tonhöhen haben? Dies sind alles zentrale Fragen in meinem Gesangsunterricht.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Wir starten oft mit einem Warm-Up, um die Stimme Schritt für Schritt «aufzuwärmen» und für den Unterricht vorzubereiten. Dabei unterscheide ich zwischen stimmtherapeutischen und stimmtechnischen Übungen. Die Arbeit am Lied Repertoire spielt eine zentrale Rolle. Manchmal tauchen wir aber von Beginn an in ein Lied ein und brauchen Stellen im Lied für technische Übungen. Wichtig ist mir, dass die Stunde erbaut und Freude bereitet. Denn nur so lernen wir als Menschen wirklich langfristig. Und natürlich, dass wir ganz viel Musik machen. Less talking, more doing. =)

Wie gehst du bei Kindern vor?
Der Aufbau der Stunde ist auch bei Kindern sehr ähnlich. Wichtig ist da aber, dass man ja nicht versucht ein Programm durchzuboxen sondern sich vollkommen auf das Kind einlässt. Ich würde sagen, Kinder sind im Unterricht vielleicht etwas unberechenbarer als Erwachsene?

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin und warum?
Ich habe im Oktober 2020 mein Debütalbum «Delicate» veröffentlicht und natürlich wurde die ganze Release-Tour wegen des zweiten Lockdowns abgesagt. Wie durch ein Wunder durften aber in Solothurn noch Konzerte mit 30 Personen im Publikum stattfinden. Also konnten wir in dieser speziellen Zeit doch noch unsere Plattentaufe im wunderschönen Turmsaal im Kulturm aufführen. Die 30 Plätze waren besetzt, die Atmosphäre war toll und eine Woche später war dann auch in Solothurn Schluss mit Konzerten.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das war voraussichtlich die Moods-Bühne. Obwohl ich einmal als 11-jähriges Kind bei einem Contest gewonnen habe und vor mehreren Tausend Zuschauern mit Adrian Stern und co. aufgetreten bin. Aber zählt das? ;)

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen und warum?
Mit Taylor Eigsti oder Jacob Collier zu singen wäre der Wahnsinn!

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen und warum?
Puh, das wäre wohl das Bossa Nova Album Getz/Gilberto oder Continuum von John Mayer.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Das Montreux Jazz Festival wäre definitiv ein grosser Traum, der hoffentlich in Erfüllung gehen wird.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie und Freunde sind für mich mein Ein und Alles.

Ich liebe es ausserdem zu reisen und meine Sprachkenntnisse (momentan sind es drei Fremdsprachen) zu erweitern.