Musikunterricht, der zu dir passt

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Klavier
Klavier, Kontrabass und E-Bass lernen bei

Seba Noya

Klavier, Kontrabass & E-Bass für diverse Stile

Seba Noya ist ein Argentinischer Multiinstrumentalist (Piano, Kontrabass, E-Bass, Gitarre, Perkussion), Komponist und Arrangeur. Er spielt und tourt mit Musiker*innen aus Europa, Südamerika und Japan. Zudem komponiert und arrangiert er Stücke innerhalb eines breiten Spektrums diverser Musikstile.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790


Standort

Waisenhausplatz 30
3011 Bern

Instrument

Klavier, Kontrabass und E-Bass

Musikstil

Latin, Tango, Bossa Nova, Singer-Songwriter, Pop, Rock, Jazz und Klassik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch und Spanisch


Das bringe ich dir bei

Kenntnisse des Instrumentes, Begleitung, Solostücke, Improvisation, Songwriting, Gehörbildung und Musiktheorie, Arrangement und Komposition, Sibelius (Notationssoftware), basic Aufnahmetechniken. 

Ausbildung

- Escuela de Música Juan Pedro Esnaola - Musiklehrer mit Schwerpunkt Klavier - Osvaldo Bercellini.
- Escuela de Música Contemporánea (Berklee Network of Music) - Bachelor Performance E-Bass Willy Gonzalez, Mariano Otero, Juan Raffo, Daniel Johansen. 
- Hochschule der Künste Bern - MA Composition Jazz - Django Bates, Martin Streule, Xavier Dayer, Stefan Schultze. 

In diesen Bands / Formationen habe ich gespielt

Stücke / Werke von diesen Künstlern / Komponisten bringe ich dir am liebsten bei

The Beatles, Radiohead, Erik Satie, Atahualpa Yupanqui, Gustavo Leguizamón, J. S. Bach, Miles Davis, Lady Gaga, Nirvana, Red Hot Chilli Peppers, Osvaldo Pugliese, Astor Piazzolla, Egberto Gismonti, João Gilberto, Hermeto Pascoal, Billie Eilish, Joni Mitchell, Eduardo Mateo, Luis Alberto Spinetta, Tame Impala und James Blake

Seba Noya

Interview mit Seba Noya

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Eine Vielzahl Musiker*innen haben mich in verschiedenen Phasen meines Lebens beeinflusst: Bach, Mercedes Sosa, Thom Yorke, Joni Mitchell, Violeta Parra, Egberto Gismonti und Diego Schissi sind nur eine kleine Auswahl dieser. Es ist schwierig für mich zu definieren, wer davon mich am meisten beeinflusst hat. Die Fähigkeit Komplexität und Einfachheit zu vereinbaren ist eine Gemeinsamkeit der oben genannten Künstler*innen und ist für mich ebenso interessant wie prägend.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Das kann man nicht wissen! Aber eine Vermutung wäre: deine persönlichen Fähigkeiten zu entdecken, zu akzeptieren und zu erweitern. Diese widerspiegeln unsere Einzigartigkeit und dadurch unsere musikalische Persönlichkeit.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich bin in Argentinien geboren, aber in Kanada aufgewachsen. Mein bester Freund hatte ein Casio Tone Bank zu Hause, und wir haben immer zusammen auf diesem Keyboard zusammen gespielt. Irgendwann zog meine Familie zurück nach Buenos Aires. Das war für mich nicht leicht. Meine Mutter merkte, dass ich meinen Freund sehr vermisste. Deswegen schenkte sie mir zu meinem siebten Geburtstag ein Keyboard, das sehr schnell zu mein Lieblingsspielzeug wurde. Bald darauf begann ich Klavierunterricht zu nehmen. Zu Hause lief ständig Musik verschiedenster Stile. Als Jugendlicher fing ich an, die Songs meiner Lieblingsgruppen auswendig zu lernen und auf meinem E-Bass nachzuspielen - meine ersten Lektionen in Gehörbildung. Danach kam das Konservatorium, wo ich mit dem Kontrabassspielen anfing. 

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Piano: Konzertstandard Flügel und Klavier (Steinway, Yamaha, Bösendorfer...), Moog Little Phatty, Prophet 08, MIDI Controller mit Samples, je nachdem was zum jeweiligen Musikstil am besten passt. 
Kontrabass: Ich habe einen hundertjährigen Tiroler-Kontrabass mit Pirastro Flexocore Deluxe Seiten und ein Beyerdynamic TG 152 Mikrophon. Mein Kontrabass eignet sich gut zum spielen verschiedener Stile. Und die Pirastro sind gut für pizzicato und arco. 
E-Bass: Spector Spector Euro LT4, Boss Overdrive, direkt zum Mixer. Klingt super. 

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Geduld. Langsamkeit ist oft der schnellste Weg. 

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Klavierspielen ermöglicht einerseits ein visuelles und intellektuelles Verständnis von Musik und bietet andererseits eine enorme Farbenpalette. Es ist Schlaginstrument und kompaktes Orchester zugleich. Es lässt sich solo spielen oder um andere Instrumente zu begleiten. Die Möglichkeiten sind unendlich. 
Obwohl der E-Bass und der Kontrabass nicht ganz gleich sind, ist deren musikalische Funktion sehr oft die selbe. Aus der Perspektive des Bassspielens werden die unzählbaren musikalischen Stilen in ihrem Flow verständlich. In fast jeder musikalischen Kultur lässt sich ein Bassinstrument finden, was dieses zu einem der wandlungsfähigsten Instrumente macht. 

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Das Musiklernen verstehe ich als einen sehr persönlichen und bewegenden Weg, auf welchem man sich regelmässig mit den Grenzen der eigenen Fähigkeiten auseinandersetzt, um diese weiterzuentwickeln. Das Wort „Student*in“ finde ich nicht optimal, weil es entspricht einer Hierarchie, wo die Lehrperson führt und die Student*innen folgen. Die Musikstunden bei mir sind ein Raum, im welchem sich zwei Kolleg*innen von den Fragen über Musik führen lassen, weil sie Lust und Neugierde daran haben. 

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Es gibt drei verschiedene Bereiche, die ich als Guide Lines brauche: Technik/Kenntnisse des Instrumentes, durchkomponierte Stücke und Songs/improvisierte Musik. Dieses Dreieck enthält alles was man braucht, um sich als Musiker*in zu etablieren und musikalisch fit zu bleiben. Jede*r Musiker*in entdeckt durch diese Guide Lines eigene Schwach- und Schwerpunkte sowie Prioritäten. Je nach diesen kann die Zeit entsprechend aufgeteilt werden, um jeden Aspekt ausreichend abzudecken. 

Wie gehst du bei Kindern vor?
Kinder verstehen Musik als Spiel, was wir als Erwachsene manchmal vergessen. Es soll Spass machen, wobei kurze und klare Aufgaben hilfreich sind: wenig sprechen und viel machen. 

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker und warum?
Meine Katze Filomena war krank, weshalb ich sie zu Diego, dem Tierarzt brachte. Er sagte mir, dass er mich in ein paar Stunden anrufen würde, sobald ich die Katze abholen könne. Wie erwartet klingelte am Mittag das Telefon. Am Apparat war Diego, aber nicht der Tierarzt. Es war Diego Schissi, mein Lieblingskomponist. Sein Kontrabassist war verhindert und er fragte mich an, ob ich diesen bei einem Konzert ersetzen würde. Das Konzert sollte nicht nur mit dem Diego Schissi Quintett sondern als Oktett gemeinsam mit dem Aca Seca Trio stattfinden - zu dieser Zeit eine meiner Lieblingsbands. Ich dachte dies sei ein Witz oder ein Traum. Plötzlich würde ich gleichzeitig mit meinem Lieblingskomponisten und meiner Lieblingsband gemeinsam auf einer Bühne stehen! Schlussendlich wurden daraus mehrere Konzerte - ohne Zweifel mein tollstes Erlebnis als Musiker. (P.S.: Filomena hat sich gut erholt und ist immer noch gesund.) 

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Wahrscheinlich das Festival de Baradero in Argentinien. Am gleichen Abend hat Mercedes Sosa mit ihrer Gruppe gespielt. Im Publikum waren um die 14.000 Menschen. Ich spiele aber lieber auf kleinen Bühnen und kleinen Veranstaltungsorten. Sie sind schöner, intimer und dadurch anspruchsvoller.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Tigran Hamasyan. Oder Avishai Cohen. Oder vielleicht Daft Punk. Nein. Das Berliner Symphonie Orchester. Radiohead? Paul McCartney? Ok, diese Frage schaffe ich nicht.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ciruelo - Carlos „Mono“ Fontana. Die Musik Fontanas hat mich sehr stark beeinflusst. Sie ist ein Mikrokosmos in sich, der unzählige bekannte musikalische Zitate enthält. Fontana spielt eigene Kompositionen und improvisiert über Tracks, die er selber mit extrem unterschiedlichen Samples (z.B. Stravinsky, The Bulgarian State Television Female Vocal Choir, L.A. Spinetta) baut. Auf dieser Platte gibts irgendwie viele Platten, was auf einer einsamen Insel sehr nützlich sein könnte. 

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Am liebsten spiele ich im Café Vinilo in Buenos Aires. Ich bin dort zu Hause und habe dort einen grossen Teil meiner Erfahrungen als Musiker und Zuhörer gemacht.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Reisen, Wandern, Freund*innen und Familie, Kunst (vor allem Film und Essen), Sprachen. 


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