Musikunterricht, der zu dir passt

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Gitarre
Gitarre lernen bei

Thomas Böhm

Gitarre für verschiedene Stile

Der Gitarrist Thomas Böhm ist ein solider Loopspezialist mit viel Band- und Konzerterfahrung.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840


Standort

Arbentalstrasse 197
8045 Zürich

Instrument

Gitarre

Musikstil

Trip Hop, Ambient, Pop, Rock und Post Rock

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch und Englisch


Das bringe ich dir bei

Einsatz und Umgang mit Loopstation, Grundlagen der Gitarre, Nachspielen von Liedern, Zupftechniken, Zusammenspiel mit anderen, einfache Solos, Guitar-Rig, NI Maschine.

Ausbildung

Fünf Jahre Gitarren- und Musikunterricht am Lehrerseminar Rorschach mit Lehrerdiplom bei Olaf Köhler

Vorkurs Jazzschule Zürich

In diesen Bands / Formationen habe ich gespielt

Flieder, ehemals Mnevis 

Stücke / Werke von diesen Künstlern / Komponisten bringe ich dir am liebsten bei

Kings of Convenience., Fink, Evan Dando, Eels, Cat Stevens, Züri West, Wir sind Helden, Tracy Chapman, Tocotronic, Red Hot Chili Peppers, Rolling Stones, Guns’n’Roses, Led Zeppelin, Pink Floyd, Foo Fighters, Ben Harper und Oasis

Thomas Böhm

Interview mit Thomas Böhm

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Ich bin immer wieder begeistert von Pink Floyd, Honey for Petzi, Chevreuil, Bonobo oder J Dilla. Diese Musiker schafften es ihre Kreativität in eine eigenständige musikalische Form zu bringen. Früher in den 90er- und 2000er-Jahre war ich auch von Bands wie Oasis, Beastie Boys, Red Hot Chili Peppers, Ben Harper, Nirvana oder Foo Fighters sehr angetan. Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrerinnen? Mit meiner Band Flieder benutze ich eine Loop-Station RC-50. Ich habe mich sehr stark mit den verschiedenen Möglichkeiten, der Herangehensweise, Vorteilen und Stolpersteinen dieser Technik beschäftigt. Dies gehört sicherlich zu einer meiner Spezialitäten.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ein Schulfreund aus der Primarschule konnte „Tears in Heaven“ und „Hymn“ von Barcley James Harvest auf der Gitarre spielen. Die Mädchen der Klasse waren verzaubert und alle Jungs - ich inklusive - lernten die ersten zwei Töne von Tears in Heaven. Weiter hat es niemand geschafft. Gitarre spielen und Musik machen war meiner Meinung nach den übertalentierten Vollblutmusikern vorenthalten. Mit 15 überliess mir ein Freund seine Westerngitarre, einfach mal so zum Ausprobieren. Ich konnte nicht glauben, dass ich nach ein wenig Üben das Intro von „Hymn“ in meinem Geklimper erkennen konnte. So hat es mich gepackt und ich wollte immer mehr Lieder nachspielen können.
Nach einem Jahr konnte ich schon an einer Schulveranstaltung mitspielen und so wurde Gitarre spielen zum Selbstläufer. Während des Lehrerseminars in Rorschach besuchte ich fünf Jahre lang klassischen Gitarrenunterricht und konnte sehr viel profitieren. In dieser Zeit entwickelten sich auch meine ersten Musikprojekte und ich genoss es, mit andern zusammen an Musikstücken zu feilen, zu jagen und bis in die Nacht im Bandraum rum zu sitzen. Alles rund um Gitarre war einfach toll.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Seit zwei Jahren spiele ich auf einer Fender Strat über ein Blackface Deluxe Reverb. Die Strat ist eine sehr dynamische Gitarre, sie reagiert enorm auf die Spielweise und bietet auch ohne Effektpedale ein breites Klangspektrum.
Der Deluxe-Amp hat genug Power um einen kleinen Raum zu beschallen, bringt aber auch in den gemässigten Lautstärken genug Charakter rüber. Man muss nicht wie bei manch anderem Amp feinmotorisch ausserordentlich geschickt sein, um die richtige Lautstärke zu finden.
Meine zweite Gitarre ist eine Fender Jaguar Made in Japan mit wunderschönem Klang. Sie braucht etwas mehr Boost als die Strat damit sie ihren Sound entfalten kann. Sie ist eigenwilliger, der Halspickup tönt etwas dunkler und weniger perlig als bei der Strat. Beim Steg der Jaguar muss man aufpassen, dass die Saiten nicht rausspringen wenn man mal richtig reinhaut. Meine älteste Gitarre ist eine Tennessee Westerngitarre, die sich für Ideenskizzen oder sonstiges Klimperklamper gut eignet. Etwas jünger und edler ist die Furch mit Cutaway und Tonabnehmer. Sie hat einen sehr schönen Klang, lässt sich sehr gut spielen und hat schon so manches miterlebt!

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Eine grosse Begeisterung für die Musik und die Motivation Musik auch selbst machen zu können. Als Anfänger beim Nachspielen von Stücken war es wichtig sich Schritt für Schritt an ein Stück heranzutasten. Ich freute mich jeweils über jeden Ton, den ich dazulernte. Mit anderen Leuten zusammen zu spielen hat mich ebenfalls weiter vorangebracht.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Gitarre hat praktisch aus allen musikalischen Richtungen ihre Helden gefeiert. Kaum ein anderes Instrument ist so vielseitig und passt sich seinem Künstler so gut an. Sie bietet unerschöpfliche Möglichkeiten.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Die Motivation des Schülers steht für mich im Vordergrund. Es nützt nichts, Kirchentonleitern oder komplizierte Pickin’-Techniken auszuchecken, wenn man einfach bei einem Lagerfeuer mit der Gitarre ein wenig Musik machen möchte. Die musikalische Vorgeschichte eines Schülers ist dabei auch sehr entscheidend. Es ist für Schüler und Lehrer sehr hilfreich, wenn man an das Vorwissen anknüpfen kann und sei es nur das eine Musikstück, das man sich so gerne anhört. Wer gerne Musik hört oder tanzt, trägt schon eine gewisse Musikalität in sich.
Ein weiterer Punkt ist der Wohlfühlfaktor: Beim Instrumentalunterricht kann man sich nicht hinter seinen Mitschülern verkriechen und mal schauen, was die anderen so machen. Man ist der Lehrperson total ausgestellt. Deshalb ist es wichtig, eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen und wenn mal etwas nicht ganz klappt, genügend Zeit geben.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Wie gesagt ist es wichtig die vorhandenen Kenntnisse eines Schülers zu analysieren und darauf aufzubauen. Ebenso wichtig ist es herauszufinden, welche Motivation der Schüler hat. Es kann sehr hilfreich sein sich ein Ziel zu setzen und dieses zu verfolgen. Vielleicht möchte man einem Freund etwas vorspielen oder an den nächsten Weihnachten seine Eltern mit einem Ständchen überraschen. Solche Ziele tönen vielleicht etwas platt, sind aber eine gute Motivation um dran zu bleiben.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern ist ein strukturiertes Vorgehen wichtiger als bei Erwachsenen. Es gibt viele Lehrbücher auf dem Markt, die dem Unterricht eine gute Grundlage bieten können. Ohne Freude und Faszination bringt jedoch das beste Lehrmittel nicht viel. Deshalb ist es wichtig den Kindern auch mal etwas einfaches, z.B. ein typisches Rockriff oder was witziges auf der Gitarre zu zeigen. Kurzum braucht jedes Kind (aber auch jeder Erwachsene) Erfolgserlebnisse, welche einem weiter vorantreiben. Durch meine langjährige Tätigkeit als Heilpädagoge bin ich mit den Lernprozessen, den Sorgen und Freuden der Kinder eigentlich sehr vertraut.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Im Sommer 2010 organisierten wir ohne Hilfe mitten in der Sommerpause eine Club-Tour durch Deutschland. Wir waren noch recht grün hinter den Ohren und mussten noch viel lernen. Wir waren mit zwei befreundeten Bands unterwegs und waren insgesamt etwa 15 Leute. Es war ein wenig wie ein Klassenlager mit allen Stories die dazu gehören. Wir spielten in Essen, Berlin, Hamburg und Chemnitz. Neben den Konzerten war es einfach auch toll mit den Leuten unterwegs zu sein und den Sommer zu geniessen.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Möglicherweise die Plattentaufe im Palace oder im Vorprogramm von Young Gods am Kulturfestival in St.Gallen.

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Dem Drummer von Honey for Petzi oder Simon Green von Bonobo. Der Mensch neigt ja zur Bequemlichkeit. Ich würde einfach ein Akkord schrummen und ihnen den Rest überlassen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Vermutlich Meddle von Pink Floyd. Es ist nicht so, dass ich die Platte täglich höre. Es kann gut sein dass ich mal 2 Jahre kaum etwas von Pink Floyd höre. Es war aber nie einfach eine Phase, die dann mal vorüberging. Von Meddle war ich schon als 12-jähriger begeistert und das zog sich praktisch durch alle Lebensabschnitte hindurch.

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Meine Band funktioniert in kleineren Clubs eigentlich fast besser. In naher Vergangenheit waren LaCatrina, Bar3000 oder Portier Winterthur schöne Konzerte. Im Helsinki oder Bundeshaus zu spielen wäre sicher mal toll.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Freundin, Familie, Freunde, Velo, Ping Pong, Tennis, gutes Essen…


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