Gitarre, E-Gitarre, Akustische Gitarre und Westerngitarre lernen bei

Urs Gilgen

Elektrische und akustische Gitarre, Banjo, Songwriting

Urs Gilgen spielt Gitarre und Banjo. Derzeit hauptsächlich in der Berner Mundart-Rockband «Kummerbuben». Er hat div. Tonträger eingespielt und mit produziert, zahlreiche Live-Konzerte im In- und Ausland gegeben und Lieder für Radio und Film geschrieben.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790.0

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Urs Gilgen

Standort

Speichergasse 4
3011 Bern

Instrument

Gitarre, E-Gitarre, Akustische Gitarre und Westerngitarre

Musikstil

Rock, Blues, Country, Folk, Pop und Gipsy

Niveau

Fortgeschrittene und Anfänger

Sprache

Deutsch, Englisch und Französisch

Alter

Urs Gilgen unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 15 Jahren

Interview mit Urs Gilgen

Welcher Musiker hat dich am meisten beeinflusst?
Tom Waits, weil keiner das Schöne und das Wilde eindrücklicher verbindet.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer?
Querdenken zwischen Stilen und Techniken. Auf das zu konzentrieren, was erreichbar ist.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Das war in den Achtzigern, damals galten Punk und Hardrock als schwer modisch. Für Gitarristen waren Lautstärke und muskulöse Unterarme fast wichtiger als filigrane Spieltechniken. Ich machte da kurz mit bei dieser Party. Doch dann blickte ich noch etwas mehr in die Geschichte und entdeckte die Musik der Sechziger und Siebziger. Surf, Folk und Psychedelik, das ist mir bis heute geblieben. Vieles habe ich mir selbst beigebracht. Zwischendurch habe ich mal den passenden Lehrer besucht.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Hauptsächlich Fender-Zeugs, wenn es elektrisch sein soll. Mit Vorzug alte Geräte. Daneben aber auch allerlei zusammengebasteltes Material und akustische Instrumente bis hin zu Computerprogrammen.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ehrgeiz etwas zu beherrschen, eine Technik, ein Lick, ein Muster. Immer mit dem Ziel, einen Song daraus zu machen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Gitarre bietet die Möglichkeit, von ganz akustisch und trocken bis total effektdurchsetzt und verfremdet zu spielen. Sie passt irgendwie in jeden Stil und kann ebenso leiten wie begleiten.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
SchülerInnen sollten das spielen, was sie persönlich interessiert und wo sie Anknüpfungspunkte haben. Auf biegen und brechen Bach zu üben macht keinen Sinn. Aber man kann mal Bach bringen, um Zusammenhänge aufzudecken. Fingerfertigkeit ist das Eine, die Dinge zu durchschauen das Andere. Ich helfe den Leuten, ihren Stil zu suchen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und das spielen zu lernen, worauf sie Spass haben. Dass ich selber keine Hemmungen vor jeglichen Stilen habe, hilft mir dabei.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Musikstunden sollten individuell gestaltet sein, je nach Schüler/in. Grundsätzlich braucht es aber mehrere Teile, nicht nur ein Thema pro Lektion. Schwieriges, Theoretisches eher am Anfang. Und möglichst nicht nur vor- und nachspielen, sondern auch zusammen spielen. Sinnvoll ist auch, von Beispielen auszugehen, Bands, Songs, etc.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Je nach Alter anders.Aber ich bin sicher keiner, der auf Drill setzt. Bei dem ansetzen, was sie kennen: Lieder, Melodien.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Das beste war wohl schon, als ich zum ersten Mal einen selber geschriebenen Song am Radio gehört habe. Ich sass im Auto und musste grad kurz anhalten.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
In Deutschland gibt es ganz grosse Bühnen. Davon habe ich welche gesehen. Aber ein voller Bundesplatz in Bern macht auch Eindruck.

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Marc Ribot, weil es bei ihm keine Stile mehr gibt und er die Kunst beherrscht, das zu spielen, was man nicht erwartet.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ach, das ändert doch immer wieder. Im Moment wohl eine von Joe Henry. Oder dann eine von Miles Davis, da entdeckt man immer wieder was Neues. Oder dann halt eine von Tom Waits, der ist so hilfreich in vielen Gemütslagen.

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten? 
Das Café Mokka in Thun ist glaub ich das Beste.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Radio machen. Kinder hüten.