Music class that suits you

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Learn to piano and singing with

Alex Ruef

Klavier und Gesang / Korrepetition für SängerInnen

Alex Ruef ist ein erfahrener Coach für das Opernrepertoire. Er arbeitet u.a. bei den Bayreuther Festspielen und der Opéra National de Paris. Mit seiner humorvollen und effektiven Methode coacht er erfolgreich Partien für die Bretter der Welt in Oper und Musical.

Cost

10 lesson(s) 45 min. each : CHF 790


Location

Zeughausgasse 22
3011 Bern

Instrument

Piano and singing

Music style

Classical, musical, chanson, pop and folkmusic

Level

Master

Language

German, English, French and Italian


I can teach you

Mein Unterricht richtet sich an Sängerinnen und Sänger, welche sich spezifisch auf ihre Rollen vorbereiten müssen. Innerhalb kürzester Zeit kann ich komplizierte Opernpartien so "vereinfachen", dass sie sehr lange im Gedächtnis bleiben. Das Lied- und Konzertrepertoire ist mir auch bekannt. Zudem biete ich als ehemaliger Studienleiter eine optimale Vorbereitung für Auditions und Vorsingen im klassischen Bereich sowie für Musical. Durch meine grosse Bandbreite insbesondere im Bereich musikalisches Kabarett und Chansons liebe ich es, Ideen für eine zeigemässe Umsetzung der zeitlosen Texte zu erfinden. Auch unterrichte ich mit grossem Spass Gesangs- sowie Dirigierstudierende, um sie optimal für ein erstes Engagement vorzubereiten. Auch Intsrumentalisten coache ich gerne für ihr Probespiel.

Education

Musikschule Oberland Ost, Klavierunterricht, Brigitte Brunner

Konservatorium Bern, Jungstudent, Erika Radermacher

Hochschule der Künste Bern (HKB), Konzertdiplom Klavier, Erika Radermacher

Pädagogische Hochschule Bern, Studium Lehramt Sek II

HKB, Dirigierunterricht, Dominique Roggen

HKB, Unterricht in Jazz Piano, William Evans

Privat, Gesangsstunden, Robin Adams und Irène Friedli

Bands / formations I have played in

I love to teach you songs / works from these artists / composers

Richard Strauss, Richard Wagner, Leos Janacek, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schreker, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Edith Piaf, Hildegard Knef and Stephen Sondheim

Alex Ruef

Interview with Alex Ruef

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Mich beeindruckt jede Musikerin und jeder Musiker. Denn die Musik hinterlässt immer Spuren, egal, wie sie klingt. Soll ich jedoch jemanden nennen, ist es wohl am ehesten Edith Piaf. Ihre unglaubliche Auseinandersetzung mit dem Text, bevor sie ihn dann in Musik transportiert, lässt keines ihrer Tondokumente banal klingen. Davon können sich OpernsängerInnen, Chansonniers und PopsängerInnen sowie wir alle eine Scheibe abschneiden. Niemals banal musizieren.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
So tun als ob man es sehr gut könne. Oft fehlt die Zeit, pro Saison 20 Opern oder mehr perfekt zu lernen. Deshalb müssen wir Repetitoren immer so tun, als ob. Das führt nicht zu Schludrigkeit, sondern zu einer grösseren Sichtweite über Werke, die oft mehr als 4 Stunden dauern. Vom grossen Bogen her gedacht, machen die kleinen Details dann deutlich mehr Sinn und sind dadruch nachhaltiger.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Bei uns zu Hause stand ein Klavier und meine Eltern bekamen mich nicht weg davon. Besonders, wenn ich zur Krimizeit weiterspielen wollte. Die Freude steigerte sich, als ich im Handörgeliclub Brienz eintrat und dadurch von der klassischen Musik in die volkstümliche hin und her wechselte. Beide Genres können voneinander profitieren. So liebe ich heute auch Musical und Pop, ohne die Klassik zu verteufeln.

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Ich habe acht Jahre meinen Bösendorfer-Flügel mühsam abbezahlt. Er ist mir zu einem günstigen Preis von einer alten Dame verkauft worden und eines der schönsten und lebendigsten Instrumente, die ich kenne. Zu Hause übe ich auf einem Keyboard, um die Nachbarn zu schonen. Die Rückkehr auf den Flügel ist dadurch dann viel schöner.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Nicht immer alles so engstirnig zu sehen. Geht es nicht auf eine Weise, probiert man eine andere.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Es kann zaubern. Ein Klavier kann wie ein ganzes Orchester klingen.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Eine meiner wichtigsten Fragen, wenn ich selbst in den Unterricht gehe, ist: Werde ich durch den Unterricht grösser?
Ein Unterricht, in dem ich kleiner gemacht werde, breche ich sofort ab. Das kann auch passieren, wenn ich nicht gefordert werde und meine Ideen nicht hinterfragt werden. Die Balance zwischen Bestätigung und Herausforderung für mich, ist der Schlüssel für einen guten Unterricht, welchen ich auch umzusetzen versuche.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich möchte zuerst die Erwartungen klären. Einige Sängerinnen und Sänger brauchen nur eine kleine Auffrischung ihrer Rolle, andere wollen jeden Ton und jede Phrase zwanzig Mal wiederholen, wieder andere wollen erst am Text arbeiten und dann mit dem harmonischen Konstrukt lernen. Es kommt auch immer auf die Stilrichtung an. Gerade bei zeitgenössischer Musik sind oft unkonventionelle Konzepte gefragt. Prinzipiell biete ich aber immer am Ende der Stunde ein Übetape an, um zu Hause weitermachen zu können, wenn man will.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern steht der Spass an oberster Stelle. Ich versuche, alles in ein Spiel zu drehen. Kannst du diesen Takt so langsam wie möglich spielen? Und so leise wie möglich? Nächste Woche musst du mich einmal überraschen! Spiele es so, dass ich nicht mehr weiss, welches Stück es ist.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker und warum?
Immer ein tolles Erlebnis ist es, in Paris zu arbeiten und zu merken, dass die dort nichts anders machen als alle anderen MusikerInnen auf der ganzen Welt.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Mit den Wiener Philharmonikern an den Salzburger Festspielen. Ich spielte den Klavierpart in Strauss "Bürger als Edelmann" und "Ariadne".

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Mit Tim Fischer. Der deutsche Chansonier kann mir immer eine Gänsehaut verpassen und mich so zum Lachen bringen, bis es weh tut. Und das noch gleichzeitig! Ich würde gerne wissen, wie er das schafft und wie er dabei in der Vorbereitung vorgeht.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Die Aufnahme des 2. Klavierkonzerts von Brahms, gespielt von Geza Anda. Es war meine erste CD, die ich von meinem Taschengeld kaufte und bis heute meine Lieblingsaufnahme. Noch kenne ich niemanden, der das so ergreifend spielt wie er. 

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Die Atmosphäre in Bayreuth ist einmalig. Obwohl ich nicht auf der Bühne, sondern unten im Graben spiele. Ein weiterer Traum ist ein Schubert-Abend in einem Planetarium.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Die Abwechslung. Nur Skifahren ist langweilig, wenn man nicht ab und zu schlittelt. Der Brienzersee ist nicht mehr so kalt, wenn man direkt nach der Wanderung hineinspringt.


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