Kontrabass, E-Bass und Bass lernen bei:

Marc Jenny

Kontrabass, E-Bass & Musiksoftware

Marc Jenny pflegt eine rege Konzerttätigkeit in unterschiedlichsten musikalischen Kontexten, mit herzhaftem Spiel, offenen Ohren und einer enthusiastischen Bühnenpräsenz.

Preis

10 Lektionen an 45 Minuten: CHF 840.00

Standort

Bienenstrasse 13
8004 Zürich

Instrumente

Kontrabass, E-Bass und Bass

Musikstile

Elektronische Musik, Worldmusic, Singer-Songwriter, Pop, Soul, Jazz, Klassik und Improvisierte Musik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Unterrichtssprachen

Englisch und Deutsch

Das bringe ich dir bei

• Verschiedene Techniken für Kontrabass und E-Bass, Spiel mit dem Bogen und gezupft, spezielle Sounds und Spieltechniken • Musiktheorie, Rhythmik-Grundlagen, Improvisation, Rhythmusgefühl, Songgefühl, Auswendiglernen von Stücken • Computermusik-Grundlagen, Umgang mit verschiedenen Programmen, Loopen, Effekte, Aufnahme und Schnitt, Midi-Steuerung, eigene Midi-Controller bauen • Band/Ensemble-Spiel, Bandpsychologie, Musikbusiness-Tipps

Ausbildung

  • Jazzschule St. Gallen, Allgemeine Abteilung
    Hochschule Luzern Musik, Bachelor of Arts in Music Kontrabass klassisch, Dieter Lange
    Hochschule Luzern Musik, Master of Music and Arts Performance, Lucas Niggli u.v.m.

In diesen Bands habe ich gespielt

Kimm Triohp-3Honey Pie, Jack Stoiker

Stücke von diesen Künstlern bringe ich dir am liebsten bei

Lucas Niggli u.v.m., Gerry Hemmingway, Marc Feldmann, Christoph Ogiermann, Jennifer Walshe, Rabih-Abou Khalil, Elliott Sharp, Kompositionen und Konzepte im Bereich Improvisation von: Michel Godard, Alice Cooper und viele mehr, Daft Punk, Bill Frisell, Lenny Kravitz, U2, Ska-P, Maroon 5, Sting, Earth Wind & Fire, Beatles, Sade, Stevie Wonder, Marvin Gaye, Pop/Rock/Soul: Motown, klassische Stücke von verschiedenen Komponisten und Jazztunes & Standards von verschiedenen Komponisten

Marc Jenny

Interview mit Marc

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Es ist ein unglaubliches Glück, dass ich seit gut 15 Jahren als Musiker wirken kann. In dieser Zeit habe ich mit so vielen verschiedenen, unglaublich guten, irritierend miesen, sympathischen, autistischen, jungen, arrivierten, talentierten, pipapo-MusikerInnen spielen dürfen. Sie alle haben mich geprägt und weitergebracht. Immer wieder motivierten mich auch fantastische Lehrer… Das alles auf ein paar Namen herunter zu brechen wäre nicht angebracht. Wichtig war für mich immer die eigene Offenheit – die mir von vielen vorgelebt wurde und um die ich mich immer wieder selber bemühe. So bleibt die Musik lebendig.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Noch besser als alle anderen kann ich nicht! Was mich ausmacht, ist ein breites Interesse und eine grosse Erfahrung in der Musik als Ganzes. Ich bin in den letzten Jahren vielem nachgegangen, habe eine breite Palette von Stilen gespielt und mich an unzähligen Konzerten in verschiedensten Bands und Projekten betätigt. Immer mehr auch in interdisziplinären Kontexten – Musik kombiniert mit Tanz, Poetry Slam, Videokunst, Filmvertonung etc. Dabei habe ich entdeckt, wie gute Musik alles durchdringt. Stilistische Grenzen werden unwichtig, wenn es um die musikalischen Grundzutaten geht: Sound, Groove, Harmonie, Melodie, Technik, Mut und Fun... In dieser breiten Erfahrung liegt mein Schwerpunkt: Bei einem ganzheitlichen Verständnis von Musik!

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Als ich mir die Tage noch mit Fussballspielen und Velölen um die Ohren schlug, wurde ein Konzert von Stefan Eicher im Theater National auf DRS 3 übertragen. Dabei coverte er Bälpmoos – ein Song der damals noch unbekannten Patent Ochsner. Ich hörte die Basslinie, zugegebenermassen unglaublich simpel, und fasste den Entschluss, Bassist zu werden. Der Song „Bälpmoos“ handelt vom Wunsch, endlich aufzubrechen. Mich hat er auch auf den Weg geschickt.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Am wichtigsten ist ein gutes Instrument – das gilt speziell beim Kontrabass. Man muss sich in den Klang verlieben. Und dann bleibt man sich ewig treu. Sozusagen… Und auch beim E-Bass ist es mir wichtig, dass das haptische Spielgefühl stimmt. Es muss sich gut anfühlen. Mir liegen z.B. Fender Bässe gut in der Hand. Mein Kontrabass wurde vor fünf Jahren von Jean Auray in Frankreich gebaut. Verstärken tu ich ihn über den Fishman Full-Circle Tonabnehmer mit einem Bose L1-System. Das produziert einen relativ natürlichen Klang bis zu einer Lautstärke, wo man noch gut in den meisten Bands mitmag. Mit den Kleinen von Gallien Krüger und Markbass krieg ich auch meistens einen guten Sound hin.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Grosszügigkeit mir selbst gegenüber. Das hilft mir, meine Ungeduld in Schach zu halten, Motivationstiefs heil zu überstehen und nicht perfekt sein zu müssen. So öffnet sich ein grosser Spielplatz auf dem ich selber herauszufinden kann, was mir Spass macht. Wenn ich an etwas dranbleiben möchte, dann strukturiere ich das Üben. Ich zerlege Aufgaben in erfassbare Teile. Diese übe ich regelmässig und entspannt.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das sind natürlich die philosophischen Komponenten: Tragen, Stützen, Zusammenhalten… Grundton! Aber etwas konkreter: Beim Bass fasziniert das Zusammenspiel von Rhythmus und Harmonie. Es groovt und es soundet! Mir persönlich gefällt auch das Körperliche beim Bassspielen. Man kann so richtig reinliegen. Und immer wartet, wie ein sicherer Hafen, die Aufgabe auf uns Tieftonerzeuger. Wir begleiten –verspielt, pfundig, inspirierend, solid, diskret, melodisch, harmonisch und rhythmisch… Welches andere Instrument kann das schon? Höchstens vielleicht noch die bengalische Wurfzither.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten? 
Die Motivation und die Freude kommen an erster Stelle. Sie sollen nicht zugemüllt werden – auch nicht mit noch so gut gemeinten Ratschlägen. Und sie sollen gefördert werden – mit guten Ratschlägen. Diese Gratwanderung versuche ich mit viel Sensibilität und ohne dogmatisch zu sein. Beim Erlernen eines Instruments spielen persönliche Präferenzen immer eine Rolle. Es gibt selten ein richtig oder falsch. Deshalb unterstütze ich die Lernenden darin, auch selber aktiv zu werden, eigene Ideen einzubringen und eigene Wege zu finden. Sei das beim Komponieren einer eigenen Basslinie, bei einer kleinen Improvisation, bei der Lösung eines technischen Problems oder beim Entwickeln von spezifischen Übungen. Längerfristig soll mein Unterricht eine Anleitung zum selbständigen Üben sein. Offene Fragen gibt es dann immer noch genug.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Für einmal fasse ich mich kurz: Ganz individuell auf die verschiedenen Bedürfnisse der Lernenden abgestimmt.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Wenn ein Kind bereits Bass lernen möchte, dann verneige ich mich tief, freue mich und versuche, die Motivation zu kanalisieren. Das gleiche gilt übrigens für Erwachsene und Jugendliche und Senioren.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Zu viele unvergessliche Erlebnisse!

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Mit den Jahren habe ich mich auf so fast allen Bühnen verlaufen (Festivals St. Gallen, Gurten, Gampel, usw.) – ich schätze aber je länger je mehr die kleinen Orte: Kellerclubs, Kleintheater, Wohnzimmer, Zugabteil etc…

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Da gäbe es einige. Die meisten kennen nicht einmal meinen Namen… Doch irgendwie hat ja jede musikalische Begegnung etwas ungemein Faszinierendes. Mit anderen Menschen Musik zu machen – unabhängig von Fähigkeiten und Präferenzen – ist jedes Mal eine Freude.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Meine Festplatte: Prince, Sade, Mano Chao, Squarepusher, Carlos Bica, Brian Blade, Antony, Janis Ian, Frank Proto, Barry Guy, Nils Frahm, Nine Horses, Marillion, Glen Hansard, Daft Punk, Michael Moore, Talk Talk, Arvo Pärt, Big Bang, Anouar Brahem, Cannonball, Oregon, Fury in the Slaughterhouse, Mahler, Sting, Züri West, Supertramp, Renaud Garcia-Fons, Remy Shand…

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Unterwegs sein, Freunde und Familie, Velo und Bücher, Kochen und Tanzen, gesellschaftliche und politische Fragen

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