Instrumentor

Prendre des cours de violoncelle avec

Francesco Massimino

Cello & Kammermusik für Klassik

International tätiger Cellist des Trio Concept mit Konzertauftritten in Europas führenden Konzertsälen.

Prix

10 leçons de 45 min.: CHF 1050

Pour les enfants, des leçons de 30 minutes sont également possibles.

portrait de Francesco Massimino

Lieu

Kaserne
4057 Basel

Francesco Massimino propose également un téléenseignement.

Comment téléenseignement fonctionne-t-il pour nous?

Instrument

Violoncelle

Style musical

Classique, baroque, romantisme, musique contemporaine et musique de chambre

Niveau

Débutant, Avancé et Professionnel

Langue

Italien et anglais

Âge

Francesco Massimino enseigne aux élèves à partir de 5 ans

Interview avec Francesco Massimino

Welcher Musikerin hat dich am meisten beeinflusst?
Es ist schwer, nur eine einzige Person zu nennen, denn ich habe immer von vielen verschiedenen Musikerinnen und Musikern gelernt. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich Pablo Casals nennen. Was mich an ihm besonders inspiriert, ist nicht nur sein aussergewöhnlicher Klang, sondern auch seine Ehrlichkeit, seine Neugier und seine Menschlichkeit.

Den grössten Einfluss auf mich hatte jedoch die Kammermusik selbst. Mehr als zehn Jahre lang mit dem Trio Concept zu arbeiten, hat mir gezeigt, dass Musik vor allem eine Sprache ist. Jede Probe war eine Gelegenheit, Ideen zu hinterfragen, genauer zuzuhören und neue Perspektiven zu entdecken. Diese ständige Suche hat mich als Musiker weit mehr geprägt als das blosse Üben des Cellos.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als andere Lehrer*innen?
Vor allem möchte ich meinen Schülerinnen und Schülern zeigen, wie Musik wirklich kommuniziert.

Seit mehr als zehn Jahren steht die Kammermusik im Mittelpunkt meines musikalischen Lebens. Als Mitglied des Trio Concept habe ich Tausende von Stunden damit verbracht, gemeinsam mit meinen Kollegen jede musikalische Einzelheit zu hinterfragen, zu diskutieren und zu verfeinern – nicht nur was wir spielen, sondern vor allem warum.

Diese Erfahrung hat meine Sicht auf Musik grundlegend verändert. Ich habe gelernt, dass eine überzeugende Interpretation nicht allein durch Technik entsteht, sondern durch das Verständnis dafür, wie jede Phrase, jede Pause, jede Klangfarbe und jede musikalische Geste Teil einer Geschichte wird.

Natürlich ist Technik unverzichtbar, und wir werden sorgfältig daran arbeiten. Aber Technik sollte niemals das eigentliche Ziel sein. Sie soll uns die Freiheit geben, uns natürlich auszudrücken und Musik wirklich sprechen zu lassen.

Mein grösstes Ziel als Lehrer ist es nicht nur, Menschen dabei zu helfen, besser Cello zu spielen, sondern ihnen zu helfen, neugierige, reflektierte und ausdrucksstarke Musikerinnen und Musiker zu werden. Ganz gleich, ob jemand Anfänger*in oder bereits fortgeschritten ist – ich möchte, dass jede Unterrichtsstunde dazu beiträgt, die Musik tiefer zu verstehen und nicht nur das Instrument.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich begann mit vier Jahren nach der Suzuki-Methode Cello zu spielen. Heute wird mir immer bewusster, wie prägend dieser Anfang war. Noch bevor ich Noten lesen konnte, lernte ich zuzuhören, nachzuahmen und Musik ganz selbstverständlich zu erleben – fast so, wie man eine Sprache lernt.

Zu meinen frühesten Erinnerungen gehört der Versuch, Melodien ausschliesslich nach Gehör nachzuspielen. Bis heute erinnert mich das daran, dass Musik immer zuerst mit dem Zuhören beginnt, bevor wir sie analysieren.

Wie gehst du vor, wenn du selbst einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich würde mich nicht als Komponisten bezeichnen. Wenn ich musikalische Ideen entwickle, beginne ich jedoch immer mit dem Hören und nicht mit der Theorie.

Mich fasziniert, wie sich aus einer einfachen musikalischen Idee etwas Ausdrucksstarkes entwickeln kann. Mein Ansatz ähnelt deshalb sehr der Kammermusik: ausprobieren, hinterfragen, verfeinern und den Ideen erlauben, sich organisch zu entfalten, anstatt sie zu erzwingen.

Auf welchem Instrument spielst du heute?
Ich spiele ein modernes italienisches Violoncello, das mir eine grosse Vielfalt an Klangfarben ermöglicht und gleichzeitig die Flexibilität bietet, die für Kammermusik unerlässlich ist.

Im Laufe der Jahre habe ich ausserdem erkannt, dass das Instrument selbst nur ein Teil des Ganzen ist. Genauso wichtig ist es, ein gesundes körperliches Verhältnis zum Instrument zu entwickeln, sodass die Technik natürlich wird und der Körper frei bleibt, musikalische Ideen ohne unnötige Spannungen auszudrücken.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Neugier.

Anstatt Dinge einfach mechanisch zu wiederholen, wollte ich immer verstehen, warum eine Phrase funktioniert, warum uns ein bestimmter Klang berührt oder weshalb ein Komponist sich für eine bestimmte musikalische Geste entschieden hat.

Diese Neugier hat das Üben für mich über viele Jahre hinweg spannend gehalten und ist bis heute die wichtigste Triebkraft meiner musikalischen Entwicklung.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Violoncello kommt der menschlichen Stimme vielleicht näher als jedes andere Instrument.

Sein Tonumfang ermöglicht es ihm, wie ein Sopran zu singen, wie ein Tenor zu sprechen und zugleich die Tiefe eines Basses zu besitzen. Nur wenige Instrumente verbinden Melodie, Harmonie und Rhythmus so selbstverständlich und bleiben dabei so ausdrucksstark.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
An erster Stelle steht für mich, dass meine Schülerinnen und Schüler die Schönheit der Musik entdecken, die sie spielen.

Technik ist zwar unverzichtbar, aber sie ist niemals das eigentliche Ziel. Ich bin überzeugt, dass Menschen viel schneller Fortschritte machen, wenn sie verstehen, was sie ausdrücken möchten und warum ein Werk so geschrieben wurde, wie es ist.

Ebenso wichtig ist mir ein gesundes Verhältnis zum Instrument. Durch meine Tätigkeit als Konzertcellist habe ich gelernt, wie entscheidend eine natürliche Haltung, effiziente Bewegungsabläufe und das Vermeiden unnötiger Spannung sind – nicht nur, um Verletzungen vorzubeugen, sondern auch, damit sich das Musizieren frei und selbstverständlich anfühlt.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Jede Schülerin und jeder Schüler ist anders, deshalb passe ich meinen Unterricht individuell an.

In der Regel besteht eine Unterrichtsstunde aus drei Bausteinen. Zunächst arbeiten wir an einer soliden technischen Grundlage, die immer in direktem Zusammenhang mit dem Repertoire steht. Anschliessend beschäftigen wir uns mit den musikalischen Ideen hinter dem Werk – seiner Form, seiner Phrasierung, seiner Harmonik und seinem Charakter. Zum Schluss widmen wir uns der musikalischen Kommunikation: Wie kann eine Phrase lebendig, überzeugend und persönlich werden?

Mein Ziel ist es, dass jede Unterrichtsstunde nicht nur praktische Werkzeuge vermittelt, sondern auch neue Inspiration mit auf den Weg gibt.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Da ich selbst nach der Suzuki-Methode begonnen habe, bin ich überzeugt, dass Kinder am besten durch Neugier, Nachahmung und Freude lernen.

Mein Ziel ist es, eine entspannte und motivierende Atmosphäre zu schaffen, in der Kinder Musik ganz natürlich entdecken können. Gleichzeitig entwickeln sie Schritt für Schritt eine solide technische Grundlage und eine echte Liebe zur Musik. Ich möchte, dass sie das Violoncello nicht als Pflicht erleben, sondern als etwas, worauf sie sich freuen.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Der Erhalt des Yves Paternot Prize beim Verbier Festival mit dem Trio Concept gehört sicherlich zu den bewegendsten Momenten meiner bisherigen Laufbahn.

Nicht nur die Auszeichnung selbst war etwas Besonderes, sondern vor allem das Gefühl, dass sie das Ergebnis vieler gemeinsamer Jahre voller Vertrauen, harter Arbeit und künstlerischer Entwicklung war. Solche Momente erinnern einen daran, dass jeder Erfolg in der Musik auf Tausenden von Stunden beruht, die niemand sieht.

Was war die grösste Bühne oder der bedeutendste Konzertsaal, auf der/dem du bisher gespielt hast?
Ich hatte das Privileg, in einigen der renommiertesten Konzertsäle Europas aufzutreten, darunter der Musikverein Wien, die Elbphilharmonie Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam, das Barbican Centre London, die Tonhalle Zürich und das Stadtcasino Basel.

Jeder Saal besitzt seine eigene Persönlichkeit. Es begeistert mich immer wieder aufs Neue zu erleben, wie dieselbe Musik je nach Akustik und Atmosphäre eine ganz andere Wirkung entfalten kann.

Mit welcher Musikerin oder welchem Musiker würdest du gerne einmal zusammen spielen?
Steven Isserlis.

Ich bewundere seine Fantasie, seine Neugier und seine Grosszügigkeit als Musiker zutiefst. Er erinnert uns immer wieder daran, dass technische Meisterschaft erst dann wirklich Bedeutung gewinnt, wenn sie einer ehrlichen und authentischen musikalischen Aussage dient.

Welche eine Platte würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Wahrscheinlich eine Aufnahme der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach.

Egal, wie oft ich sie höre – ich entdecke jedes Mal etwas Neues. Sie vereinen auf einzigartige Weise Schlichtheit, Tiefe und Menschlichkeit und würden mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder wo spielst du besonders gerne?
Jeder Konzertsaal hat seinen eigenen Reiz, besonders schätze ich jedoch Säle, in denen eine unmittelbare Verbindung zum Publikum entsteht.

Ein Traum wäre es, regelmässig in Häusern wie der Carnegie Hall in New York oder der Suntory Hall in Tokio aufzutreten. Diese Bühnen stehen für einige der grössten Konzerttraditionen der Welt und haben Generationen aussergewöhnlicher Musiker geprägt.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Die Natur spielt für mich eine sehr wichtige Rolle. Ich gehe gerne wandern und verbringe viel Zeit draussen, besonders nach längeren Konzertreisen. Die Natur hilft mir, zur Ruhe zu kommen, bewusster wahrzunehmen und neugierig zu bleiben – Eigenschaften, die ich auch in meine musikalische Arbeit mitnehme.

Ausserdem liebe ich es, neue Orte zu entdecken, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen und ständig dazuzulernen. Neugier ist für mich eine der wichtigsten Triebfedern – sowohl im Leben als auch in der Musik.