Instrumentor

Prendre des cours de guitare électrique, guitare acoustique, guitare et songwriting avec

Mathias Hauser

Gehörbildung, Sounddesign, kreativer Umgang mit Effekten, Recording und experimentelle Spieltechniken

Mathias Hauser malt Musik und komponiert Bilder, mag Experimente jeglicher Art und glaubt an die Nichtexistenz der Stille.

Prix

10 leçons de 45 min.: CHF 840

Pour les enfants, des leçons de 30 minutes sont également possibles.

portrait de Mathias Hauser (photo : Fabienne Gantenbein)

Photo: Fabienne Gantenbein

Lieu

Baslerstrasse 30
8048 Zürich

Instrument

Guitare électrique, guitare acoustique, guitare et songwriting

Style musical

Alternatif, musique expérimentale et improvisation libre

Niveau

Débutant et Avancé

Langue

Allemand et anglais

Âge

Mathias Hauser enseigne aux élèves à partir de 6 ans

Interview avec Mathias Hauser

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Ich entdecke unglaublich gerne immer wieder neue Musik und recherchiere mich durch Genres, die ich noch nicht gut kenne. Dort finde ich einen Grossteil meiner Inspiration. Es ist eine endlose Liste von Musiker*innen, die mich geprägt und inspiriert haben. Dazu gehören zu einem grossen Teil auch Freund*innen, mit denen ich zusammenarbeite oder die in meiner Bubble umhergeistern.

Es ist das Neue, das Unvorhersehbare, das mich reizt. Artists wie Radiohead, Björk, Aphex Twin, Autechre, Beatles, Meshuggah, Miles Davis, John Coltrane, Bill Frisell, Nick Drake, Portishead oder Arca sind meine Evergreens.

Wenn Musik Zeitreisen macht, kann mich das inspirieren – muss es aber nicht. Je nach Phase meines Schaffensprozesses können Einflüsse von aussen auch weniger erwünscht sein. Dann stöbere ich eher in alten Demos oder nehme einfach ein Instrument in die Hand.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ob Anfänger*in oder Fortgeschritten – ich zeige dir Wege, wie Kopf und Instrument zueinanderfinden. Mein Raum ist voll mit Instrumenten. Neben klaren Basics auf dem Instrument darf auch experimentiert werden. Ich biete dir einen Ort voller Inspiration und arbeite oft mit einem Blick über den Tellerrand. Gerne zeige ich dir, was mit dem Instrument alles möglich sein kann.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Im Alter von sechs Jahren begann ich mit Klarinettenunterricht. Dies war meine erste Erfahrung mit einem Instrument. Erst nach zehn Jahren intensivem Klarinettenspiel entdeckte ich die Gitarre meiner Schwester – eine klassische Nylon-Gitarre. Leider fehlten vier der sechs Saiten. So machte ich erste autodidaktische Erfahrungen auf einer zweisaitigen Gitarre und merkte rasch, dass ich diese explorative Herangehensweise an ein Instrument unglaublich spannend fand.

So kam es dazu, dass ich mir meine erste sechssaitige elektrische Gitarre kaufte und alles über das Instrument wissen wollte – auch, wie man auf einer klassischen Gitarre Saiten aufzieht.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Das hängt sehr stark vom Projekt ab. Grundsätzlich bin ich aber ein grosser Verfechter von Intuition und Experimenten. Oft bin ich in meinem Studio relativ ziellos und nehme dabei permanent auf. So entsteht mit der Zeit eine grosse Bibliothek aus Sounds und Ideen.

Wenn ich ins Songwriting gehe, stöbere ich oft in dieser Sammlung und greife vielleicht eine fast schon vergessene Idee wieder auf, um daran weiterzuarbeiten. Eine Idee braucht Zeit – sowohl um überhaupt zu entstehen als auch um zu reifen. Es ist ein nahezu endloser Prozess aus Ideen finden, festhalten, wieder aufgreifen, modellieren, mit anderen Ideen zusammenführen und irgendwann abschliessen.

Ich liebe das Experiment und investiere dementsprechend viel Zeit darin. Wenn ich mit meinen Bands konkret im Studio arbeite, ist es ebenfalls eine Mischung aus Ideen weiterentwickeln und Demos ausarbeiten.

Ich habe kein Rezept fürs Songwriting und pflege die Offenheit, mich immer wieder neu darauf einzulassen, statt mich im Prozess zu wiederholen.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Mein Raum ist voll von Equipment – Gitarren, Verstärkern, Effektgeräten, Synthesizern, Drum Machines, Perkussionselementen und Studio-Gear. Ich bin ein Sammler, ich gebe es zu. Aber ich sehe in fast allem ein Instrument. Ob ein Mischpult oder ein altes Mikrofon – alles ist ein Instrument.

Ich liebe Objekte mit einer Geschichte. Deshalb habe ich viel altes Equipment und schätze auch dessen Ecken und Kanten. Ich bin Fan von kleinen Röhrenverstärkern. Besonders zum Aufnehmen eignet sich die Charakteristik von Verstärkern mit geringer Leistung sehr gut. Ich lege hohen Wert auf Klangfärbung – sei es durch Effektgeräte im Gitarrensignal oder im Signalweg eines Mikrofons.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Die stetige Suche nach klanglich neuen Gebieten und die Neugier. Der Prozess ist eine nie aufhörende Forschung. Mich interessiert weniger das, was ich bereits gemacht habe, sondern viel mehr das, was ich noch nicht gemacht habe.

Auch meine Freude am Experimentieren und Tüfteln hat mich immer wieder weitergebracht. Vom sturen Notenlesen halte ich wenig. Man sollte sich trauen, zu improvisieren und dabei Fehler zu machen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Gitarre ist ein unglaublich vielseitiges Werkzeug – spannend, interessant und voller Ecken und Kanten. Ausserdem eignet sie sich hervorragend für das Songwriting und fügt sich nach wie vor perfekt in eine Band ein.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ein angenehmes Verhältnis und ein freundlicher Umgang miteinander sind für mich die Grundlage für effizientes Arbeiten. Dazu kommt, dass ich wenig von Leistungsdruck halte. Ich möchte die Eigenheiten meiner Schüler*innen entdecken und gemeinsam mit ihnen daran arbeiten.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Sehr individuell – je nach Schüler*in. Entweder arbeiten wir an eigenen Stücken und feilen an Feinheiten oder wir lernen Grundsätzliches und bauen auf vorhandenem Material auf.

Wenn Interesse am Homerecording besteht, kann auch dieser Bereich ganz selbstverständlich in den Unterricht einfliessen.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Das Interesse und die Freude sollen im Vordergrund stehen. Mein Raum soll eine Spielwiese sein, auf der alles ausprobiert werden darf. Überall leuchtet und blinkt es – das macht neugierig.

Klar, wir lernen die Basics der Gitarre. Aber da ist noch so viel mehr. Ich lege grossen Wert auf Rhythmus, und das soll spielerisch passieren. Es ist auch möglich, im Tandem zu kommen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn Kinder gemeinsam üben können.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Mit meiner Band Strange Modes spielten wir 2024 einige unvergessliche Konzerte. Die Festivalsaison ist besonders wetterabhängig. Als wir am wunderschön verwunschenen Festival des Arcs spielten, regnete es so stark, dass das Wasser bis auf die Bühne spritzte. Während des Konzerts hatte ich kurz Angst, dass uns die Bühne jeden Moment um die Ohren fliegt. Natürlich geschah nichts. Gerade das Unwetter machte den Abend unvergesslich. Die Energie der Menschen, die geblieben waren, war so magisch wie kaum an einem anderen Konzert. Diese besondere Verbindung zum Publikum ist bei jedem Auftritt anders – und genau das macht das Live-Spielen für mich immer wieder aufs Neue spannend und inspirierend.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Mit Strange Modes am Imagine Festival auf dem Barfüsserplatz in Basel.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Mit Björk würde ich unglaublich gerne einmal gemeinsam Musik machen. Sie ist seit Jahrzehnten eine meiner grössten Inspirationen.

Ich würde auch gerne einmal einen Austausch mit Arvo Pärt haben. Ich kann mir vorstellen, dass sich schon ein Gespräch mit ihm wie Musikmachen anfühlt.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
OMG, vielleicht gar keine. Lieber einen Taperecorder, um die Insel und all ihre interessanten Geräusche aufzunehmen - und sie später als Album herauszubringen.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Wenn das als Club zählt, würde ich äusserst gerne einmal in einem Opernhaus spielen. Ansonsten stehe ich auf leere Fabrikhallen und abgrundtiefe Klippen. Ich hätte jedoch auch nichts gegen die Aktionshalle der Roten Fabrik.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Freunde, Familie, Kunst, Video, Bücher, Essen, Schlafen, Lieben.