Lezioni di pianoforte e sassofono con
Nelly Jüsten
Klavier und Saxophon für verschiedene Stile
Nelly liebt das freie, non-hierarchische Zusammenspiel und gibt diese Offenheit im Unterricht weiter. Mit einem ganzheitlichen Ansatz hilft sie Schüler*innen, Musik zu verstehen und sich ohne Druck am Instrument zu entfalten – ob mit eigenen Ideen oder anhand bekannter Stücke.
Prezzo
10 lezioni di 45 min.: CHF 790
Per i bambini, sono possibili anche lezioni di 30 minuti.
Ubicazione
Freiburgstrasse 359a
3018 Bern
Strumento
Pianoforte e sassofono
Genere musicale
Pop, jazz , blues, musica classica e improvvisazione libera
Livello
Principianti e Avanzati
Lingua
Tedesco e inglese
Età
Nelly Jüsten insegna allievi da 6 anni
T'insegno quanto segue
Generell:
- Noten lernen, nach Gehör spielen
- Jazz standards, Popstücke (ausgeschrieben oder mit Akkorden)
- Anfänger*innen Hefte, klassisches Repertoire
- Hintergrundwissen zu den jeweiligen Stücken bzgl. Harmonien, Rhythmus und Aufbau
- Improvisation in Jazz, Pop oder frei
- Klaviertechnik mit Körperbewusstsein
- Saxophonansatz, Atem und Stützübungen
- erweiterte Spieltechniken
- Zirkularatmung, Obertontechnik
Formazione
HSLU – BA in Jazz Saxophon und Klavier mit Schwerpunkt Improvisation - John Voirol, Nat Su, Magda Mayas
HKB – MA Contemporary Arts Practise – Micha Harenberg, Teresa Carrasco, Lilian Beidler
Progetti
T'insegno preferibilmente i brani / lavori dei seguenti artisti / compositori
Thelonious Monk, Miles Davis, George Gershwin, Bessie Smith, Carla Bley, Pauline Oliveros, Dora Pejacevic, Claude Debussy, Maurice Ravel, Johann Sebastian Bach, Lili Boulanger e The Beatles
Intervista con Nelly Jüsten
Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Nina Simone. (Ihre eigenen künstlerischen Alben wie «Nina Simone and Piano» or «Little Girl Blue») Sie lässt in ihrer Musik ihren klassischen Hintergrund sehr kreativ im Jazz Spiel am Klavier einfliessen und hat politischen Aktivismus mit ihrer Musik gemacht.
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Wie du das Instrument für sich sprechen lässt. Mir geht es nicht darum, ein Instrument sehr virtuos zu beherrschen, sondern damit zu spielen, sich davon überraschen zu lassen und deine Sprache an diesem Instrument zu finden. Besonders, wenn du negative Erfahrungen im Musikunterricht in der Vergangenheit gemacht hast, wo ein grosser Leistungsdruck herrschte, kann ich dich darin begleiten, wieder Freude an der Musik zu finden und dich in diesem vulnerablen Raum wohlzufühlen.
Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Meine Mutter hat Boogie Woogies am Klavier gespielt, zu denen ich getanzt habe und wollte dann mit fünf selber unbedingt anfangen damit.
Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Meistens bekomme ich Inspirationen für Stücke beim Reisen. Plötzlich setzt sich bei mir eine Melodie im Kopf fest, die ich dann singend aufnehme und wenn ich heimkomme auf meine Instrumente übertrage.
Meistens schreibe ich sie gar nicht auf, sondern lerne sie direkt auswendig und spiele sie dann ritualhaft immer wieder.
Auf welchem Equipment spielst du heute?
Am Klavier kann ich eine vielschichtige Klangwelt erschaffen und mich besonders in melancholischen Momenten ausdrücken. Saxofon und Stimme sind für mich die direkte Tür von meinem Körper zur Aussenwelt, mich eher expressiv auszudrücken. Meine Kunst entsteht aus dem Kontext, in dem ich lebe. Demnach macht es für mich sehr Sinn, auch mit Feldaufnahmen zu arbeiten aus meinem Alltag und diese in der Musik einzubinden.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ohne Zwang zu üben und somit nur zu spielen, wenn ich die Lust und/oder Konzentration dazu habe. Ich bin deshalb nie gelangweilt oder uninspiriert von meinen Instrumenten.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Klavier ist wie ein Orchester und kann viele verschiedene Stimmen und Rollen übernehmen.
Am Saxofon kannst du den Klang des gespielten Tones noch verändern, nachdem du ihn angespielt hast und hast eine Palette an Möglichkeiten diesen Klang zu gestalten.
Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Mir ist es wichtig, keinen Druck oder Projektionen auf Schüler*innen auszuüben. Was für mich eine passende Herangehens- und Ausdrucksweise beim Spielen ist, kann sich sehr anders bei dir äussern.
Ich habe es selbst schon oft erlebt, dass ich zu Spielarten im Unterricht gedrängt wurde, die nicht meine waren und ich mit meinem Ausdruck nicht gesehen wurde. Ich würde dich gerne dort abholen, wo du bist und vermeiden, dass das passiert. Gute Kommunikation ist hier sehr wichtig. Konkret achte ich auch besonders aufs gemeinsame Hören: beim eigenen Spiel, gemeinsamen Spiel und beim Hören anderer Musik.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Wie genau eine Stunde abläuft, hängt stark davon ab, was du gerade mitbringst. Meine Struktur ist eher ein loser Rahmen als ein fixer Ablauf.
Ich beginne gerne mit körperlichen und wahrnehmungsfördernden Übungen – etwa bewusst hinhören oder den eigenen Atem spüren. Je nach Interesse folgen dann die Arbeit an Stücken und/oder Improvisationsübungen. Bausteine wie Harmonien, Rhythmus und Aufbau binde ich verspielt mit ein, sodass Theorie kein abgehobener, verkopfter Teil bleibt, sondern von Anfang an im praktischen Spiel mit eingeschlossen ist. Wenn meine Schüler*innen dann verstehen, wie das Stück funktioniert, sind sie oft von der Logik und Einfachheit überrascht. Das erfahren Anfänger*innen genauso wie Fortgeschrittene.
Falls du bei mir Saxunterricht nimmst: Ich habe ein Klavier im Atelier und kann dich begleiten.
Zum Schluss bleibt oft noch Raum zum gemeinsamen Musizieren oder Reinhören in etwas, das dich oder mich inspiriert.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Viel spielerisches Erforschen des Instruments und nach und nach mit Noten lernen umzugehen.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
In einer Band frei Improvisieren und eine so starke Verbindung mit der anderen Person und gleichzeitig deinem Instrument verspüren, dass du dich gleichzeitig frei, logelöst von Zeit und voll im Moment fühlst. Das ist mir ein paar Mal in Projekten passiert.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
München, INTERFERENZ Festival mit meinem Solo Projekt Grieta.
Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Claire Rousay, da ihre Musik in ihrer tiefgründigen Alltäglichkeit sehr in mir resoniert.
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Wahrscheinlich gar keine, weil sie mir bei zu oftem Hören auf die Nerven gehen würde. Dafür werde ich die Klänge auf der Insel bewusst hören und selber singen.
Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Im öffentlichen Raum, wo ich Menschen erreichen kann, die sonst nicht in Konzerträumen landen würden.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Kollektives Wohnen, Lesen, Yoga, Tanzen und Zeit mit nahen Menschen verbringen.
Recensioni per Nelly Jüsten
Stefan, 49, Informatiker, Zofingen
Silvana, 59, Bern