Instrumentor

Lezioni di contrabbasso e basso elettrico con

Paul Studer

E-Bass und Kontrabass für Jazz, Rock und alles was groovt.

Paul ist vielseitig zwischen Jazz, Indie und zeitgenössischer Musik unterwegs. Mit Personne und Fräulein Luise spielt er im In- und Ausland und wirkt in verschiedenen Jazzformationen mit.

Prezzo

10 lezioni di 45 min.: CHF 930

Per i bambini, sono possibili anche lezioni di 30 minuti.

ritratto di Paul Studer

Ubicazione

Im Tiergarten
8055 Zürich

Paul Studer offre anche l'insegnamento a distanza.

Come funziona l'insegnamento a distanza per noi?

Strumento

Contrabbasso e basso elettrico

Genere musicale

Jazz , rock, indie pop, groove e musica improvvisata

Livello

Principianti, Avanzati e Master

Lingua

Tedesco e inglese

Età

Paul Studer insegna allievi da 6 anni

Intervista con Paul Studer

Welcher Musikerin hat dich am meisten beeinflusst?
Für mich ganz klar Miles Davis und Wayne Shorter. Beide waren unglaubliche Musiker und Bandleader. Beide haben ihren Bandmitgliedern bewusst viel Freiheit gegeben, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Gerade dadurch kommt so viel Persönlichkeit der einzelnen Musiker in ihrer Musik zum Ausdruck.

Ausserdem fasziniert mich, wie es beiden über mehrere Jahrzehnte gelungen ist, ihre Musik immer wieder weiterzuentwickeln und neue Wege zu erforschen. Sie haben die Musikgeschichte geprägt, weil sie den Mut hatten, an Orte zu gehen, an denen vorher noch niemand war. Diese Haltung, sich nie mit dem Erreichten zufriedenzugeben und immer weiterzuforschen, inspiriert mich sehr.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ich glaube, meine Stärke liegt darin, verschiedene musikalische Welten miteinander zu verbinden. Durch meine Erfahrungen in Jazz, Pop und zeitgenössischer Musik kann ich Schüler*innen sowohl technische und theoretische Grundlagen als auch einen spielerischen und kreativen Zugang zum Instrument vermitteln.

Besonders wichtig ist mir, dass das Gelernte nicht nur funktioniert, sondern auch musikalisch und persönlich etwas mit ihnen zu tun hat.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Eigentlich wollte ich schon als Baby Bass spielen. Mein Vater ist ebenfalls Bassist und ich habe es, so erzählen es zumindest meine Eltern, geliebt, wenn er zu Hause Kontrabass geübt hat. Dabei lag ich oft einfach unter dem Kontrabass, während er gespielt hat.

Ich glaube, da war es fast schon logisch, dass ich irgendwann selbst angefangen habe, Bass zu spielen.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich komponiere meistens am Abend oder in der Nacht. Das ist die Tageszeit, in der ich am kreativsten bin und mir die meisten Ideen kommen. Auf Knopfdruck zu komponieren, fällt mir eher schwer. Oft kommt mir plötzlich eine Idee in den Kopf und dann geht es darum, sie möglichst schnell festzuhalten, bevor sie wieder verschwindet.

Dafür benutze ich die Sprachmemo-App auf meinem Handy. Mittlerweile sind dort schon fast 1000 kleine musikalische Ideen und Skizzen gespeichert. Viele davon liegen monatelang auf meinem Handy, bevor ich sie irgendwann wieder anhöre und plötzlich denke: «Da muss ich weiterarbeiten.»

Dann entstehen aus diesen alten Ideen wieder neue Ideen und manchmal entwickelt sich daraus schliesslich ein ganzes Stück.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele einen wunderschönen Kontrabass aus dem letzten Jahrhundert, gebaut von einem englischen Geigenbauer. Beim E-Bass kann ich mich auf meinen Fender Precision Bass verlassen, der mich noch nie im Stich gelassen hat.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Am meisten geholfen hat mir meine Offenheit und Neugier gegenüber der Musik. Ich hatte das Glück, schon früh viel mit meinem Vater zusammen zu musizieren und dabei eine sehr freie Herangehensweise an Musik kennenzulernen.

Wir haben von klein auf viel improvisiert und dabei war grundsätzlich alles erlaubt – ohne richtig oder falsch. Rückblickend hat mir diese Freiheit sehr geholfen, meine Kreativität zu entwickeln und beim Üben und Musizieren immer wieder eigene Wege auszuprobieren.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mein Instrument hat für mich einen ganz eigenen Charakter. Ich liebe den warmen, tiefen Klang und die Vielseitigkeit des Basses – er kann tragen, begleiten und grooven, aber genauso gut solistisch und experimentell eingesetzt werden.

Besonders fasziniert mich die Schnittstelle zwischen harmonischem und rhythmischem Fundament. Genau diese Verbindung gibt unserem Instrument seine ganz eigene Superpower.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Bei mir steht das Ausprobieren immer im Vordergrund. Ich möchte Schüler*innen dazu ermutigen, eigene Ideen zu entwickeln und ihre persönliche musikalische Sprache zu finden. Dabei sehe ich meine Aufgabe darin, sie auf diesem Weg gezielt zu unterstützen und ihnen die passenden Werkzeuge mitzugeben. Je nach Bedarf arbeite ich mit Musikbeispielen sowie technischen, harmonischen und rhythmischen Übungen, die direkt auf ihre eigenen Ideen und Fragen eingehen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich versuche, möglichst viele musikalische Parameter in den Unterricht einzubeziehen. Mir ist wichtig, dass Schüler*innen ein gutes Rhythmusgefühl entwickeln, lernen zuzuhören und gleichzeitig ihre eigene Kreativität ausleben können.

Dabei verbinde ich technische Übungen mit gemeinsamem Musizieren, Improvisation und dem Erarbeiten von Musik, damit die verschiedenen Aspekte direkt miteinander verbunden werden.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Ich arbeite mit einem spielerischen Ansatz und möchte vor allem die Freude an der Musik fördern. Durch gemeinsames Spielen, Ausprobieren und Improvisieren können Kinder ihre Kreativität entfalten und ganz ohne Druck ihre eigene musikalische Sprache entdecken.

Was war bisher dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Mein schönstes Erlebnis als Musiker lässt sich eigentlich nicht auf einen einzelnen Moment reduzieren. Am meisten bedeutet mir, mit meinen Freunden in Bands zu spielen und all die Dinge zu teilen, die daraus entstehen: gemeinsame Konzerte, Reisen, lange Nächte nach den Shows und vor allem die Musik, die wir zusammen schreiben und entwickeln.

Für mich ist es etwas Besonderes, wenn aus einer Idee, die zuerst nur im Proberaum entsteht, irgendwann ein Konzert wird, bei dem wir gemeinsam auf der Bühne stehen und diese Musik mit anderen Menschen teilen.

Genau diese Momente, die man mit seinen Freunden erlebt und die durch die Musik überhaupt erst möglich werden, sind für mich das Schönste an meinem Beruf.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die Waldbühne am Gurtenfestival.

Mit welcher bzw. welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ganz klar: Thelonious Monk. Ich liebe seine Musik, weil er eine so eigenständige und unverkennbare musikalische Sprache hatte. Schon nach wenigen Tönen weiss man, dass es Monk ist.

Besonders fasziniert mich, wie er als Komponist mit Melodie, Rhythmus und Harmonie umgeht und dabei oft ganz einfache Ideen auf eine völlig unerwartete Art zum Klingen bringt. Seine Musik regt mich immer wieder zum Reflektieren an. Ich glaube, wenn ich mit ihm zusammenspielen könnte, würde ich sehr viel über mich selbst und über Musik lernen.

Genau diese Möglichkeit, durch das gemeinsame Musizieren immer wieder neue Perspektiven auf die eigene Musik zu entdecken, würde mich besonders reizen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ich kann mich einfach nicht für eine entscheiden, deshalb hier meine Top 3:
«Now He Sings, Now He Sobs» – Chick Corea
«A Rush of Blood to the Head» – Coldplay
«To Pimp a Butterfly» – Kendrick Lamar

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich würde sehr gerne einmal im Letzigrund spielen. Als Kind war ich ein grosser Fussballfan und oft selbst im Stadion. Später war ich dort auch schon an einigen Konzerten.

Einmal selbst auf dieser Bühne zu stehen, wäre für mich deshalb ein echter Full-Circle-Moment.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Neben der Musik ist mir ein gesunder Ausgleich sehr wichtig. Ich treibe gerne Sport, gehe regelmässig schwimmen und verbringe viel Zeit mit meinen Freunden.

Gerade im oft intensiven Musikeralltag finde ich es wichtig, auch abzuschalten, aktiv zu sein und Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir nahestehen.