Prendre des cours de chant, chant et guitare et chant et piano avec

Manon Pellicorio

Jazz- und Popgesang und Stimmbildung

Manon Pellicorio ist eine Jazz- und Popsängerin und Komponistin, die in ihrer Heimatstadt Zürich und Tel Aviv wohnt. Studiert hat sie in Zürich, Freiburg i.Br. und Dublin. Aktuell macht sie ihren Master in Zeitgenössischer Improvisation und Komposition in Jerusalem und arbeitet an ihrem ersten Soloalbum.

Manon Pellicorio propose également un téléenseignement.

Comment téléenseignement fonctionne-t-il pour nous?

Prix

10 leçons de 45 min.: CHF 840

Pour les enfants, des leçons de 30 minutes sont également possibles.

portrait de Manon Pellicorio

Location

Kornhausstrasse 51
8037 Zürich

Instrument

Chant, chant et guitare et chant et piano

Style musical

Jazz, pop et auteur-compositeur-interprète

Niveau

Débutant et Avancé

Lanuge

Allemand et anglais

Âge

Manon Pellicorio enseigne aux enseignant•e•s à partir de 8 ans

Interview avec Manon Pellicorio

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Das ist schwer zu sagen. In jedem Lebensabschnitt beeinflussen und berühren einen unterschiedliche MusikerInnen, denke ich. Bei mir waren es als Kind die Beatles und Jimi Hendrix, weil sie die Favoriten meines Vaters waren. Als Teenager habe ich dann viel Grunge und Punk gehört, da waren Nirvana und PJ Harvey für mich sehr wichtig. Später kam dann Joni Mitchell, die mich bis heute unglaublich beeindruckt und fasziniert als Musikerin und auch als Person. Seit einigen Jahren hat mich der Jazz in seinen Bann gezogen. Hier beeinflussen mich vorwiegend zeitgenössische Vertreter, aber gerade durch mein Studium auch die Grössen der Vergangenheit.

Was kannst du mir gesanglich besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
“Besser” finde ich ein problematisches Wort. Die Qualität des Unterrichts hängt zu einem grossen Teil auch von dem Zusammenspiel des Schülers/der Schülerin und des Lehrers/der Lehrerin ab. Jeder Lehrer/jede Lehrerin hat seine eigene Art zu vermitteln und jeder Schüler/jede Schülerin andere Bedürfnisse. Ich habe auch auf meinem eigenen Weg beobachten können, dass ich in unterschiedlichen Lebenssituationen unterschiedliche LehrerInnen gebraucht habe.
Allerdings kann ich dir sagen, dass du bei mir für technische Fragen und Anliegen bezüglich der Stimmbildung, sowie auch für kompositorische Feedbacks und Inputs, gut aufgehoben bist. Ich arbeite sehr strukturiert und schaue mit dir auch gerne an, wie du das Üben und Musizieren in deinen Alltag einbauen kannst. Da ich schon an vielen Orten studiert habe, habe ich auch von vielen unterschiedlichen Lehrern profitieren können, die auf verschiedene Genres spezialisiert waren. Ich habe mich ausserdem schon oft mit der Kombination von Musik mit anderen Kunstrichtungen beschäftigt (Vertonung von Poesie oder malerische Umsetzung von Musik etc). Wenn du deine künstlerischen und kreativen Projekte mit mir besprechen möchtest, habe ich immer ein offenes Ohr für dich.

Wie hast du singen gelernt?
Mein Vater hat mich schon sehr früh dazu animiert, mit ihm Lieder zu singen, die er dann auf der Gitarre begleitet hat. Von meinen Eltern weiss ich, dass ich anscheinend immer und überall gesungen habe, Lieder erfunden habe und alles mögliche als Perkussionsinstrument benutzt habe. Mit 13 hatte ich dann meine erste Gesangsstunde und von da an hatte ich regelmässigen Unterricht.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich benutze ein Neumann “KMS 104 plus” für meine Jazz-Gigs. Es ist für mich das natürlichste Mikrofon, mit dem ich je gesungen habe. Für Pop und jazzige Sachen verwende ich ein Beyerdynamic “TGV V35d s” , da dieses etwas weniger anfällig auf Feedbacks und Störgeräusche ist und für laute Sachen ein Beyerdynamic “TG V70d s”, weil es mehr Punch hat. Ausserdem besitze ich eine Gibson ES-335 Gitarre und zum Unterrichten verwende ich ein Roland E-Piano und ein Nord stage 1.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Nicht aufzugeben. Klingt abgedroschen, ist aber so. Am wichtigsten war für mich persönlich, mir selbst zu “verzeihen”, mich und meine Stimme anzunehmen und zu verstehen, dass das untrennbar zusammenhängt. Ehrgeiz hat mich sehr weit gebracht, aber nur in Kombination mit Geduld und Freude. Zuviel Ehrgeiz lässt einen den ursprünglichen Grund, warum man ein Instrument lernen möchte, vergessen: die Liebe zur Musik und zum Musizieren.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mein Körper ist mein Instrument. Wir SängerInnen können unsere körperliche und emotionale Verfassung nicht einfach zu Seite schieben. Ich hatte schon sehr spannende und aufwühlende Erfahrungen mit meiner Stimme bezüglich meiner emotionalen Verfassung. Die Stimme ist der Spiegel der Seele, wie man so schön sagt, und es stimmt halt wirklich. Natürlich lernt man als professionelle/r MusikerIn, kompetent damit umzugehen, aber es begleitet einen trotzdem immer.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Mir ist natürlich an erster Stelle wichtig, dass der Schüler/die Schülerin sich wohl fühlt. Ich als LehrerIn muss ein Vertrauensverhältnis schaffen und flexibel sein, da jeder Schüler/jede Schülerin seine/ihre eigenen Bedürfnisse, Erfahrungen und Verständnis mitbringt. Es ist mir wichtig, zu verstehen, wie der Schüler/die Schülerin funktioniert, um ihn/sie optimal unterrichten zu können.
Fachlich ist es mir wichtig, ein gutes Verhältnis zwischen Technik und Spass zu schaffen, welches ich auch immer der Tagesform des Schülers/der Schülerin anpasse. Besonderen Wert lege ich auch darauf, mit dem Schüler/der Schülerin übers Üben zu sprechen und ihm/ihr konkrete Hilfestellungen zu geben um Frust beim Üben zu vermeiden.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich fange immer damit an, den Schüler/die Schülerin zu fragen, wie es ihm/ihr geht und was ihn/sie beschäftigt. Es ist mir wichtig, am Anfang der Stunde offene Fragen zu klären und dem Schüler/der Schülerin die Möglichkeit zu geben, seine/ihre Anliegen, Erfahrungen, Fragen, Schwierigkeiten etc. mitzuteilen. Dann mache ich ein Körper- Warmup, um aufs Singen vorzubereiten und dann Aufwärmübungen für die Stimme. Das verbinde ich mit einigen technischen Übungen und danach gehe ich zum Singen über. Wie jeder dieser Teile genau aussieht, was man anschaut und wie lange die einzelnen Teile dauern, hängt von dem Schüler/der Schülerin ab.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern gehe ich spielerisch vor. Dabei ist für mich das Allerwichtigste, die Freude des Kindes an der Musik zu bewahren. Wenn diese gewährleistet ist, kann man auch gewisse essentielle Technikfragen spielerisch bearbeiten. Ich kann mich selbst gut daran erinnern, wie für mich der Musikunterricht als Kind war und was meine Bedürfnisse waren. Als LehrerIn eines Kindes hat man eine grosse Verantwortung. Man beeinflusst massgeblich, ob das Kind die Freude am Instrument bewahrt.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Das sind die Momente, in denen ich als Musikerin und Mensch mit mir selbst im Reinen bin. Das können Momente mit meinen Mitmusikern auf der Bühne sein, oder Momente, in denen ich ein Aha-Erlebnis beim Üben habe oder mich einfach im Einklang mit der Musikerin in mir fühle.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Am Montreux Jazz Festival 2012 mit meiner damaligen Band Myself When Young.

Mit welchem(r) MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Mit Joni Mitchell. Und mit PJ Harvey mal so richtig Lärm machen. Mit Tom Waits eine schwere Flasche Rotwein trinken. Und mit Tigran Hamasyan einen Road Trip machen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ich kann mich kaum für eine einzige Platte entscheiden. “Close To The Edge” von Yes, “Coltrane’s Sound” von John Coltrane, “Blue” von Joni Mitchell und “Mockroot” von Tigran Hamasyan. Ersteres ist eine unfassbare, musikalische Reise, derer ich nie müde werde. Coltrane’s Album hat mich sein Spiel lieben gelernt und Joni Mitchell’s Platte berührt mich emotional zutiefst. Tigran’s Album verbinde ich mit einer Art Ehrfurcht und Faszination und einer emotionalen Reise, die ich schwer in Worte fassen kann.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Wenn ich mir ein Festival aussuchen dürfte, dann Woodstock :).
Ansonsten kann ich das so nicht sagen. Es gibt unzählige tolle Locations. Ob ich mich an einen Gig dann aber positiv erinnere, hängt meistens weniger von der Location ab als vom Publikum und der Dynamik auf der Bühne.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich koche unglaublich gerne. Ich verbringe regelmässig Abende mit meinen engsten Freunden, bei denen gut und viel gegessen und guter Wein getrunken wird. Ausserdem ist mir als Musikerin wichtig, mich mit anderen Kunstrichtungen auseinanderzusetzen, wie bildende Kunst und Lyrik. Sprachen faszinieren mich auch sehr. Sie bilden die Grundlage für jede Kommunikation, sei das künstlerisch, musikalisch, sozial, emotional oder politisch.