Prendre des cours de contrebasse et basse électrique avec
Tommy Fuller
Unterricht für Kontrabass und E-Bass
Tommy ist ein erfahrener Lehrer für Bassgitarre und Kontrabass mit Fokus auf erwachsene Anfänger*innen. Als aktiver Musiker ist er vor allem im Jazz zuhause.
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Prix
10 leçons de 45 min.: CHF 930
Pour les enfants, des leçons de 30 minutes sont également possibles.
Credits: Georg Stirnweiss
Lieu
Elsässerstrasse 215A
Bandspace Basel
4056 Basel
Tommy Fuller propose également un téléenseignement.
Instrument
Contrebasse et basse électrique
Style musical
Jazz, blues, folk, pop, funk et rock
Niveau
Débutant, Avancé et Professionnel
Langue
Allemand et anglais
Âge
Tommy Fuller enseigne aux enseignant•e•s à partir de 6 ans
Je te l'amène
Ich unterstütze meine Schüler*innen dabei, Musik besser zu verstehen und die «Mystik» des Musizierens abzubauen. Sie lernen, stilübergreifend mit anderen zu jammen, eigene Basslines und Songs zu entwickeln sowie frei zu improvisieren. Zusätzlich vermittle ich eine solide technische Grundlage, die flexibles, musikalisches und ausdrucksstarkes Bassspielen ermöglicht, und helfe dabei, die Vielzahl an Informationen auf die wirklich wichtigen Grundlagen zu reduzieren.
Formation
Royal Birmingham Conservatoire, BMus (First Class Honours) Jazz Performance (2019), Mark Hodgson / Arnie Somogyi
Jazzcampus Basel, MA in Musical Performance (2023), Larry Grenadier / Bänz Oester
Jazzcampus Basel, MA in Musical Pedagogy (2025), Larry Grenadier
Projets
Deb.
Je t'apporte volontiers des morceaux / oeuvres de ces artistes / compositeurs que j'apprécie
Jamiroquai, Black Sabbath, Fleetwood Mac, J.S. Bach, James Jamerson, Jackson 5, Stevie Wonder, Smokey Robinson, Jaco Pastorius, Rocco Prestia et The Temptations
Interview avec Tommy Fuller
Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Mich inspirieren vor allem Musiker, die nicht nur die technischen Seiten des Basses beherrschen, sondern auch ein Bewusstsein für die unterstützende Rolle des Instruments haben. Als Hörer und Musiker fühle ich mich besonders zu Bassisten hingezogen, die eine Band auf kreative und durchdachte Weise unterstützen und die Musik von innen heraus mitgestalten. Vor diesem Hintergrund gehören zu meinen persönlichen «Top 5» Bassisten:
Jaco Pastorius
James Jamerson
Wilbur Ware
Sam Jones
Pino Palladio
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ich arbeite sehr gern daran, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen. Nach über zehn Jahren Unterrichtserfahrung und mehr als fünfundzwanzig Jahren, in denen ich selbst weiterhin Unterricht nehme, habe ich ein gutes Gespür dafür entwickelt, wie man Inhalte wie Musiktheorie, Rhythmus, Gehörbildung, Technik und Komposition so aufbereitet, dass Schüler*innen sich Schritt für Schritt in regelmässigen Stunden weiterentwickeln können.
Neben dem Unterrichten bin ich auch als Musiker aktiv — im Jazz, aber ebenso in vielen anderen Stilrichtungen. Dadurch bleibe ich nah an der Praxis und daran, was von einem guten Bassisten in echten musikalischen Situationen tatsächlich erwartet wird, was sich oft von dem unterscheidet, was in vielen inhaltsgetriebenen Online-Kursen vermittelt wird.
Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe mit fünf Jahren angefangen, Gitarre und Klavier zu spielen, hatte damals aber noch keine grosse Begeisterung für Musik. Das änderte sich mit dreizehn, als ich zum E-Bass wechselte. Wie viele andere Dreizehnjährige gründete ich mit Freunden eine Indie-Band und war fest davon überzeugt, dass wir berühmt werden würden. Wir nahmen die Sache sehr ernst — probten ständig, schrieben eigene Songs und nahmen so oft wie möglich auf.
Berühmt wurden wir zwar nicht, aber die Zeit in einer Band mit anderen musikbegeisterten Menschen war eine der wichtigsten Lernerfahrungen meines Lebens. Parallel dazu nahm ich Unterricht bei einem erfahrenen Jazzmusiker und spielte erste kleine professionelle Engagements in Theatern und bei Chören in der Umgebung. Da es in meiner Heimatstadt nur sehr wenige Bassisten gab, hatte ich das Glück, früh solche Möglichkeiten zu bekommen.
Mit der Zeit wurde mir klar: Wenn ich mein Leben mit einem Bass in der Hand verbringen und mit vielen unterschiedlichen Menschen in verschiedenen musikalischen Kontexten arbeiten könnte, wäre ich glücklich!
Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich denke beim Komponieren oft an das, was Michelangelo einmal über die Bildhauerei gesagt hat: «Die Skulptur ist bereits im Marmor enthalten.» Musik zu schreiben fühlt sich für mich häufig so an, als würde man Ideen aus der Luft aufgreifen und ihnen einfach dorthin folgen, wo sie hinwollen. Beim Komponieren funktioniert es für mich am besten, nichts zu erzwingen oder zu zerdenken, sondern den Ideen zuzuhören und mich zu fragen, was sie brauchen, um sich vollständig anzufühlen.
Meist beginne ich entweder mit einer Bassbewegung bzw. Basslinie oder mit einer Melodie. Sobald eines davon da ist, taucht das andere oft ganz von selbst auf, und von dort aus forme ich nach und nach die Struktur des Stücks. Danach fügt sich vieles ganz natürlich zusammen.
Grundsätzlich habe ich gemerkt, dass man meist auf dem richtigen Weg ist, solange der Prozess von derselben Haltung getragen wird wie beim Musizieren selbst – also von der Frage: «Was will die Musik tun?» – und nicht vom Ego: «Was will ich mit der Musik machen?»
Auf welchem Equipment spielst du heute?
Zurzeit spiele ich einen fast 300 Jahre alten deutschen Kontrabass, der vermutlich aus der Werkstatt von Klotz stammt — einem Geigenbauer aus Mittenwald, der auch Mozarts Geige gebaut hat. Kontrabässe lassen sich schwer direkt vergleichen, aber mich begeistert besonders der tiefe, volle Klang von altem Holz. Ich spiele eine Kombination aus Helix-Saiten von Gerold Genssler und Pirastro Oliv, weil ich das Spielgefühl und die geringe Saitenspannung von Darmsaiten sehr schätze. Zur Verstärkung nutze ich ein Ehrlund-Kontaktmikrofon, das sowohl den Bassbereich als auch den natürlichen, holzigen Klang des Instruments sehr gut einfängt.
Am E-Bass habe ich lange hauptsächlich einen Fender Jazz Bass gespielt, greife inzwischen aber häufiger zu einem Precision Bass von 1976 wegen seines thuddigen, Jamerson-esken Sounds. Verstärkt spiele ich entweder über einen alten Polytone aus den 1960er-Jahren oder über eine Epifani-Box mit einem Aguilar Tone Hammer. Markbass-Equipment nutze ich ebenfalls gern, empfinde die Mitten je nach Situation aber manchmal als etwas zu präsent.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich bin davon überzeugt, dass Geduld, Vertrauen und Neugier die wichtigsten Eigenschaften sind, um musikalisch voranzukommen. Geduld und Vertrauen spielen im Lernprozess eine grosse Rolle, denn Fortschritte sind oft langsam und verlaufen selten linear – besonders über kürzere Zeiträume hinweg. Neugier hingegen ist der Motor, der uns dazu bringt, Neues auszuprobieren, Risiken einzugehen und neue Musik zu entdecken.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Möglichkeit, in ganz unterschiedlichen Gruppen und Bands zu spielen. Es gibt nicht nur generell mehr Gelegenheiten für Bassist:innen (einfach weil es nicht so viele von uns gibt!), sondern auch viele Ensembles, die keine klassischen Instrumente wie Gitarre oder Klavier brauchen, aber fast immer eine Form von Bass.
Ich mochte es schon immer, dass der Bass – ähnlich wie das Schlagzeug – ein wenig ausserhalb des Rampenlichts steht und trotzdem eine zentrale Rolle im musikalischen Geschehen spielt. Es fühlt sich ein bisschen an, als wäre man im Maschinenraum der Musik und sorgt dafür, dass alles läuft.
Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Mein Unterricht ist vollständig auf die individuellen Ziele der Schüler:innen zugeschnitten. Viele meiner Schüler:innen – besonders erwachsene Lernende – kommen mit sehr konkreten Vorstellungen davon, was sie erreichen möchten. In diesen Fällen entwickeln wir gemeinsam einen Lernplan mit kurz- und langfristigen Zielen.
Auch wenn ich auf bestimmte Materialien und Ressourcen zurückgreife, gleicht keine Unterrichtsstunde der anderen. Mir ist wichtig, dass das von Anfang an klar ist, da ich nicht der Typ Lehrer bin, der ein Lehrbuch strikt von vorne bis hinten durcharbeitet. Das Lerntempo wird immer von den Schüler:innen bestimmt, und ich lege grossen Wert auf eine entspannte, positive und wertfreie Atmosphäre, da diese für einen offenen Austausch und das gemeinsame Ausprobieren von Ideen entscheidend ist.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Da jede Unterrichtsstunde individuell auf die Schüler:innen abgestimmt ist, arbeite ich nicht mit einem festen Stundenplan. Meine Stunden beginnen jedoch meist mit einem kurzen Gespräch zum Ankommen, gefolgt von einer Wiederholung der Inhalte aus der vorherigen Einheit.
Anschliessend widmen wir uns zwei Hauptthemen. Die Inhalte sind dabei in der Regel sehr praxisnah und beinhalten oft gemeinsames Spielen oder das Arbeiten mit Playbacks. Wir beschäftigen uns entweder mit einem konkreten Stück oder improvisieren innerhalb eines bestimmten Stils, häufig ergänzt durch Technik-, Gehörbildungs- oder Rhythmusübungen.
Am Ende jedes Themenblocks gebe ich immer Übungen mit, und mir ist es besonders wichtig zu erklären, wie ich diese selbst üben würde. Das ist für mich ein entscheidender Punkt, da ich als Schüler lange dachte, Üben bedeute einfach, eine Übung immer wieder zu wiederholen – was sich im Nachhinein als eher trügerisch herausgestellt hat.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Auch wenn ich in meinem privaten Unterricht meist Erwachsene unterrichte, habe ich durch mein Jazzpädagogik-Studium sowie durch meine Tätigkeit als Workshopleiter und Lehrer für Institutionen in Grossbritannien und der Schweiz viel professionelle Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gesammelt.
Bei der Arbeit mit Kindern ist für mich das Wichtigste, die Freude am Musizieren in den Mittelpunkt zu stellen und die intrinsische Motivation zu fördern, ein Instrument zu lernen. Alle weiteren wichtigen Aspekte – wie Gehörbildung, Technik oder Theorie – können zu einem späteren Zeitpunkt folgen, sobald der Wunsch nach Fortschritt von den Schüler:innen selbst kommt. Der erste und wichtigste Schritt ist, gemeinsam zu entdecken, was ihnen am meisten Spass macht, und den Unterricht darauf aufzubauen, bevor man sie behutsam an andere Bereiche der Musik heranführt, zu denen sie vielleicht nicht sofort einen Zugang haben.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Vor fast 10 Jahren spielte ich mit einigen Freunden einen Gig in einem kleinen italienischen Restaurant in Hamburg. Es waren vielleicht nur zehn Leute im Publikum, aber die Band harmonierte wirklich gut und ich hatte das Gefühl, dass wir grossartige Musik machten. Es gab einen Moment für ein Basssolo im Set, und ich werde nie das Gefühl vergessen, das ich während der Ausführung hatte. Es war fast so, als könnte ich keine einzige falsche Note spielen, und alles, was aus mir herauskam, fühlte sich perfekt komponiert an. Ich verspürte keinen Stress und auch keine Emotionen, und die Zeit verging wie im Flug. Es war definitiv eines der besten musikalischen Gefühle meines Lebens! Später habe ich vom «Flow»-Zustand erfahren und bin überzeugt, dass ich diesen damals für einen kurzen Moment erlebt habe. Ich habe mir die Aufnahme seitdem angehört, und obwohl es nicht das beste Solo der Welt ist, glaube ich wirklich, dass es das Beste war, was ich mit meinem damaligen Niveau erreichen konnte. Seitdem habe ich diesen Flow-Zustand nie wieder erlebt!
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Als ich 19 war, hatte ich das grosse Glück, mit grossen Acts wie Simply Red und Lindsey Stirling als deren Vorgruppe auf Tour zu gehen! Wir durften in Stadien in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor bis zu 25.000 Zuschauern spielen.
Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich würde mich für Joni Mitchell entscheiden. Ich finde, sie ist eine wirklich originelle Musikerin, deren Ehrlichkeit und Emotionalität all ihre Werke durchdringen. Ich würde gerne wissen, wie es sich anfühlt, mit einer so hochkarätigen Musikerin zu spielen!
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Miles Davis – Live at the Blackhawk. Ich komme immer wieder auf diese Platte zurück, weil ich die Art und Weise liebe, wie die gesamte Band spielt und miteinander interagiert. Es ist ein Meisterwerk des Ensemblespiels mit grossartigen Arrangements grossartiger Stücke.
Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich würde gerne einmal in der Carnegie Hall oder im Village Vanguard spielen, da ich unzählige Stunden damit verbracht habe, grossartige Musik zu hören, die auf genau diesen Bühnen aufgenommen wurde!
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich bin ein Fan von Büchern, vor allem von europäischer Literatur, aber ich habe auch eine Schwäche für Terry Pratchett (und habe im Laufe der Jahre die Originalausgaben aller seiner Bücher gesammelt!). Ich bin auch ein bisschen ein Geschichtsnerd und spiele gerne Badminton. Ausserdem engagiere ich mich gelegentlich ehrenamtlich für Veranstaltungen in der lokalen Kulturszene (hauptsächlich Film- und Musikfestivals in Basel).