Instrumentor

Lezioni di violoncello con

Mariona Camats

Cello - von Barock bis Pop

Mariona Camats ist eine vielseitige Cellistin mit reger Konzerttätigkeit in der Kammermusik und als Solistin sowie einer engen Verbindung zur Tradition vom katalanischen Cellist Pau Casals

Prezzo

10 lezioni di 45 min.: CHF 930

Per i bambini, sono possibili anche lezioni di 30 minuti.

ritratto di Mariona Camats

Ubicazione

Bären
4127 Birsfelden

Mariona Camats offre anche l'insegnamento a distanza.

Come funziona l'insegnamento a distanza per noi?

Strumento

Violoncello

Genere musicale

Musica barocca, musica classica, musica romantica, musica contemporanea e pop

Livello

Principianti, Avanzati e Master

Lingua

Tedesco, inglese, Catalano e spagnolo

Età

Mariona Camats insegna allievi da 7 anni

Intervista con Mariona Camats

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Ich denke, dass mich der katalanische Cellist Pau Casals am meisten beeinflusst hat. Er war ein grosser Cellist, der die Cellotechnik revolutionierte und sie freier und musikalischer machte. Er war ein Künstler im besten Sinne des Wortes, mit einer bewundernswerten musikalischen Tiefe. Ausserdem setzte er sich sein ganzes Leben lang für Frieden und Demokratie ein.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ich glaube, dass ich Schüler*innen helfen kann, ihre Musikalität zu entdecken und ihr Instrument als Ausdrucksmittel zu nutzen. Von meinen Lehrer*innen habe ich zudem die Tradition der Pau Casals-Schule kennengelernt und kann deren technische und theoretische Prinzipien weitergeben. Durch mein Studium des historischen Cellospiels ist es mir ausserdem wichtig, den Werken einen historischen Kontext zu geben und den Stil der jeweiligen Komponist*innen und Epochen verständlich zu machen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe mit dem Cellounterricht bei einer grossartigen Lehrerin begonnen. Tatsächlich hat sie mich zehn Jahre lang begleitet – von den ersten Tönen bis zum Cellokonzert von Dvorák. An meine erste Stunde erinnere ich mich noch gut: Das Einzige, was ich machen wollte, war Pizzicato spielen, weil mich das unglaublich faszinierte. Zum Glück habe ich bald entdeckt, dass das Spielen mit dem Bogen noch viel mehr Spass macht!

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich komponiere nur sehr selten. Wenn ich aber einmal eine Kadenz für ein Konzert geschrieben habe, habe ich versucht, bekannte Melodien aufzugreifen und sie weiterzuentwickeln.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele auf einem Cello, das in Barcelona vom Geigenbauer David Bagué gebaut wurde. Es ist ein modernes Instrument, klingt aber wie ein altes, weil es einen ganz besonderen und tiefen Klang hat.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich habe viel Ausdauer, Geduld und Disziplin. Ausserdem hat es mir geholfen, mich selbst gut kennenzulernen, um zu wissen, wie ich mich motivieren und in jeder Situation das Beste aus mir herausholen kann. Und letztlich das Wichtigste: Ich liebe das Cellospielen und die Musik. Sie sind meine Leidenschaft und ein zentraler Teil meines Lebens.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Cello ermöglicht es, Melodien zu singen und musikalische Phrasen zu gestalten, kann aber gleichzeitig auch andere Instrumente begleiten und unterstützen. Diese Vielseitigkeit ist grossartig. Ausserdem gibt sie uns die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen, also mit anderen Cellist*innen zusammen Musik zu machen.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Ich folge sehr der Idee von Pau Casals, dass sowohl die Technik als auch die Musikalität so natürlich wie möglich sein sollten. Ich glaube auch, dass es als Lehrerin wichtig ist, eine gute Diagnose zu stellen, um den Schüler*innen genau den Rat oder die Übung zu geben, die sie brauchen. Schliesslich lege ich grossen Wert darauf, im Unterricht viel Musik zu machen, gemeinsam mit den Schüler*innen zu spielen und dafür zu sorgen, dass das Spielen und Üben für sie eine Quelle der Freude ist.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Das hängt vom Niveau und Alter der Schüler*innen ab. Normalerweise beginne ich mit einem kurzen Aufwärmen, bei dem ich zusammen mit den Schüler*innen spiele und manchmal auch einige technische Übungen mache. Danach arbeiten wir an den Stücken.

Obwohl ich den Unterricht im Voraus vorbereite und Ideen mitbringe, lasse ich mich oft von der Situation leiten und arbeite an dem, was die Schüler*innen in diesem Moment brauchen.

Zum Abschluss mache ich mit den jüngeren Schüler*innen manchmal ein Spiel oder eine Improvisation. Mit den älteren Schüler*innen spiele ich oft ein Stück zusammen, einfach um gemeinsam Freude an der Musik zu haben.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Mit Kindern versuche ich zuerst herauszufinden, was sie begeistert, und darauf aufzubauen. So können wir gezielt an den Fähigkeiten arbeiten, die ihre Technik und Musikalität fördern. Dabei versuche ich, die Welt auch durch die Augen eines Kindes zu sehen, damit das Lernen spannend bleibt.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Es gab viele Konzerte, die für mich besondere Erfahrungen waren, zum Beispiel Auftritte als Solistin mit Orchester. Sehr prägend waren aber auch soziale Konzerte, etwa für Menschen mit Behinderungen, in Altersheimen oder Gefängnissen. Oft waren die Zuhörer*innen tief bewegt. In solchen Momenten wird einem bewusst, welche Kraft Musik hat und wie sie Menschen berühren und unterstützen kann.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Vielleicht nicht die grösste, aber die beeindruckendste Bühne, auf der ich gespielt habe, ist der Palau de la Música Catalana in meiner Heimatstadt Barcelona. Seine Schönheit hat mich bei jedem Auftritt dort stark inspiriert.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich würde sehr gern mit vielen Musiker*innen aus dem vergangenen Jahrhundert musizieren. Ich habe den Eindruck, dass sie mit einer besonderen Leidenschaft spielten und oft mehr nach Authentizität als nach Perfektion suchten – etwas, das heute manchmal verloren geht. Alte Aufnahmen höre ich deshalb besonders gern, weil sie mich sehr inspirieren.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Wahrscheinlich wäre es eine CD mit Musik von Franz Schubert: die 5. Sinfonie unter der Leitung von Pau Casals sowie das Streichquintett, gespielt von Casals und Freunden wie Alexander Schneider und Isaac Stern. Das Streichquintett gehört zu meinen liebsten Kammermusikwerken.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Überall – denn auf jeder Bühne, ob gross oder klein, kann eine besondere Verbindung zwischen Musik und Publikum entstehen.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich verbringe sehr gern Zeit in der Natur und interessiere mich für andere Kunstformen, besonders für Museumsbesuche.