Learn guitar, electric guitar, and acoustic guitar with

Diego Aguirre DAZ

Gitarre von Jazz bis Latin und Komposition

Diego Aguirre ist ein chilenischer Gitarrist, Komponist und Improvisator mit Wohnsitz in Basel. Er blickt auf eine über 25-jährige Karriere als Dozent und Profimusiker zurück. Seine pädagogische Tätigkeit umfasst die akademische Lehre an Universitäten in den Bereichen Gitarre, Jazz, Komposition und Orchestrierung sowie den Privatunterricht in Städten wie Santiago, Paris und Basel.

Price

10 lessons of 45 min.: CHF 990

Die Probelektion ist unverbindlich und kostet CHF 99. Wenn danach ein Abo abgeschlossen wird, gilt die Probelektion als erste Lektion vom Abo. Wenn nicht, wird diese einzeln verrechnet.

portrait of Diego Aguirre DAZ

Location

Theodorskirchplatz 7
4058 Basel

Instrument

Guitar, electric guitar, and acoustic guitar

Music style

Rock, jazz, blues, funk, latin, and free improvisation

Level

Beginner, Advanced, and Master

Language

French, German, English, and Spanish

Age

Diego Aguirre DAZ teaches students from 16 years

Interview with Diego Aguirre DAZ

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Um mich kurzzufassen, konzentriere ich mich speziell auf die Gitarre. Meine musikalische Sprache speist sich aus einer Chronologie von Einflüssen, die meine Identität definieren: Im Jazz wurde mein Stil durch die Tradition von Eddie Lang, Django Reinhardt, Wes Montgomery und Joe Pass geprägt und entwickelte sich hin zur zeitgenössischen Vision von Bill Frisell und Wayne Krantz. Dazu gesellen sich die Energie und die kreative Freiheit von Rock- und Avantgarde-Grössen wie Jimmy Page, George Harrison, Brian May, Jimi Hendrix, Frank Zappa, Adrian Belew und Fred Frith.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Was meinen Unterricht auszeichnet, ist der 100% persönliche Fokus. Auch wenn dies mehr Vorbereitungszeit in Anspruch nimmt, ist es für mich entscheidend, individuell auf die Bedürfnisse jedes Schülers einzugehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein motivierter Schüler der Schlüssel zum Erfolg ist – und genau diese Energie inspiriert auch mich, mit Leidenschaft zu unterrichten.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich stamme aus einer Musikerfamilie, daher war meine Kindheit von den Klaviermelodien meiner älteren Brüder geprägt. Der entscheidende Moment war jedoch die Begegnung mit meiner ersten Gitarre: Die Verbindung war sofort da. Ich begann autodidaktisch, erkundete Akkorde und lernte Melodien nach Gehör, bis ich mein offizielles Studium aufnahm. Damals wurde mir klar, dass Musik nicht nur ein Interesse, sondern meine lebenslange Berufung sein würde.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Als Komponist arbeite ich mit zwei verschiedenen Ansätzen. Manchmal lasse ich das Instrument führen: Die Musik entsteht spontan während des Improvisierens, wobei die Gitarre ihre eigene Sprache diktiert. Ein andermal bevorzuge ich die Introspektion des weissen Blattes; ich übertrage eine Idee aus meinem Kopf aufs Papier und lasse mich dann von der Musik selbst leiten, die mir den weiteren Weg weist.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele Instrumente, die nach meinen Vorgaben in Chile handgefertigt wurden: eine Hohlkorpusgitarre für die Improvisation, eine Solidbody mit leistungsstarken Pickups für Rock und ein Hybridmodell aus Elektro- und Akustikgitarre. Meinen Sound ergänze ich durch die Klarheit und Dynamik eines Supro-Verstärkers.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Über allem stand für mich schon immer die Liebe zur Musik als ständiger Motor. Sie ist meine lebenslange Begleiterin, die mich antreibt, ohne Unterlass zu lernen, zu forschen und zu kreieren. Diese Leidenschaft hält meine Neugier und mein Engagement für diese Kunst wach.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Es sind Instrumente, die exakt auf meine Qualitäten als Musiker zugeschnitten und gefertigt wurden.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Viele Schüler erreichen einen Punkt, an dem sie das Instrument zwar beherrschen, aber nicht mehr wissen, in welche Richtung sie sich weiterentwickeln sollen – ihnen gehen die Ressourcen aus. Meine Aufgabe als Lehrer ist es, ihnen neue Fenster zu öffnen, damit sie Werkzeuge an die Hand bekommen, um weiterhin Freude am Instrument zu haben und zu erkennen, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Im Allgemeinen strukturiere ich meinen Unterricht in drei Teile, wobei ich mich natürlich flexibel an die Bedürfnisse des Schülers anpasse. Zuerst arbeiten wir an der Technik durch verschiedene Patterns, Arpeggios oder Tonleitern. Danach widmen wir uns einem Song und verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten. Zum Abschluss üben wir die Improvisation, oft basierend auf dem Stück, an dem wir gerade arbeiten.

Wie gehst du bei Kindern vor?

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Ich glaube, die bereicherndste Erfahrung meiner musikalischen Laufbahn war mein Masterstudium in Improvisation in Basel. Es war eine wunderbare Zeit, in der ich den Austausch mit meinen Mitstudierenden sehr genossen habe: Wir haben täglich gemeinsam musiziert, ständig Konzerte gegeben und stundenlang über unseren kreativen Prozess diskutiert. Für mich war diese Phase ein Wendepunkt – nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch als ein tiefgreifender Prozess der Selbsterkenntnis.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Bei einem Jazzfestival in Nizza, Frankreich, spielte ich vor mehr als 2.000 Menschen, direkt nach dem Auftritt von Cesária Évora.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Zu Beginn meines Masterstudiums in Improvisation war die Aussicht auf den Unterricht bei Fred Frith meine grösste Motivation – es war ein langgehegter Traum, einmal mit ihm gemeinsam zu musizieren. Dass wir nach dem Abschluss die Band «Life Only» gründeten, war für mich die Erfüllung dieses Traums. Wenn ich jedoch in der Zeit zurückreisen könnte, wäre ich unglaublich gerne einmal mit Frank Zappa auf der Bühne gestanden; seine musikalische Vision hat mich schon immer tief beeindruckt.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Wenn ich auf einer einsamen Insel wäre, würde ich zwar am liebsten viele Platten mitnehmen, aber letztendlich würde ich mich wohl für den Klang der Natur entscheiden: dem Meer, den Vögeln und dem Wind in den Bäumen zuzuhören.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Mein Ziel ist es, mit meinen Basler Bands wieder in den Theatern Chiles aufzutreten.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie, Kochen, die Zeit mit Freunden und Momente der Ruhe.