Instrumentor

Learn singing with

Anne-Catherine Knöchelmann

Klassischer Gesang für Kinder und Erwachsene

Anne-Catherine ist klassische Sängerin mit grosser Affinität zu Sprache und Schauspiel.

Price

10 lessons of 45 min.: CHF 840

For children, 30-minute lessons are also possible.

portrait of Anne-Catherine Knöchelmann

Location

Arsenalstrasse 28A
6010 Kriens

Instrument

Singing

Music style

Baroque, classical, romantic, and contemporary music

Level

Beginner and Advanced

Language

German and English

Age

Anne-Catherine Knöchelmann teaches students from 6 years

Interview with Anne-Catherine Knöchelmann

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Tanja Baumgartner. Sie hat im Theater Basel die Rolle der Carmen gesungen, als ich im Kinderchor mitsingen durfte und sie war unglaublich kraftvoll und hatte so eine warme Stimme, was mich als Kind unglaublich beeindruckt hat und in mir den Wunsch gezündet hat, auch mal so zu singen.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Den Umgang mit der Sprache. Ich habe eine grosse Textaffinität und liebe die Verbindung von Sprache und Musik. Das Verständnis des Texts, die Umsetzung in der Musik, die Bedeutung dahinter und schliesslich der musikalisch-sprachliche Ausdruck der singenden Person ist für mich eine der magischsten Qualitäten des Gesangs und ich lege viel Wert darauf.

Wie hast du singen gelernt?
In der Mädchenkantorei Basel. Natürlich habe ich seither noch viel mehr gelernt, aber meine Liebe zum Singen hat die Wurzeln im Chor. Alle Stücke, die ich im Chor gelernt hatte, habe ich meinen Schwestern beigebracht und wir haben unser erstes Ensemble gegründet, welches als Haupt-Auftrittslokal unser Familienauto auserwählte.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Die Komposition von Stücken gehört nicht zu meinen alltäglichen Aufgaben, aber wenn ich etwas arrangiere, dann kommt mir mein harmonisches Gehör, welches ich mir als Mezzo in Ensembles antrainiert habe, zugute. Ich höre, welche Stimmen wichtig sind und welche Harmonien präsent und bastle, bis ich zufrieden bin.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Das ändert sich bekanntlich täglich. Kein Körper ist jeden Tag der gleiche…

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Meine Neugier. Beim Üben ist es wichtig, dass man nicht versucht etwas zu rekreieren, sondern einen Zustand oder eine Aktivität im Körper immer wiederzuentdecken, bis er sich automatisiert. Dabei hilft es, neugierig zu sein, wie sich der Körper heute anfühlt und wie man den Körper dahin bekommt, wo man ihn braucht.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Möglichkeit buchstäblich sein Innerstes nach Aussen zu tragen.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Beim Unterrichten achte ich besonders darauf, dass sich eine Vertrauensbasis zwischen meinen Schüler*innen und mir aufbauen kann. Gesangsunterricht beinhaltet, dass man sich gegenseitig ständig spiegelt, was man macht, da man von unserem Instrument nur sehr wenig sehen kann. Diese Reflektion von einem Körper zum anderen braucht viel Vertrauen und viel Verantwortung der Lehrperson.

Zudem achte ich sehr darauf, dass immer Musik gemacht wird. Auch wenn es noch so interessant ist technisch zu arbeiten, soll die Musik und der kreative Ausdruck des*der Sänger*in möglichst viel Raum bekommen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich beginne meine Musikstunden gerne mit einem kurzen gemeinsamen Einchecken in den Körper. Wie fühl ich mich heute? Was brauche ich?

Je nach Bedürfnis können wir gemeinsam Übungen für den Körper machen, Atemübungen oder ein gemeinsames Einsingen.

Ich versuche möglichst früh im Unterricht ein Stück einzubauen, damit wir zum Musizieren kommen. Vom Stück ausgehend können wir uns dann technischen Aspekten widmen, musikalisch gestalten und uns der Figur widmen.

Am Ende der Stunde mache ich gerne noch einmal Übungen, das einerseits die Stimme wieder entspannt und man auch noch einmal die Gelegenheit hat, zu schauen, wie sich der Körper nach der Stunde verändert hat.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern baue ich auch ein Einwärmen ein, allerdings auf eine spielerische Art. Wir könnten zum Beispiel mit einem Pferderennen starten, wo wir den ganzen Körper einsetzten, den Atem, die Stimme.

Ich suche gerne Stücke aus, die wir zusammen singen können, je nach Niveau auch eines, wo ich eine zweite Stimme dazu singen kann, damit das Kind Spass am Musikmachen hat, aber auch lernt, sich auf die eigene Stimme zu konzentrieren.

Bei Kindern ist es mir auch sehr wichtig, Notenlesen, Rhythmus und einfache Musiktheorie auf spielerische Weise einzubauen, damit es im Unterricht auch eine Grundausbildung bekommt.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Die Konzerte mit dem Collegium Vokale. Wir haben unter anderem ein Werk von Viktor Ulmann, arrangiert für Chor, Orchester und Sprecherin, aufgeführt. Ich durfte die Rolle der Sprecherin übernehmen und im restlichen Programm im Chor mitsingen. Es ist immer ein überwältigendes Gefühl mit guten Musiker*innen so bewegende Musik aufzuführen.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die grosse Bühne im Theater Basel.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Mit Meredith Monk. Ich stelle mir das sehr inspirierend vor.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
«Die Dreigroschenoper» von Kurt Weill und Bertold Brecht. Ich habe die Platte schon als Kind gerne gehört und höre immer mehr Details darin. Die Musik ist von grässlich bis kitschig-schön und der Text trieft nur von Zynismus und Gesellschaftskritik.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich würde sehr gerne einmal im «Fauteuil» in Basel singen, da ich die Stimmung auf kleinen Bühnen liebe. Gegen ein Konzert im KKL hätte ich aber auch nichts einzuwenden.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich bin in der privilegierten Situation eine wunderbare Familie und die liebsten Freund*innen in meinem Leben zu haben. Mit ihnen verbringe ich gerne meine Zeit.

Ich bin ein absoluter Theater-Freak und lese sehr gerne. Ausserdem liebe ich Zeit in der Natur zu haben und Gemüse.