Learn singing with
Lara Bos
Musical & gesunder Stimmgebrauch - geprägt vom Tanz
Lara ist Musicaldarstellerin mit einer internationalen Ausbildung und in verschiedenen Bereichen der Kunst unterwegs.
Price
10 lessons of 45 min.: CHF 930
Location
-
6045 Meggen
Ringstrasse 13
4537 Wiedlisbach
Instrument
Singing
Music style
Musical, chanson, and pop-rock
Level
Beginner and Advanced
Language
German and English
Age
Lara Bos teaches students from 14 years
I can teach you
Grundsätzlich geht es mir immer um einen gesunden Stimmgebrauch. Daran können wir gerne in verschiedenen Genres arbeiten (Musical, Pop/Rock, Klassik etc.). Im Musicalbereich schlage ich dir auch gerne Repertoire vor, wenn du das möchtest. In anderen Bereich bin ich da nicht so bewandert, helfe aber gerne wo ich kann.
Ich unterstütze dich auch gerne dabei, mehr Vertrauen in dich und deine Stimme zu gewinnen. Jede Stimme ist es wert, gehört zu werden!
Education
- Arizona State University, Master of Music in Voice Performance (Musical), Dr. Andrea Pitman Will, 2023-2025
- The Singing Athlete Intensive, Workshop
Woche 1, American Musical Theatre Paris, Lausanne, 2026
- A Way of Singing, Workshop "Musical Campus 3303", Silvaplana, 2024
Projects
-
I love to teach you songs / works from these artists / composers
Shaina Taub, Lucy Simon, Dave Malloy, Jerry Bock, Frank Wildhorn, Stephen Sondheim, Kurt Weill, Leonard Bernstein, Stephen Schwartz, Markéta Irglová, Alan Menken, Richard Rodgers, Anna Depenbusch, and Annett Louisan
Interview with Lara Bos
Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Meine Gesangslehrerin während dem Studium, Dr. Andrea Pitman Will. Sie hat mir gezeigt, dass meine Stimme schön ist, so wie sie ist und sie gehört wird, ohne dass ich pushen muss. Von ihr habe ich viel über Atmung, Atemfluss, das Interesse an wissenschaftlicher Recherche und genaues Hinhören mit auf den Weg bekommen. Durch sie habe ich Vertrauen in meine Stimme gefasst und ich habe gelernt, dass Warm-ups nicht nur Aufwärmübungen sein können, sondern auch Neukalibrierungen. Wenn es dich interessiert, alte Muster spielerisch umzuprogrammieren, dann freue ich mich mit dir zusammen diese aufzudecken und Wege zu finden, sie umzulernen.
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Weil ich selber keine geborene Sängerin bin, weiss ich, wie es ist, singen zu lernen. Von mir bekommst du keine Antworten wie «ich habe das schon immer gekonnt, keine Ahnung wie ich dir das beibringen soll». Ich habe es über Jahre hinweg gelernt – und bin immer noch daran, man lernt nie aus – und während dem Studium viele wissenschaftliche Paper gelesen. Mich interessiert der anatomische Aufbau der Stimme und des Körpers (denn die Stimme ist ja Teil des Körpers) und wie ich dir helfen kann, dieses Wissen zu deinen Gunsten zu nutzen.
Ich komme usprünglich vom Tanzen und schaue daher oft auch von einer Tänzerseite auf's Singen. Mich interessiert dein ganz persönlicher Hintergrund und wie wir gemeinsam einen Weg finden können, deine Stimme frei klingen zu lassen.
Wie hast du singen gelernt?
Gelernt? So richtig «fertig gelernt»? Ich habe noch lange nicht ausgelernt :D Ich dachte lange, wenn ich dann Gesang studiert habe, dann weiss ich, wie es geht! Tja, da muss ich mich leider selbst enttäuschen. Je mehr man sich mit etwas beschäftigt, desto mehr wird einem bewusst, wie wenig man weiss, nicht? Ungefähr so geht es mir zumindest. Damit will ich sagen, dass das Schöne am Singen und am Musik machen für mich ist, dass ich immer wieder neue Sachen entdecken kann und neue Wege finde, wie ich mich ausdrücken kann. Ich entdecke meine Stimme jeden Morgen wieder neu, weil mein Körper jeden Tag etwas anders aufsteht. Das Praktische ist mittlerweile natürlich, dass ich in mehr Situationen weiss, wie ich mir und meiner Stimme am Besten helfe, damit sie mit möglichst wenig «Effort» Töne von sich gibt. Und dieses Wissen bin ich ständig am erweitern mit Workshops und Weiterbildungen.
Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich schreibe nur sporadisch Songs. Wenn ich dennoch etwas schreibe oder komponiere, dann passiert das oft nebenbei. Irgendeine Melodie setzt sich in meinem Kopf zusammen oder formt sich unter meinen Fingern am Klavier und dann nehme ich sie mit meinem Handy auf, damit ich sie nicht vergesse. Aus diesem Grund stecken viele Songs noch in den Kinderschuhen.
Auf welchem Equipment spielst du heute?
Mein Equipment ist mein Körper und die Luft, die durch meine Lungen fliesst und dann meine Stimmbänder in Schwingung versetzt. Warum? Mir gefällt meine eigene Stimme :) Manchmal möchte ich schon so klingen, wie jemand anderes, den oder die ich bewundere. Am Ende bin ich aber auch einfach froh, meine ganz persönliche authentische Stimme zu haben.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Zuhören, beobachten können und neugierig selbst rausfinden, wie ich gewisse Töne produzieren kann. Über zuhören und beobachten bei anderen Menschen habe ich ein Gespür dafür entwickelt, wie ich möglicherweise selbst zu so einem Resultat – oder eben nicht, falls es ein Negativbeispiel war – gelangen könnte.
Neugier hilft mir, weil sie Angst ausklammert. Ich war früher eine ängstliche Person, wenn es um meine eigene Stimme ging. Ich wusste, dass Angst ein schlechter Berater ist, aber was kann man in solchen Situationen schon tun? Als ich herausgefunden habe, dass Neugier mir darüber hinweghilft, hat mir das sehr geholfen.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Ich bin kein Fan von viel Gepäck. Daher finde ich es super, dass es automatisch überall mit dabei ist, wo ich auch bin :)
Singen macht mich glücklich. Dieses Gefühl kann mir nur meine eigene Stimme geben.
Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Mir ist es wichtig, dass sich meine Schüler*innen wohl fühlen. Die Stimme ist für mich etwas sehr persönliches und jede Stimme soll einen Platz erhalten, gehört zu werden. Deshalb achte ich darauf, dass sich meine Stunden wie ein Safe Space anfühlen. Fehler passieren, das ist Teil des Lernprozesses. Jede*r hat etwas anderes woran er/sie gerade arbeitet und Vergleiche helfen da nicht. Was mir ausserdem am Herzen liegt, ist ein gesunder Stimmgebrauch. Ich arbeite auf eine schmerzfreie und möglichst anstrengungsfreie Art und Weise zu singen hin. Wichtig finde ich auch, dass jede*r Schüler*in von mir die Informationen bekommt, die in diesem Moment helfen. Was ich damit meine, ist, wenn jemand verstehen möchte, wie etwas anatomisch funktioniert, dann versuche ich das zu erklären. Wenn das jemand anderen nur verwirrt, dann werde ich das unterlassen. Grundsätzlich finde ich es wichtig, Inputs geben zu können, um meine Schüler*innen zu befähigen, ohne mich ein Lied zu erarbeiten.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Zuerst mache ich ein kurzes Check-in: wie geht es meinem Gegenüber gerade? Gibt es Fragen, die seit dem letzten Mal aufgekommen sind, die wir vielleicht angehen könnten? Dann geht es mir darum zu fragen, an was mein*e Schüler*in heute gerne arbeiten würde, welcher Song oder einen Technikaspekt zum Beispiel.
Danach gibt es ein Warm-up, das aus verschiedenen Übungen besteht, welche auf die/den Schüler*in zugeschnitten sind. Und schliesslich arbeiten wir am Repertoire, also dem Song.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Auch Kindern versuche ich erstmal die Grundlagen beizubringen. Jedes Kind, jede*r Jugendliche braucht anderen Input und darauf versuche ich bestmöglich einzugehen. Oft ist es eine Mischung aus Musiktheorie, Bewusstsein für den Atem und den Körper während dem Singen und ggf. geht es darum, die Aufmerksamkeitsspanne zu vergrössern.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Als ich in meinem Masterstudium war, hatten wir einen Kurs, in dem wir ein 14-minütiges Cabaret schreiben sollten. «Cabaret» hiess in diesem Zusammenhang ein Programm, das persönlich, über uns selbst, akustisch – nur ich und eine Pianistin – und eine Kombination zwischen Text und Gesang sein sollte. Wir hatten drei Monate Zeit, um dieses zu schreiben und zu proben – nebst allen anderen Kursen natürlich. Ich hatte tausend Ideen, keine fühlte sich gut genug oder «richtig» an. Bis ich einmal in einer Musiktheorieklasse sass und mir plötzlich die zündende Idee kam und es mir wie von selbst gelang den Anfangstext zu schreiben. Es war simpel – es erzählte von meiner Familie – und deshalb wundervoll authentisch. Dass ich während der Klasse den Anfang schrieb, war natürlich keiner meiner Glanzmomente, aber das gehört wohl zu einer Anekdote dazu.
Dieses Cabaret aufzuführen, das voll von meinen eigenen geschriebenen Ideen war (was im Musicalbusiness sonst oft nicht der Fall ist), mit meinen Studienkolleg*innen und Dozent*innen im Publikum, in der wunderschönen und nahbaren Atmosphäre des kleinen Veranstaltungsortes war eines der schönsten Erlebnisse für mich. Ich konnte ganz mich selbst sein und den Leuten hat es auch noch gefallen! Schon ziemlich cool.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Als Jugendliche stand ich im Rahmen einer Aufführung der Musical Factory Luzern auf der Bühne des Konzertsaals vom KKL Luzern.
Für die DJ Bobo Mystorial Tour durfte ich als Local Dancer in der Postfinance Arena Bern und im Hallenstadion Zürich auftreten.
Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Raye. Ich habe ihre Musik erst vor kurzem entdeckt. Sie ist der Wahnsinn! Ihre Energie auf der Bühne und wie sie das Publikum mit einbezieht gefallen mir sehr. Sie steht mit einer grossen Band auf der Bühne und singt unglaublich schön. Vermutlich würde ich nur stumm dastehen, weil ich in dem Klang zwischen all den Musiker*innen schwelgen würde. Mit ihr zu singen und in diese Musik einzutauchen wäre ein Traum, der in Erfüllung geht.
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Die Cast Aufnahme vom Musical «Dear Evan Hansen». Ich verfalle nur selten dem Name dropping, aber ich habe Ben Platt live am Broadway gesehen. ;) «Dear Evan Hansen» ist ein Musical, das ein besonderer Platz in meinem Herzen hat und deshalb habe ich die Cast Aufnahme schon zigmal durchgehört. Vor allem «You will be found» kann ich immer noch auf Dauerschleife hören.
Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich würde super gerne irgendwo in einem ortspezifischen Theater auftreten, z.B. in einer alten Burg, einer Industriehalle oder draussen am Ort des Geschehens. Ich finde es spannend, wenn Geschichte wieder zum Leben erweckt wird und traditionelle Theaterkonventionen herausgefordert werden.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Die Menschen, die mir nahe sind; Zeit im Garten oder sonst in der Natur; tanzen!