Learn drums and percussion with
Raphael Erdin
Schlagzeug, rhythmische Grundlagen sowie Rhythmus und Bewegung
Raphael ist ein erfahrener Drummer im semi-professionellen Bereich. Vielseitigkeit, Groove und musikalisches Einfühlungsvermögen sind ihm besonders wichtig.
Price
10 lessons of 45 min.: CHF 840
For children, 30-minute lessons are also possible.
Location
Marktgasse 45
8400 Winterthur
Instrument
Drums and percussion
Music style
Funk, breakbeat, drum n' bass, afro, reggae, free improvisation, and latin jazz
Level
Beginner and Advanced
Language
German and English
Age
Raphael Erdin teaches students from 10 years
I can teach you
Schlagzeug, rhythmische Grundlagen mit und ohne Noten, Rhythmus und Bewegung (für Musiker- & Tänzer*innen, inspiriert durch Willi Kotoun), Bandbegleitungstechniken: verschiedene Stockhaltungen und Schlagtechniken, je nach Einsatzgebiet.
- Spielen in Bands: songdienlich spielen
- sich inspirieren lassen und doch seine ureigenen Stimme finden statt zu kopieren
- aus der Entspanntheit und Erwartungslosigkeit mit Freude Musik machen und erfahren, dass das langfristig mehr Spass macht, die Angst vor "nicht genügen" kleiner wird und es der Musik und sich selber mehr dient als Leistungsdruck und Perfektionismus. Siehe Kenny Werner "Effortless Mastery".
- das Paradox feiern, dass man nur dann richtig gut spielen kann, wenn man aufhört, gut sein zu wollen. Dazu gehört auch, dass man seine technischen Limiten kennt und Dinge spielt, die sich leicht anfühlen und man nicht ständig am Limit ist, um zu beeindrucken oder jemandem etwas zu beweisen.
Education
Als Kind Privatunterricht (Blockflöte, Klavier, Schlagzeug)
Anfang zwanzig Jazzschule Zürich allgemeine Abteilung sowie Vorkurs: Andy Brugger, Tony Reynold, Rhythmus und Bewegung bei Willy Kotoun. Prüfung bestanden, kein Studienplatz erhalten.
3 Mal am Jazz-Seminar Salzburg teilgenommen (Jim Black, Jamie Haddad, John Riley, Wolfgang Muthspiel (g), Peter Herbert (bs) und viele mehr.
Einmal am Generations Frauenfeld teilgenommen (u.a. Adam Nussbaum).
20 Wochen Drummers Collective New York, Einzelunterricht u.a. bei Ian Froman, Peter Retzlaff (Jazz) Memo Acevedo, Adriano Santos (Latin)
Projects
Kitio NgoConnection
Hülsebüx (Impro/Experimental mit Lino Blöchlinger / und Lucien Danzeisen)
In wechselnden Formationen als Sub im Bereich Live Ecstatic Dance und Musik für Kontaktimprovisationstanz.
Die letzten Jahre jeweils hier.
Eigene Projekte im Aufbau. Mich interessieren Reduce to the Max, Groove, polyrhythmische Überlagerungen, High Energy, jazzige Harmonien, Kombination aus Komposition und Improvisation.
Meine Website
I love to teach you songs / works from these artists / composers
Red Hot Chili Peppers, Led Zeppelin, The Beatles, Queen, rage against the machine, Tom Petty, and John Mayer
Interview with Raphael Erdin
Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Je nach Lebensphase: Als Jugendlicher waren es zuerst Queen, Pink Floyd, Led Zeppelin, später Nirvana und Metallica, die mich faszinierten. Im Pop-Bereich liebe ich fast alles von Sting. Anfang zwanzig kam eine Jazzphase: John Coltrane, Dave Holland, Steve Coleman. Mittlerweile bin ich sehr offen für alle Stile. Musik soll berühren und bewegen, auf welcher Ebene auch immer.
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Grooves, von einfach bis komplex, Oddmeters, Polyrhythmen. Die Wichtigkeit von Dynamik. Songdienliches Spielen.
Mindset, deine eigene musikalische Stimme finden, Improvisation, aus der Entspannung heraus Musik entstehen lassen.
Technik als Mittel zum Zweck, nicht als Selbstzweck.
Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich besuchte mit ca. 8 Jahren einen Vortragsnachmittag einer Musikschule, ich glaube, mit Schwerpunkt Drums und Percussion. Da wusste ich: Genau das will ich machen. Zu Hause drosch ich mit Tambourschlägern auf Mutters Guetzlidosen herum, musste aber erst mal in den Klavierunterricht. Mit 10 durfte ich Schlagzeugstunden nehmen.
Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Die Inspiration kommt meistens in Form eines Grooves und/oder einer Basslinie, Akkorde und Melodien gesellen sich mit der Zeit dazu. Ideen werden sofort aufgenommen, sonst sind sie wieder weg. Früher habe ich mehr mit dem Kopf komponiert, heute ist der Prozess viel intuitiver.
Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich habe ein Nesting-Kit (Trommeln lassen sich öffnen und passen ineinander) von INDe Drums, das sich mit dem Zug transportieren lässt. Im Proberaum von derselben Marke ein Set mit Seilspannsystem, das sich sehr einfach auf unterschiedliche Tonhöhen stimmen lässt. Zudem ein Vintage-Gretsch-Set und meine Lieblingssnare: eine 60er Ludwig Supraphonic.
Was die Becken betrifft: Da sammelten sich in den Jahren ziemlich viele an. Ich wähle meine Instrumente je nach Musikstil und worauf ich gerade Lust habe. Mein altes 20" Paiste 2002 Crash/Ride gehört auf jeden Fall zu meinen Desert-Island-Becken. Damit kann ich jeden Stil begleiten.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Der eigenen Intuition und Freude folgen. Das machen, worauf man wirklich Lust hat und was sich richtig anfühlt, statt sich ständig zu etwas zu zwingen und sich zu überwinden, womöglich auf Kosten der Gesundheit oder des Soziallebens.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Oh, ganz vieles. Den grössten Dynamikumfang – vom leisesten Wisch mit den Besen bis zum ohrenbetäubenden Furioso. Den grössten Frequenzumfang, von einer wummernden Bassdrum bis zum obertonreichen Beckenping.
Zudem kann jede*r das Instrument ganz individuell zusammenstellen und je nach Musik und Situation anpassen. Welche Trommeln, Becken, Felle, Sticks Stimmungen und Add-Ons man verwendet, alles verändert den Charakter radikal. Das Tollste aber ist: Trommeln bringen Menschen in Bewegung. In einem Raum voller Menschen zu sein, einen Groove zu spielen und zu sehen, wie alle zu tanzen beginnen, das ist Magie!
Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Am wichtigsten ist mir, dass der Unterricht in einer entspannten, positiven Atmosphäre stattfindet und wir menschlich einen guten Draht haben. Dann ist vieles möglich: Was sind deine Wünsche und Ziele? Vielleicht hast du konkrete Vorstellungen oder Fragen, oder wir finden gemeinsam heraus, wo der Weg für dich durchgeht. Willst du nach Noten spielen oder nach Gehör? Willst du Songs lernen oder eigene Grooves und Fills entwickeln? Willst du improvisieren oder einen bestimmten Part perfektionieren? Technische Grundlagen sind wichtig, aber immer mit Fokus. Ich bringe dir die Technik bei, die du brauchst, um das zu spielen, was du spielen willst. Nicht mehr und nicht weniger.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Das hängt von vielen Faktoren ab: Deine Wünsche und Ziele, was du bereits mitbringst, welcher Lerntyp du bist. Wichtig ist mir, dass du am Ende jeder Stunde sagen kannst: «Ich hatte eine gute Zeit, ich habe etwas gelernt und ich weiss, woran ich bis zur nächsten Lektion arbeiten möchte.»
Wie gehst du bei Kindern vor?
Der Unterricht soll niederschwellig sein und Spass machen. Die Kinder dürfen ihre Kreativität entdecken, Dinge ausprobieren und das Musikmachen als Abenteuer erleben, nicht als ein weiteres Schulfach, bei dem es «richtig» und «falsch» gibt oder etwas geleistet werden muss.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Mit zwanzig war ich im letzten Jahr des Lehrerseminars. Als Patentarbeit habe ich ein Konzert mit eigenen, teils rhythmisch komplexen Stücken aufgeführt. Ich habe eine Band aus befreundeten Musikern zusammengestellt, auf einem alten Atari-Computer die Kompositionen mit MIDI-Sequencing erarbeitet und auf einem Windows-Computer den Notensatz gemacht, die Proben geleitet und natürlich ganz viel geübt. Das Konzert ging super, und ich bin heute noch stolz darauf.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die grösste weiss ich nicht mehr, aber die kleinste! Das war im Jugendtreff Weinfelden. Der hatte zwei Mini-Bühnen, sodass wir uns aufteilen mussten. Ich war in der einen Ecke des Raumes, die anderen drei mir gegenüber, das war sehr speziell. Wir hiessen Bleat in Sheep und machten ziemlich harte, laute, teils schräge Musik...
Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Herbie Hancock – er verkörpert für mich die Freiheit, alles spielen zu können, von erdig-groovig bis hochabstrakt, von wunderschön bis beissend dissonant.
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Pink Floyd, Dark Side of the Moon. Diese Platte beamt mich zurück in meine Jugendzeit, erweitert mein Bewusstsein und ist ein Meisterwerk im musikalischen Geschichtenerzählen.
Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Braucht es eine Bühne? Ich mag es, wenn das Publikum ganz nah und auf Augenhöhe ist. Am liebsten spiele ich für frei tanzende Menschen. Die Energie im Raum lebt von beiden Seiten gleichermassen, eine Co-Kreation, bei der man sich gegenseitig inspiriert und feiert.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Spiritualität, Yoga, Breathwork, in der Natur zu sein, viel Zeit für mich zu haben.