Learn singing with
Ruben Monteiro
Gesang für Klassik und Musical, Ensemblegesang
Ruben, Bariton, tritt mit einem breiten Repertoire auf, das von der Musik der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik reicht, und ist regelmäßig in der Schweiz als Solist und Ensemble Sänger gefragt.
Price
10 lessons of 45 min.: CHF 930
Die Probelektion ist unverbindlich und kostet CHF 93. Wenn danach ein Abo abgeschlossen wird, gilt die Probelektion als erste Lektion vom Abo. Wenn nicht, wird diese einzeln verrechnet.
For children, 30-minute lessons are also possible.
Location
Bürenstrasse 13
2504 Biel
Instrument
Singing
Music style
Classical and musical
Level
Beginner, Advanced, and Master
Language
French, German, and English
Age
Ruben Monteiro teaches students from 10 years
I can teach you
Education
1. Lausanne/Pre-College/Stéphanie Burkhard
2. Bern/ BA of Arts in Music (Gesang, Klassik)/Prof. Christian Hilz
3. Bern/MA of Arts in Music Pedagogy (Gesang, Klassik)/Prof. Christian Hilz
4. Bern/MA of Arts in Specialized Music Performance (Gesang, Vertiefung Forschung)/Prof. Christian Hilz
Projects
Académie Vocale de Suisse Romande
Tempo d'affetto, Bern
I love to teach you songs / works from these artists / composers
J.S. Bach, Schubert, Schumann, Fauré, Brahms, Mozart, Monteverdi, Viktor Ullmann, José Vianna da Motta, and Luis de Freitas Branco
Interview with Ruben Monteiro
Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Natürlich viele! Aber ich würde sagen, dass Dietrich Fischer-Dieskau mich am meisten berührt, mehr als alle Sänger*innen, die ich nach meinem Stimmbruch gehört habe. Bei ihm arbeiten Ausdruck und Klang, vor allem im Lied-Repertoire, wirklich zusammen, und ich finde das immer wieder faszinierend.
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ich denke, dass ich eine gute Intuition habe, wenn es darum geht, Gefühle, die aus einem Stück stammen, zu greifen und dann mitzuteilen. ür mich ist diese soziale Erfahrung die Essenz der Musik – sowohl mit den Kolleg*innen als auch mit dem Publikum.
Wie hast du singen gelernt?
Ich hatte als Kind keine Ahnung, was klassische Musik war. Als ich 10 war, meinte meine Musiklehrerin, dass ich eine interessante Stimme habe und hat mich eingeladen, im Schulchor teilzunehmen. Sie hat mich dann unterstützt, finanziell und mit Musikunterricht und hat mir geholfen, mich im Konservatorium einzuschreiben, wo ich dem Kinderchor beigetreten bin. Da habe ich meine erste Gesangslehrerin kennengelernt und meine Gesangsreise hat seitdem richtig begonnen und mich bis heute gebracht.
Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich wünsche mir mehr Mut, etwas zu komponieren! Aber wenn ich ein Stück interpretiere, muss ich zuerst den Text verstehen und das bedeutet oft, es zu übersetzen, da wir in vielen verschiedenen Sprachen singen.
Dann lese ich den Text und untersuche, welche Gefühle dieser in mir weckt. Zuletzt lese ich die Musik und suche harmonische Besonderheiten oder Texturen, die der*die Komponist*in eingebracht hat. Ich singe dann die Melodie über verschiedene Vokale und binde alles zusammen.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich würde sagen: zuerst Neugier, dann Resilienz. Es hat lange gebraucht, um zu verstehen, dass es zuerst einen Reiz zum Entdecken und Forschen braucht und dann muss ich versuchen, diese in über lange Zeit zu pflegen. Wenn ich mich nur auf die Performance und Ergebnisse fokussiere (das war früher oft der Fall), fühle ich mich wie blockiert.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Gesang ist am nächsten von unserem Körper und Geist und kann deswegen sehr einzigartig sein. Für mich hat die Stimme mir die Möglichkeit gegeben, Gefühle auszudrücken, die ich nie anders machen könnte.
Ich finde auch die Idee, dass jeder sein eigenes Instrument benutzen kann, sehr schön!
Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Die Bedürfnisse der Schüler*innen stehen im Zentrum des Unterrichts. Jede*r ist unterschiedlich: Warum kommt man zum Gesangsunterricht? Um technisch an der Stimme zu arbeiten? Wie geht man mit Musik um? Gibt es bestimmte Themen?
Diese Fragen kann man auch durch Anhören abbilden. Aber alles muss dem Wichtigsten dienen: Musik machen und Spass daran haben. Technik und Musikalität müssen Hand in Hand arbeiten.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich beginne immer mit Fragen: Wie geht es deiner Stimme? Hast du Fragen/Wünsche für diese Stunde? Dann, je nach Bedarf, machen wir leichte Körperübungen und einige personalisierte Stimmübungen. Ich achte aber darauf, so schnell wie möglich in die Musik rein zu gehen und kreativ mit der Technik umzugehen.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Mit Kindern gibt es andere physiologische und psychologische Bedürfnisse, die ich während meiner Masterarbeit für Gesangpädagogik studiert habe. Man muss viel mehr spielerisch beibringen, aber dann sehr darauf achten, dass es der Stimme nicht schadet. Ich mache das aber sehr gerne!
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker*in?
In den letzten Jahren würde ich sagen Namings, ein tolles Projekt mit dem Berner Ensemble Tempo d'affetto. Wir haben spanische Renaissance-Stücke und Kompositionen von Jallalu Kalvert-Nelson, basiert in Biel, in einem besonderen Ort (Gaskessel in Bern) gesungen und leicht inszeniert. Es war ganz besonders, mit ehemaligen Klassenkolleg*innen und Freund*innen so ein tolles Programm zu singen.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
In Bühnen Bern, wo ich im Soldatenchor in Rossini's Guillaume Tell gesungen habe. Alles war riesig und grossartig – Bühnenbild, Sänger*innen und Orchester.
Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Mit meinen Freund*innen und Kolleg*innen aus Lausanne, mit denen ich viele Jahre in Vocalistes du Conservatoire de Lausanne gesungen habe, – aber wir sind dran, ein Wiedertreffen zu organisieren ;)
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ohne viel zu denken Abbey Road von The Beatles. Für mich ist es die perfekte Mischung zwischen Pop und Klassik und ich habe so viele Erinnerungen, die mit diesem Album verbunden sind.
Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
In ungewöhnlichen oder intimen Orten. In einem persönlichen Raum oder einer Bühn, wo die Musik, die ich liebe, am wenigsten hörbar ist.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich habe seit meiner Jugend ein grosses Interesse an japanischer Kultur gehabt. Ich hatte letztes Jahr endlich die Möglichkeit, dorthin zu reisen und es war mir eine so grosse Freude, dass ich angefangen habe, japanisch zu lernen.
Das ist mein Garten, den ich versuche jeden Tag zu pflegen. Es ist auch immer gut, auf der Seite der Schüler*innen zu sein!