Music class that suits you

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Singing with

Mirjam Hässig

Gesang für Jazz, improvisierte Musik, Folk und Singer/Songwriter

Mirjam Hässig ist ausgebildete Sängerin und Komponistin. Früh entdeckt sie ihre Leidenschaft für Klang und singt seither in zahlreichen Bands. Aktuell ist sie mit dem Quartett Lily und dem Trio Ayé! unterwegs.
Mirjam Hässig also offers distance learning.
How does distance learning work for us?

Cost

10 lesson(s) 45 min. each : CHF 790

For distance learning, subscriptions with 5 lessons are usually possible, just notice this when you register.


Location

Gartenstadtstrasse 7
3098 Köniz

Sulgenrain 24
3007 Bern

Instrument

Singing

Music style

Jazz, improvised music, folk and singer-songwriter

Level

Beginner and Advanced

Language

German and English


I can teach you

Stimmtechnik: das Finden des natürlichen Stimmklanges und eine gute Stimmhygiene.
Arbeiten im Bandkontext, Vorbereiten von Liveauftritten.

Education

Seit 2018: Master Studium an der Hochschule der Künste in Bern mit Hauptfach Jazz Gesang / Vertiefung Performance und Minor Tanz- und Bewegung bei Susanne Abbuehl und Efrat Alony
2015-2018: Bachelor Studium an der Hochschule der Künste in Bern mit Hauptfach Jazz Gesang bei Andreas Schaerer und Efrat Alony
2014-2015: Vorkurs an der Swiss Jazz School bei Virginia Beatrice

Bands / formations I have played in

I love to teach you songs / works from these artists / composers

Jazz Standards, Lianna La Havas, Coldplay, Amy Winehouse, India Arie, Lizz Wright, Eva Cassidy, Joni Mitchell, ABBA, The Beatles, Fleetwood Mac and Eric Clapton

Mirjam Hässig

Interview with Mirjam Hässig

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Joni Mitchell. Sie hat ihre eigene Art mit Musik umzugehen. Das Schreiben von Texten und kreieren von Songs, welche dann in verschiedensten Formationen arrangiert werden können war für mich immer beeindruckend. Früh habe ich mich selbst mit dem Verfassen von Texten versucht, welche ich dann in Songs verpackt habe. An Joni Mitchell berührt mich ihr reiches Künstlerinnen-Dasein, welches sich auf unterschiedlichste Arten wie zum Beispiel in Gemälden, Poesie und der Musik äussert. Diese Vielseitigkeit war für mich immer eine grosse Inspiration.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer?
Ich arbeite sehr körperlich. Die Stimme als Instrument, das Erforschen von Resonanzräumen und die Findung des natürlichen Klangs sind zentrale Arbeitsweisen von mir. Ich arbeite sanft und versuche auf jede(n)SchülerIn ganz individuell einzugehen. Textarbeit ist eine Stärke von mir. Wie interpretiere und schaffe ich einen Bezug zu meiner persönlichen Gestaltung von Text?

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe schon ganz früh vor mich hergesungen und habe dann im Kinderchor erste Erfahrungen mit Auftritten gemacht. Bald habe ich eigene Stückchen komponiert und diese dann in der Schülerband meiner Primarschule performt. Später nahm ich Gesangsunterricht bei klassischen Sängerinnen in der Musikschule Burgdorf und dann später bei Stephanie Szanto im Progr Bern. Sie hat mich dann auch auf die musikalische Berufsausbildung vorbereitet.
Anektote: Stolz verkündete ich meiner Kindergartenlehrerin: «ich werde Sängerin», was damals für mich noch eine ganz andere Bedeutung gehabt hat als heute, bei welchem ich jedoch stets geblieben bin.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
In kleinen/intimen Formationen singe ich mit dem Neumann KMS 105 Mikrofon und mag dort die Transparenz und die feinen Details, die transportiert werden. Ansonsten benutze ich das dynamische Mik Shure Beta 58A. Bringe ich meinen eigenen Verstärker mit, ist das der Schertler Jam, der sich wunderbar für akustischen Sound eignet.
Ansonsten verwende ich das T.C Hellicon Reverb FX Gerät (voice tone R1 Vocalprozessor Pedal), um auf der Bühne eigene Kontrolle für den Hall zu haben. Ich arbeite ab und zu auch mit Loopstation, dort verwende ich die Boss RC-505 Loop Station.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Das Interesse und dass ich mich in einem Thema auch mal verlieren und die Zeit in der Recherche vergessen kann. Ich denke, dass das bewusste Hören von Musik genauso wichtig ist wie das Spielen. Unsere ganze Hörerfahrung spielt eine tragende Rolle in der Improvisation. Es bildet unser Vokabular, auf welches wir zurückgreifen, um uns auszudrücken.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Für mich ist die Stimme ein unheimlich starkes Instrument, da es so unmittelbar und direkt ist. Unser Körper ist das Instrument, es transportiert ganz viele Emotionen und hat eine starke Metaebene. Auch ermöglicht die Stimme eine wahnsinnig breite Palette an Sounds und Text. Die Stimme kann verschiedenste Klänge imitieren und kreieren, das macht es für mich zu einem vielseitigen, spannenden Werkzeug.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ich achte besonders auf das ganzheitliche arbeiten meines Schülers/meiner Schülerin. Wie ist die Atmung und die Körperhaltung? Gibt es Verkrampfungen und wenn ja, warum? Kann der Klang frei schwingen? Danach gehe ich stark auf die Wünsche ein. Bei der Repertoire-Aneignung arbeite ich anders als beim Komponieren.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Gerne beginne ich mit einem Warm-Up, wo wir in den Körper kommen und die Stimme auf die danach folgende Arbeit vorbereiten. Dann gehen wir in die Musik. Hierbei bestimmen wir zusammen, wie tief die Arbeit geht. Üben wir zuerst ein Stück zu singen oder geht es bereits um technisch anspruchsvolle Stellen/Bögen usw., ist die Interpretation oder Improvisation bereits ein Thema?
Wenn dann noch Zeit bleibt, gebe ich gerne noch einen musikalischen Input. Eventuell etwas, was mir spontan in den Sinn kommt, was spannend sein könnte. Eine Entdeckung einer neuen Band/eines Musikstückes, ein Tipp für ein tolles Live-Konzert in der Nähe oder die Empfehlung für eine offene Jam-Session?

Wie gehst du bei Kindern vor?
Wenn das Interesse da ist, machen wir jeweils eine Kombination von Piano und Stimmunterricht.
Ein spielerisches Einsingen mit Bildern wie Apfelpflücken und Bogenspannen, danach setzen wir uns ans Klavier und lernen die Töne in allen Oktaven kennen. Dann singen wir einfache Stücke und versuchen uns selber zu begleiten. Nur mit Basstönen und wenn das klappt sogar mit Dreiklängen in der Grundstellung. So lernen die Kinder die Kombination von Notenlesen, Instrument und Stimme. Sie eignen sich die Fähigkeit an, sich selbst zu begleiten und verstehen den Zusammenhang von Melodie und Harmonik. Hierbei geht es noch mehr um das Einüben von Repertoire als um spezifische Stimmtechnik. Je nach Alter und Interesse vom Kind gehen wir dann langsam in diese Richtung. Das wichtigste hierbei ist, den Spass und die Neugierde nicht zu verlieren. Musik ist toll und existiert in verschiedensten Formen. Das würde ich gerne weitergeben.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Wenn ein Mensch nach einem Konzert zu mir kommt, mich umarmt und gerührt von seiner/ihrer Assoziation erzählt, ist das für mich ein erfüllendes Gefühl. Auch verbinde ich mein Musikerinnenleben mit Freiheit. Ich durfte auf Grund der Musik viel reisen. An einen komplett unbekannten Ort zu kommen und dort ein Konzert spielen zu können ist für mich etwas unfassbar aufregendes. Dann kreiert man einen einzigartigen Moment, eine Art Geheimnis zwischen Publikum und MusikerIn. Mein tollstes Erlebnis war, als ich in Philadelphia an einer Jamsession mit unbekannten Menschen gespielt habe. Die Erfahrung, dass du irgendwo auf dieser Welt hinreisen kannst und dort mit anderen MusikerInnen ohne zu Proben spielen kannst und ein quasi universelles Repertoire vorhanden ist, ist toll.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das müsste wohl der grosse Saal im Kulturcasino Bern gewesen sein.

Mit welcher MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Joni Mitchell oder Kate Bush. Ihre Ideen und Arbeitsweisen kennenzulernen und hinter die Kulissen zu sehen, würde mich sehr interessieren.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Da kommt mir spontan das Album United von Phoenix in den Sinn. Diese Hits könnte ich auf Repeat hören, ich glaube das wird nie alt.

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Überall, wo die Musik stimmig hinpasst und aufmerksame Ohren vor Ort sind. Bisher habe ich Locations wie das Birds Eye Basel oder etwas ungewöhnlichere, intime Orte wie zum Beispiel Hauskonzerte oder Literaturcafés sehr geschätzt.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich lerne gerne neue Kulturen kennen und mag es, mich mit spannenden Menschen auszutauschen. Zufrieden fühle ich mich auch, wenn ich mich draussen bewegen kann oder mal eine leckere Mahlzeit koche.

Recommendation for Mirjam Hässig

Achim, 57, Ingenieur aus Fribourg (SchülerIn)
Für mich war Mirjam die perfekte Wahl. Sie war sofort in der Lage sich auf meine Bedürfnisse einzustellen was Methodik, Songauswahl und Übungen angeht. Dazu hat sie eine überaus motivierende Art und hört genau die Stärken und Schwächen heraus, um daraus weitere Schritte für den Unterricht abzuleiten. Auch die theoretischen Grundlagen vermittelt sie mit Hilfe von bildhaften Vergleichen sehr anschaulich. Und stimmlich kann sie natürlich locker jedes Genre und jeden Stil bedienen. Kurzum: Eine absolut empfehlenswerte Gesangslehrerin!

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