Learn singing with

Nicole Alexandra Matter

Gesang für Musical, Pop & Chanson

Nicole hat über 20 Jahre Erfahrung auf der internationalen Musicalbühne und unterrichtet seit 15 Jahren leidenschaftlich gerne Gesang.

Price

10 lessons of 45 min.: CHF 990

Die Probelektion ist unverbindlich und kostet CHF 99. Wenn danach ein Abo abgeschlossen wird, gilt die Probelektion als erste Lektion vom Abo. Wenn nicht, wird diese einzeln verrechnet.

portrait of Nicole Alexandra Matter

Location

-
5712 Beinwil am See

Nicole Alexandra Matter also offers distance learning.

How does distance learning work for us?

Instrument

Singing

Music style

Musical, pop, and chanson

Level

Beginner, Advanced, and Master

Language

German and English

Age

Nicole Alexandra Matter teaches students from 16 years

Interview with Nicole Alexandra Matter

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Es ist schwierig, sich da auf eine Person zu begrenzen. Gesang sollte immer mehr sein, als eine Abfolge von Tönen und Wörtern. Die Sänger und Sängerinnen, denen das Herz auf der Zunge liegt, haben mich daher schon immer am meisten fasziniert. Authenitizität und Durchlässigkeit sind mir extrem wichtig. Im Pop Bereich wäre das für mich z.Bsp Sarah Bareilles. Im technisch sehr anspruchsvollen Fach «Musical» habe ich mir oft Aufnahmen von Pia Douwes angehört, da sie sehr natürlich die deutsche Sprache mit der Musik verbindet. Im Chanson Bereich hat mir Anna Depenbusch gezeigt, dass dieses Genre alles andere als verstaubt ist und eine unfassbar direkte Art des Ausdrucks möglich macht.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Technisch: Gesangsunterricht entmystifizieren und dich zum/zur souveränen Sänger*in machen. Künstlerisch: Deine Essenz, das, was dich einzigartig macht, herauskitzeln.

Wie hast du singen gelernt?
Mit ca. 15 Jahren wurde ich im Schüler*innenchor «entdeckt» und mein Musiklehrer hat meinen Eltern dann Gesangsunterricht nahegelegt. Die erste Erfahrung dazu war aber leider schrecklich. Aus meiner damaligen Sicht, mit 15, kam ich dann zu einer «grauhaarigen Tante», die auf meinem Bauch herumgedrückt hat. Mir ist bis heute nicht klar, was die da gemacht hat. Zum Glück kam danach eine gute Erfahrung mit einer Lehrerin, die mir neben Pop und Jazz auch das Musicalfach näher gebracht hat. 3 Jahre später schaffte ich die Aufnahmeprüfung in Hamburg und durfte bei der Sopranistin Eva Maria Tersson und dem Tenor Perrin Manzer Allen durch alle Höhen und Tiefen einer breit gefächerten Gesangsausbildung gehen und bilde mich bis heute stetig weiter.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Das Songschreiben und Komponieren habe ich zwar versucht, hatte aber so hohe Anspüche an mich selbst, dass ich es dann wieder gelassen habe. Aber vielleicht kommt das irgendwann wieder.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Auf meinem ganz pesönlichen Kehlkopf. ;)

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Unnachgiebigkeit, Leidenschaft und Fleiss. Ich gebe nicht auf, bis ich etwas im Schlaf beherrsche. Das bringt erstaunliche Ergebnisse, Glücksgefühle und eine hohe Souveränitat.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Gesang ist das einzige Instrument, welches mit uns als Mensch eng verbunden ist. Mit keinem anderen Instrument kann man sich so persönlich zum Ausdruck bringen.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Der/die Schüler*in muss sich wohl fühlen, denn sonst geht gar nichts. Unser Instrument ist etwas sehr persönliches und als Lehrerin muss ich eine Atmosphäre schaffen, die dem gerecht wird. Ausserdem muss ich als Lehrerin die Lust, Leidenschaft und Motivation der Schüler*innen spüren. Ich sage immer, es braucht «Fleisch am Knochen», und dieses Fleisch muss der/die Schüler*in mitbringen. Wenn ich spüre, dass der/die Schüler*in zum x-ten Mal eine Ausrede bringt, warum er/sie zuhause nicht geübt hat, dann ist er/sie bei mir nicht am richtigen Ort.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich frage immer kurz, wie es dem/der Schüler*in geht, denn der Gesundheitszustand, vor Allem des Gesangsapparates, hat Einfluss darauf, wie ich das Warm Up gestalte. Dann legen wir den technischen Fokus der Stunde fest und machen gezielte Übungen dazu, die wir im dritten Teil der Stunde an einem Lied versuchen umzusetzen. Die länge des Warm Up, des technischen Teiles und des Singens am Lied können variieren, je nachdem, was gerade am meisten Aufmerksamkeit benötigt.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Ich unterrichte keine Kinder, sondern nur jugendliche ab ca. 16 Jahren, Jungs erst nach dem Stimmbruch.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Auch da ist es schwierig etwas rauszupicken, da ich sehr viele sehr unterschiedliche Sachen gemacht habe. Aber nach längerem Nachdenken muss ich sagen, dass die magischsten Momente die Abende in den leeren, wunderschönen Übungsräumen in der Hamburger Speicherstadt waren, während der Ausbildung. Wo ich ganz in Ruhe stundenlang geübt und bei offenem Fenster, mit dem Wasser unter mir, in die Nacht hinein gesungen habe.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Ich glaube es war das Schauspielhaus Hamburg, mit ca. 1200 Plätzen.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich liebe die Momente mit Kolleg*innen auf der Bühne, wo Magie entsteht, die nur entstehen kann, wenn die Welt drumherum verschwindet und es nur noch um die Musik und die Botschaft darin geht. Im Rahmen eines gemeinsamen Konzertes durfte ich im vergangenen Herbst Xavier Naidoo kennen lernen. Er hat u.a «Ich glaube» von Udo Jürgens gesungen. Ich kannte das Lied bis dahin nicht, aber es hat mich zutiefst berührt. Gerne würde ich es mit ihm im Duett singen, am liebsten begleitet von unserem gemeinsamen Freund Richard Geppert.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
ABBA Gold. Abba macht gute Laune, die kann man auf einer einsamen Insel sicher gut gebrauchen. Alles andere sing ich dann einfach selbst mit meiner Ukulele.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich habe noch nie auf einer Freilichtbühne gespielt. Ich stelle mir das zwar auch herausfordernd vor, aber es wäre im wahrsten Sinne «erfrischend», die trockene Bühnenluft ohne Tageslicht mal gegen frische Luft um die Nase zu tauschen.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Als 20 jährige hätte ich geantwortet «Es gibt nichts anderes als Musik». Heute, 20 Jahre später, bin ich verheiratet und stolzes Mami einer quirligen kleinen Tochter und geniesse die Wärme unseres gemeinsamen Zuhauses. Erdung und emotionaler Rückhalt sind wichtig, vor allem in unserer Branche.