Music class that suits you

EN
Learn to piano with

Jan-Andrea Bard

Klavier für Jazz und andere Stile

Jan-Andrea Bard ist Komponist, Jazzpianist und leidenschaftlicher Pädagoge. Seine Bands sind Janto’s Holding und Janto’s Oktaeder.

Cost

10 lesson(s) 45 min. each : CHF 840


Location

Dorfstrasse 35
4057 Basel

Instrument

Piano

Music style

Modern jazz and bossa nova

Level

Beginner, Advanced and Master

Language

German and English


I can teach you

Interpretieren von Jazzstandards, Improvisation, Komponieren, Jazztheorie, Technik, Spielen in Bands, Studiumsvorbereitung

Education

Musikhochschule Basel, Abteilung Jazz, Master in Musikpädagogik. Bei: Lester Menezes, Hans Feigenwinter

Bands / formations I have played in

Janto’s Holding, Janto’s Oktaeder

ehemalige Bands: ETH Bigband, Jason Boon Bigband

I love to teach you songs / works from these artists / composers

Jazzstandards und vieles mehr

Jan-Andrea Bard

Interview with Jan-Andrea Bard

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Mein letzter Lehrer an der Jazzschule: Lester Menezes. Er ist ein fantastischer Musiker und ein grandioser Pädagoge. Er forderte viel von mir. Platz, um mich hinter meinen Schwächen zu verstecken, liess er mir nicht. Als ich eine Krise durchmachte, verlangte er von mir die Entscheidung, jetzt mit Vollgas weiterzumachen oder die Jazzschule jetzt abzubrechen. Ich hab mich glücklicherweise für’s Vollgas entschieden.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Realistisch betrachtet, glaube ich nicht, dass es so was gibt. Auf der ganzen Welt gibt es immer jemanden, der etwas noch besser macht als du. Was mir ganz gut liegt, ist dir klarzumachen, dass es keine Fehler gibt, sondern ungewollt erklingende Harmonien lediglich unterbewusste Wegweiser in eine musikalische Zukunft sind, in welcher du die Harmonien gezielt einsetzen können wirst.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Es gibt ein Foto von klein Jan-Andrea, gerade mal eben das halbwegs stabile Stehen auf zwei Beinen erlernt. Mit äusserster Hingabe recke ich mich, eine Hand am Klavierstuhl für’s Gleichgewicht, auf Zehenspitzen, um mit dem Zeigefinger der anderen Hand eine Taste des grossen schwarzen Instruments zu drücken.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich habe einen 2-Meter-37-Petrov-Flügel. Der hat ganz schön satte Bässe und einen samtenen Klang. Ganz gerne mag ich auch die C2 und C3 von Yamaha. Die sind etwas spitzer im Klang und haben einen mittelschweren Anschlag, der mich durch seine Griffigkeit begeistert.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Die Geduld. Üben trägt nur bedingt Früchte von heute auf morgen. Geduld ist notwendig, um ohne kurzfristig Quantensprünge zu erwarten, dran zu bleiben und dem roten Faden zu folgen. Der Fortschritt und der Erfolg muss sich einstellen, wenn man mit ganzem Herzen und Geduld übt und dranbleibt.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mein Flügel hat pinke und grüne „Rallystreifen“, die seine Konturen in abstrakter Weise keck nachzeichnen.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ich entwickle Unterrichtsmethoden während des Unterrichtens. Jede Stunde ist ein neues Universum. Was letzte Lektion funktionierte, muss in dieser keine Gültigkeit mehr haben. Ich gehe kreativ und intuitiv vor, um die gerade notwendige Methode / Übung zu finden. Oft geht das auch im Dialog mit dem Schüler, beide sind verantwortlich für das gute Gelingen von Unterricht. Die Lehrperson lernt nicht weniger vom Schüler als umgekehrt.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich achte mich darauf, jede Stunde mehrere Themenbereiche abzudecken: Songs spielen, Harmonielehre, Gehörbildung, Improvisation oder Technik. Wenn nötig begleite ich den Schüler auf dem Flügel, am Schlagzeug oder singend.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Zuerst mal ganz viel ohne Noten spielen! Die Vorstellung, Musik = Notenlesen ist (leider) bereits in so manche Kinderwelt vorgedrungen. Bei Kindern ist mir wichtig, deren unglaubliche Kreativität und Unvoreingenommenheit zu nutzen. So wird auch der Unterricht mit einem vermeintlich öden Klavierschulklassiker wie dem Aaron zum Spass. Ich lasse mir von Kindern gerne neue Sichtweisen vermitteln. Erstaunlich früh nehmen Kinder stereotype Verhaltensweisen aus der Erwachsenenwelt an. Mit ein wenig pickeln lässt sich diese dünne „Kruste“ jedoch leicht abbröckeln und die wahre Kreativität kommt zum Vorschein.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
An einem Konzert gegen Ende unserer Herbsttour 2015, die Band war unglaublich eingespielt aufeinander, erreichten wir ein neues Level im Bandspiel. Stücke wurden auf der Bühne in Echtzeit neu arrangiert. Wir improvisierten nicht nur mit den Harmonien sondern mit der ganzen Form der Stücke. Es herrschte eine heilige Stimmung, wie man sie in gewissen Kirchen oder in der Gegenwart von Heiligen wahrnehmen kann.

Welches war die grösste Bühne auf der du gespielt hast?
Mit der Duo-Version meiner Band Janto’s Holding konnten wir am Aalener Jazzfest (Deutschland) 2014 als Vorgruppe von Ulf Wakenius und Youn Soun Nah spielen.

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Bänz Öschter. Er ist der genialste Bassist der schweizer Jazzszene und ein Musiker von Weltformat. Dabei total bescheiden. Seine Basslinien sind nicht einzelne Noten, sondern ein kontinuierlicher Fluss. Bänz ist für mich fleischgewordene Musik.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen? 
„Both sides now“ von Joni Mitchell. Auf dieser CD habe ich alles, was mein Musikerherz begehrt. Eine Sängerin von aussergewöhnlicher Ausdruckskraft, geschmackvolle Bigbandarrangments, Orchester und zum Weinen schöne Songtexte begleitet von Wayne Shorters strahlendem Sopransaxofon.

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Sehr gerne würde ich im Moods in Zürich spielen. Das ist einer der Königsklubs in der Schweiz. Der Club, den ich am meisten mag, in dem ich bereits gespielt habe, ist die Esse-Bar in Winterthur. Dort gibt es tolles Equipment, sympathische Gastgeber und ein aufmerksames Publikum.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meditation, Yoga, meine Schwester. Für Meditation und Yoga gehe ich jeweils in einen Ashram in Kerala, Südindien. Dort übe ich mich auch im Bhajan-Singen (hingebungsvolle Gesänge) und dem Harmoniumspiel. Meine Schwester teilt mit mir mein Leben, seit ich mich erinnern kann. So eine vertraute, verbündete Person zu haben, ist sehr schön.


© 2019 Instrumentor GmbH'