Gitarre, E-Gitarre, Akustische Gitarre, Gesang, Schlagzeug, Klavier (Piano), Keyboard und Musikproduktion lernen bei
Guido Schilliger
Gesang, Gitarre und Schlagzeug im Bandkontext
Guido ist seit 30 Jahren mit Leidenschaft Musiker, erfahren in Bands, auf Bühnen, im Studio und beim Unterrichten.
Preis
10 Lektionen an 45 Min.: CHF 930
Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.
Standort
Sennweidstrasse 43
6312 Steinhausen
Dorf
6043 Adligenswil
Instrument
Gitarre, E-Gitarre, Akustische Gitarre, Gesang, Schlagzeug, Klavier (Piano), Keyboard und Musikproduktion
Musikstil
Indie Rock, Pop, Rock, Alternative Rock und Folk
Niveau
Anfänger und Fortgeschrittene
Sprache
Deutsch und Englisch
Alter
Guido Schilliger unterrichtet Schüler*innen ab 12 Jahren
Das bringe ich dir bei
Mir geht es vor allem um den berühmten Wow-Effekt: um die Freude und Faszination für Musik, die dafür sorgt, dass man sein Instrument immer wieder in die Hand nimmt, neues entdeckt und das eigene Feuer immer wieder entfacht.
Im Zentrum steht bei mir der Song. Wie funktioniert das Zusammenspiel in einer Band? Was ist mein eigener Beitrag zum grossen Ganzen? Wie spiele oder singe ich so, dass es dem Song dient? Technische Fähigkeiten gehören natürlich dazu, aber sie sind für mich kein Selbstzweck.
Ein schönes Ziel kann sein, das Erarbeitete bei uns im Studio aufzunehmen. So wird aus dem Unterricht etwas ganz Konkretes: eine eigene Aufnahme, die man am Ende auch hören und mit nach Hause nehmen kann.
Ausbildung
Lehrerseminar Stadt Luzern, 5 Jahre Klavierunterricht bei Eva Mainardi
Mehrere Jahre Schlagzeugunterricht Yamaha Musikschule Luzern
Academy of contemporary music Zürich (ACM), 1 Jahr Vorkurs, Hauptinstrument Schlagzeug
Musikhochschule Luzern, Fakultat III (ehemals Jazz-Schule), 3 Jahre allgemeine Abteilung, Hauptinstrument Schlagzeug
Projekte
Pilomotor
A Driven Mind
Stücke / Werke von diesen Künstler*innen / Komponist*innen bringe ich dir am liebsten bei
Smashing Pumpkins, Pearl Jam, Foo Fighters, Coldplay, Nirvana, Switchfoot und Oasis
Interview mit Guido Schilliger
Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Das waren über die Jahre tatsächlich sehr viele. Die Initialzündung kam aber sicher durch Bands wie Pearl Jam oder die Smashing Pumpkins. Mich faszinierte, dass diese Musik damals neu und anders klang: roh und laut, gleichzeitig aber auch filigran, emotional und melancholisch. Gerade diese Gegensätze faszinieren und prägen mich bis heute.
Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Durch meine vielen Jahre als Musiker und Songwriter, aber auch als Produzent und Tontechniker, habe ich einen echten Rundumblick entwickelt. Ich höre ein Instrument nie nur für sich, sondern immer auch im Kontext des Songs: Welchen Platz nimmt es ein, was braucht die Musik und welchen Beitrag kann es zum grossen Ganzen leisten? Dazu gehört auch das Gespür dafür, wann weniger mehr ist und wann ein einzelner Ton mehr bewirken kann als zehn.
Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Im Lehrerseminar hatten wir einmal eine Projektwoche, und ein paar Freunde aus meiner Klasse und ich beschlossen, einen Song zu schreiben und aufzunehmen. Im Musikzimmer stand ein Drumset herum, und ich dachte mir: Ich setze mich einfach mal hin und haue ein bisschen drauflos. Nach einigen Minuten Lärm meinte einer meiner Freunde: «Hey, das klingt cool!» Genau da wurde ein Schalter umgelegt und seither bin ich vom Musikmachen nicht mehr losgekommen.
Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Der Prozess ist nicht immer ganz gleich, aber die Musik steht bei mir immer an erster Stelle. Eine erste Idee nehme ich meist direkt mit dem Handy auf. Das kann ein Thema auf dem Klavier oder der Gitarre sein. Dazu summe ich eine mögliche Gesangslinie oder singe zunächst in einer Art Pseudo-Englisch, mit Fantasiewörtern, die vor allem Melodie und zum Teil Rhythmus transportieren. Oft kommentiere ich dabei auch gleich, welche Akkorde ich spiele, damit ich sie später nicht wieder mühsam herausfinden muss.
Diese Skizze importiere ich anschliessend in meine DAW und baue den Song nach und nach weiter aus, meist beginnend mit Drums und Bass. Der Text entsteht bei mir oft erst ganz am Schluss, und ist oft der aufwändigste Teil des ganzen Prozesses.
Auf welchem Equipment spielst du heute?
Mein Starclassic Performer Drumset aus Birke habe ich noch immer, auch wenn es seit einiger Zeit in seinen Cases schlummert. Meist spiele ich heute auf dem Ludwig-Set in unserem Studio, gerne mit einer meiner beiden Lieblings-Snares: einer Sonor Delite oder einer Ludwig Supraphonic aus den 70er-Jahren.
Zu Hause stehen ausserdem ein paar E-Gitarren von Gretsch, Duesenberg und Nash Guitars sowie meine geliebte Taylor Mini Akustikgitarre. Ein besonderes Stück ist mein Rhodes Mark I E-Piano, das fast genau so alt ist wie ich.
Und dann wäre da natürlich noch das Equipment in meinem hybriden Mixing-Studio mit analoger Hardware unter anderem von Warm Audio, Black Lion Audio, Louder Than Liftoff, CAPI und Trident, Strymon oder Hologram Electronics etc., sowie eine alte Revox A77 Bandmaschine. Ich mag Instrumente und Geräte mit Charakter, am Ende zählt für mich aber immer, was sie musikalisch zum Song beitragen.
Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Am meisten geholfen haben mir wohl meine Neugier und die anhaltende Begeisterung für Musik. Sie hat mich seit jeher tief berührt und durch sämtliche Facetten des Lebens begleitet. Das war und ist der Grund, weshalb ich mich ihr immer wieder von Neuem widme.
Es macht mir einfach unglaublich viel Spass, Neues kennenzulernen, Dinge auszuprobieren und auch mal unbekannte Wege zu gehen. Musik hat für mich so viele Facetten wie das Leben selbst und mit möglichst vielen davon in Berührung zu kommen, empfinde ich als unglaublich bereichernd.
Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Ich glaube, das kann ich nicht eindeutig beantworten. Jedes Instrument hat seine ganz eigenen Facetten und birgt das Potenzial, zu berühren und zu begeistern. Was daran besonders fasziniert, ist vermutlich sehr individuell.
Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Mir ist vor allem wichtig, dass der Spass an der Musik nicht auf der Strecke bleibt. Unterricht soll neugierig machen und möglichst viele Aha- und Wow-Momente schaffen also genau jene Momente, in denen plötzlich etwas aufgeht, besser klingt oder sich neu anfühlt. Diese Erlebnisse motivieren und sorgen dafür, dass man gerne weiterlernt.
Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich gestalte meine Musikstunden in erster Linie individuell und orientiere mich an den Wünschen und Zielen der Schülerin oder des Schülers. Wir können jammen, Songs gemeinsam anhören, analysieren und dazu spielen oder singen.
Dabei versuche ich herauszufinden, was Spass macht, wo die persönlichen Stärken liegen und an welchen Punkten wir gemeinsam weiterarbeiten können. Daraus entwickelt sich der Unterricht, der möglichst praxisnah, musikalisch und ohne ein starres Schema auskommen soll.
Wie gehst du bei Kindern vor?
Grundsätzlich ähnlich wie bei Erwachsenen: individuell, spielerisch und immer mit Blick darauf, was das Kind gerade interessiert und motiviert. Bei Kindern achte ich darauf, das Tempo und die Inhalte gut anzupassen um möglichst schnell Erfolgserlebnisse zu schaffen.
Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Da gibt es einige. Unvergessen ist natürlich das allererste Konzert. Später kamen dann besondere Momente wie die zwei Nominationen für den Swiss Top Award (heute «Best Talent») auf DRS 3, jeweils verbunden mit einem einstündigen Special im Radio, die ganzseitige Albumkritik in der Neuen Luzerner Zeitung mit 5 von 5 Sternen oder der Auftritt am Heitere Open Air.
Ein weiteres Highlight waren auch die Aufnahmen in den legendären PUK Studios in Dänemark, wo bereits Künstler wie Depeche Mode und Elton John gearbeitet haben.
Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das kann ich gar nicht so eindeutig sagen. Das Open Air Emmen/Eschenbach, welches es inzwischen nicht mehr gibt, war ziemlich gross. Die Bühne im Volkshaus in Zürich ist ebenfalls eindrücklich. Ebenso der Konzertsaal des KKL Luzern.
Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Mit Büne Huber. Für mich ist er ein grosser Musikant und ein eindrücklicher Poet. Mit ihm zu spielen wäre vermutlich eine Erfahrung, die weit über die Musik hinausgeht. Und weil meine Kinder die grössten Fans von ihm sind.
Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Das wäre eine extrem schwierige Entscheidung. Wahrscheinlich würde ich aber Sea Change von Beck mitnehmen. Das Album ist so wunderbar in sich gekehrt und melancholisch und würde vermutlich perfekt zu der Stimmung passen, die einen irgendwann überkommt, wenn man einsam auf einer Insel sitzt.
Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich bin auf vielen Bühnen gestanden, von denen ich früher geträumt habe. Meine «Herzbühne» war aber immer die Schüür, auch wenn ich da immer am nervösesten war, weil es einfach eine andere Herausforderung ist, vor Freunden und Familie zu spielen.
Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie, Gesundheit, Respekt und gutes Essen.