Instrumentor

Geige (Violine) lernen bei

Laura Schuler

Klassische- und Jazzgeige

Laura ist eine vielseitige Violinistin im Bereich Jazz, Folk und Avantgarde. Sie spielt in verschiedenen Projekten in der Schweiz und im Ausland.

Porträt von Laura Schuler

Standort

Marzilistrasse 47
3005 Bern

Instrument

Geige (Violine)

Musikstil

Modern Jazz, Gipsy, Swing, Volksmusik und Klassik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch und Spanisch

Alter

Laura Schuler unterrichtet Schüler*innen ab 18 Jahren

Interview mit Laura Schuler

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Meine Mutter (Cellistin). Weil sie, als ich begonnen habe Geige zu spielen, fast täglich mit mir zusammen gespielt und geübt hat. Sie hat mir auch die Kunst des Zuhörens gezeigt. So haben wir z.B stundenlang dem Vogelgetzwitscher, dem Bachrauschen und dem Wind in den Bäumen zugehört.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Die Freude am Klang. Einen sehr sinnlichen und körperlichen Zugang zum Instrument und zur Musik. Verschiedene Formen der Improvisation. Vetrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Als ich 17 Jahre alt war, wollte ich eigentlich aufhören Geige zu spielen, weil ich nicht mehr nur an klassischer Musik interessiert war und ich noch nicht wusste, dass man ja alle möglichen Stile auf der Geige spielen kann. Eines Tages fragte mich ein Freund, ob ich Lust hätte an einer Country­-Night zu spielen. Ich traute es mir im ersten Moment überhaupt nicht zu. Doch als ich anfing die Stücke zu lernen (es gab keine Noten, ich spielte einfach die Melodien einer CD nach), fing mir das Ganze an grossen Spass zu machen! So liebe ich es bis heute, Musik von Aufnahmen nach zu spielen.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Auf meiner akustischen Geige. Wenn ich verstärke dann am liebsten mit einem DPA Mikrophon und über meinen AER­acoustic Verstärker. Ich mag den Klang der akustischen Geige sehr. Es gibt so viele unterschiedliche Dynamiken und Spielweisen so, dass ich meistens gar keine Effekte vermisse.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Mein Perfektionismus und die Freude am Lernen. Ausserdem die Fähigkeit, mich ganz auf den Moment einzulassen und die Welt um mich herum zu vergessen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Es ist vielen verschiedenen Stilen einsetzbar. Man kennt es vor allem aus der klassischen und Folks­-Musik. Die Geige klingt aber auch sehr gut in der Jazzimprovisation. Ausserdem kann man mit der Geige ganz viele lustige und interessante Geräusche machen. Und man kann mehrere Töne gleichzeitig spielen (2 – 3 stimmige Akkorde).

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Ich achte mich besonders darauf, dass ich den Schüler in seinem momentanen Gemütszustand wahrnehme und so das richtige Mass an Strenge oder Milde finde. Je nachdem kann Kritik und Lob sehr unterschiedlich wirken. Es ist mir weiter sehr wichtig, den Schüler nach seinen eigenen Empfindungen zu fragen. Denn schlussendlich lernt er von seiner eigenen Wahrnehmung und dessen Analyse am meisten. Mit anderen Worten, ich möchte, dass er oder sie es am eigenen Leib erfährt, wenn die Geige z.B frei klingt oder wenn ein Ton ganz genau intoniert ist. Die Erfahrung darf nicht nur Theorie bleiben, sondern muss körperlich werden.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Es ist sehr unterschiedlich. Bei Anfängern machen wir zuerst ein bisschen Körper – und Aufwärmeübungen. Bei Fortgeschrittenen die z.B Jazztheorie bei mir lernen, kann es sein, dass wir eine halbe Stunde nur reden oder gleich losjammen.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Da versuche ich herauszufinden was das Kind ausserhalb der Musik interessiert und baue dies in den Unterricht ein. Wenn es z.B gerne Tiere hat, machen wir deren Laute auf der Violine nach. Oder ich überlege mir lustige Spiele wie z.B das Echo, wo es ums möglichst genaue Wiederholen von dem geht, was der andere spielt.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Einmal nach einem Konzert kam eine Frau auf mich zu und sagte, sie hätte die Ganze Zeit während wir spielten weinen müssen. Sie sei nicht eigentlich traurig, aber die Musik hätte sie so tief berührt und in eine andere Welt mitgenommen, so dass sie die Tränen nicht mehr zurück halten konnte.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Bejazz Club Bern, Schlauer Bauer Festival Wetzikon

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Julian Sartorius. Weil er so unglaublich kreativ und verspielt ist. Er kann auf allen Gegenständen die unterschiedlichsten Klängen und Rythmen hervorzaubern.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
The Madman of Naranam

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
BeFlat Club Bern

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Reisen (das mache ich auch viel mit der Musik), Menschen, Lesen, Natur, Sonne.