Instrumentor

Geige (Violine), Gesang und Musikproduktion lernen bei

Laura Schuler

Violine, Gesang und Musikproduktion

Laura ist eine vielseitige Musikerin im Bereich Jazz, Folk, Pop, Neue, Alte und improvisierte Musik. Solo oder in verschiedenen Bands erfindet sie sich immer wieder neu.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Laura Schuler

Standort

Manuelstrasse 78
3006 Bern

Instrument

Geige (Violine), Gesang und Musikproduktion

Musikstil

Jazz, Pop, Folk, Singer-Songwriter, Experimentelle Musik und Freie Improvisation

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch und Spanisch

Alter

Laura Schuler unterrichtet Schüler*innen ab 6 Jahren

Interview mit Laura Schuler

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Meine Mutter (Cellistin). Weil sie, als ich begonnen habe Geige zu spielen, fast täglich mit mir zusammen gespielt und geübt hat. Sie hat mir auch die Kunst des Zuhörens gezeigt. So haben wir z.B stundenlang dem Vogelgetzwitscher, dem Bachrauschen und dem Wind in den Bäumen zugehört.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Die Freude am Klang. Einen sehr sinnlichen und körperlichen Zugang zum Instrument, zur Stimme und zur Musik. Verschiedene Formen der Improvisation und Komposition. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und deiner „eigenen“ Musik auf die Spur kommen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Als ich 17 Jahre alt war, wollte ich eigentlich aufhören Geige zu spielen, weil ich nicht mehr nur an klassischer Musik interessiert war und ich noch nicht wusste, dass man ja alle möglichen Stile auf der Geige spielen kann. Eines Tages fragte mich ein Freund, ob ich Lust hätte an einer Country­-Night zu spielen. Ich traute es mir im ersten Moment überhaupt nicht zu. Doch als ich anfing die Stücke zu lernen (es gab keine Noten, ich spielte einfach die Melodien einer CD nach), fing mir das Ganze an grossen Spass zu machen! Das Singen kam erste später, etwa vor sieben Jahren dazu. Während einem Aufenthalt in New York begann ich Unterricht zu nehmen und meine Stimme professionell zu trainieren.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Auf meiner akustischen Geige und Stimme. Ich mag den Klang der akustischen Geige sehr. Es gibt so viele unterschiedliche Dynamiken und Spielweisen so, dass ich meistens gar keine Effekte vermisse. Zusätzlich setze ich aber auch Elektronik ein. Bei der Musikproduktion benutze ich Ableton, ich mag das Programm sehr und es ist relativ einfach zum handhaben.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Mein Perfektionismus und die Freude am Lernen. Ausserdem die Fähigkeit, mich ganz auf den Moment einzulassen und die Welt um mich herum zu vergessen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Geige ist in vielen verschiedenen Stilen einsetzbar. Man kennt sie vor allem aus der klassischen und Folks­-Musik. Die Geige klingt aber auch sehr gut in der Jazzimprovisation. Ausserdem kann man mit der Geige ganz viele lustige und interessante Geräusche machen. Und man kann mehrere Töne gleichzeitig spielen (2 – 3 stimmige Akkorde).

Auch die Stimme erlaubt einen sehr individuellen Ausdruck -  sei dies in der freien Improvisation oder in einem Song, die Interpretation unglaublich vielseitig.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Ich achte mich besonders darauf, dass ich den Schüler in seinem momentanen Gemütszustand wahrnehme und so das richtige Mass an Strenge oder Milde finde. Je nachdem kann Kritik und Lob sehr unterschiedlich wirken. Es ist mir weiter sehr wichtig, den Schüler nach seinen eigenen Empfindungen zu fragen. Denn schlussendlich lernt er von seiner eigenen Wahrnehmung und dessen Analyse am meisten. Mit anderen Worten, ich möchte, dass er oder sie es am eigenen Leib erfährt, wenn die Geige z.B frei klingt oder wenn ein Ton ganz genau intoniert ist. Die Erfahrung darf nicht nur Theorie bleiben, sondern muss körperlich werden.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Wie der Unterricht konkret aussieht, hängt ganz davon ab, an welchen Themenbereichen wir arbeiten. In der ersten Lektion nehmen wir uns Zeit, um herauszufinden, was dich besonders interessiert und wo du musikalisch hinmöchtest.
Im Zentrum steht dabei immer das gemeinsame Musikmachen. Neben dem Erklären und Reflektieren geht es vor allem ums Ausprobieren, Entdecken und Spielen – spielen, spielen, spielen!

Wie gehst du bei Kindern vor?
Da versuche ich herauszufinden was das Kind ausserhalb der Musik interessiert und baue dies in den Unterricht ein. Wenn es z.B gerne Tiere hat, machen wir deren Laute auf der Violine nach. Oder ich überlege mir lustige Spiele wie z.B das Echo, wo es ums möglichst genaue Wiederholen von dem geht, was der andere spielt.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Einmal nach einem Konzert kam eine Frau auf mich zu und sagte, sie hätte die Ganze Zeit während wir spielten weinen müssen. Sie sei nicht eigentlich traurig, aber die Musik hätte sie so tief berührt und in eine andere Welt mitgenommen, so dass sie die Tränen nicht mehr zurück halten konnte.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Bad Bonn Kilbi, Parkonia, Badenfahrt, Moers Jazzfestival

Mit welchem*welcher Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich spiele momentan bereits mit meinen Lieblingsmusiker*innen zusammen. Dies ist mein Bruder Luzius Schuler und sie Geigerin Anouck Genthon! Das kann sich aber wieder änder und ich freue mich sehr darauf, neue tolle Musiker*innen kennen zu lernen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Das Debutalbum von Björk

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich spiele gerne an der Bad Bonn Kilbi, würde gern am Rewire Festival spielen

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Tochter, Freunde*innen, Essen, Natur, Zeitung Lesen, Sauna