Geige (Violine) lernen bei

Alessio Machi

Unterricht für Violine

Alessio ist leidenschaftlicher Geiger und engagiert sich in diversen Orchestern, Kammermusik- und Ensembleformationen, deren Spannweite von Sinfonieorchester über Opernproduktionen bis hin zu Popfestivals reicht.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Alessio Machi

Standort

Im Straumeier
5436 Würenlos

Schlossweg
6010 Kriens

Instrument

Geige (Violine)

Musikstil

Barock, Klassik, Romantik und Zeitgenössische Musik

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Englisch und Italienisch

Alter

Alessio Machi unterrichtet Schüler*innen ab 6 Jahren

Interview mit Alessio Machi

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Am meisten beeinflusst haben mich bis jetzt meine letzten beiden Lehrerinnen und Dozentinnen, Isabelle van Keulen und Renate Steinmann. Sie sind nicht nur inspirierende musikalische Persönlichkeiten, sondern haben mich auch erkennen lassen, wie wichtig und wirksam konstruktive Rückmeldungen und eine positive Einstellung im Unterricht sind. Dadurch lernt man nicht nur besser, sondern das Musizieren macht auch mehr Spass!

Was kannst du auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Ich lege persönlich viel Wert auf das Thema “Üben”. Genauso wichtig wie die Arbeit an technischen und musikalischen Aspekten ist die Auseinandersetzung mit der Frage, wie man denn genau daran arbeitet. Wie übt man eine schnelle Passage? Wie kann man die Intonation oder den Klang verbessern? Wie erzeuge ich denn überhaupt eine musikalische Linie? Da das Thema Üben auch in meiner Laufbahn oft zu kurz gekommen ist, bin ich nun in der Lage, meinen Schüler*innen eine grosse Palette an selbst erprobten Übstrategien und -techniken mit auf den Weg zu geben.
Ein anderer Schwerpunkt liegt auf dem physiologischen Aspekt des Geigenspiels, also auf der Körperhaltung und den verschiedenen Bewegungsabläufen. Eine natürliche Haltung, entspanntes Spiel und das richtige Setup (Stütze, Kinnhalter, etc.) erleichtern die Arbeit auf dem Instrument enorm!

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Meine erste Geige habe ich von meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen. Nach ersten Eigenversuchen besuchte ich schliesslich die Musikschule. Von da an war mein Weg mit der Geige von sehr vielen Lehrpersonenwechseln geprägt - ganze sechs sind es bis heute! Gemeinsam decken sie wohl das ganze pädagogische Spektrum ab: von sehr gleichgültig bis sehr streng war alles dabei. Das war zum Teil sehr mühsam, doch dadurch habe ich gelernt, flexibel und selbstständig zu sein, was mir heute sehr zugutekommt.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Komponiert habe ich bisher meistens im Rahmen meines Studiums. Beim ersten Schritt handelte es sich dabei um ein Brainstorming, ich habe also alles, was mir spontan eingefallen ist - seien es Melodien, Rhythmen, Harmonien oder generelle Konzepte - einfach mal aufgeschrieben. Je nach dem, was aus der Komposition werden sollte (z.B. eine Stilkopie, ein Song, etc.) habe ich dann etwas strukturierter mit meinen Ideen weitergearbeitet.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele auf einer Geige von Charles Gaillard aus Paris aus dem Jahr 1863 und einem modernen Bogen von Andrea Proietti. Gemeinsam erzeugen Geige und Bogen einen wendigen und klaren Klang, den ich sehr mag.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Das wäre wohl meine analytische Denkweise. Ich halte es für wichtig, zu wissen, was beim Üben erreicht werden soll und dann eine entsprechende Herangehensweise zu wählen. Dabei ist es auch wichtig, zu verstehen, warum etwas funktioniert oder eben nicht und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Zugegebenermassen bin ich manchmal vielleicht etwas verkopft - da kann es manchmal auch helfen, sich mehr von der eigenen Intuition leiten zu lassen. Trotzdem ist Struktur für mich sehr viel Wert!

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Wohl kaum ein anderes Instrument hat meiner Meinung nach so viele verschiedene Klangfarben, -effekte und -qualitäten auf Lager wie die Geige. Blickt man auf die Musikgeschichte zurück, galt sie schon immer als Favoritin und hat zu einigen der schönsten Kompositionen überhaupt angeregt! Was das Repertoire angeht, ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Zuerst einmal ist es mir sehr wichtig, die Schüler*innen dort abzuholen, wo sie stehen und dabei auf ihre Vorkenntnisse, Bedürfnisse und Ziele einzugehen. Das soll natürlich in einer lockeren und ungezwungenen Atmosphäre passieren. Zudem ist es mir ein Anliegen, den Schüler*innen im Unterricht die Werkzeuge mitzugeben, die sie brauchen, um auf dem Instrument auch selbstständig Fortschritte machen zu können. Im Unterricht sieht man sich vielleicht ein Mal pro Woche, weshalb es wichtig ist, zu wissen, wie man die restliche Zeit am besten gestaltet.
Neben der Thematisierung von Übstrategien und einem gesunden Körperbewusstsein, die ich vorher schon erwähnt habe, gehört da eine transparente Unterrichtsgestaltung und -planung dazu. Das heisst, die Unterrichtsinhalte sollen immer nachvollziehbar sein und in Absprache mit den Schüler*innen gewählt werden.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich beginne meistens mit einem kurzen Warm-Up: Wir schütteln uns, klopfen uns ab und lassen das Blut richtig zirkulieren - fast so wie beim Sport! Die Schüler*innen haben bei der Gestaltung des Unterrichts natürlich Mitspracherecht - schliesslich sollen sie ja am meisten vom Unterricht profitieren. In den meisten Fällen arbeitet man aber an ausgewählten Stücken. Wo es musikalisch Sinn ergibt, lasse ich dann andere Thematiken einfliessen, seien es technische Inputs, passende Übstrategien oder vielleicht auch eine musiktheoretische Erklärung. Wichtig ist mir dabei aber, dass alles in einem musikalischen Kontext geschieht und den Schüler*innen auch Spass bereitet.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Im Grunde ähnlich! Bei Kindern ist allerdings ein spielerischer Umgang sehr wichtig, um die Inhalte möglichst verständlich und anregend zu vermitteln - zum Beispiel ein Memory zum Lernen von Notenwerten und Rhythmen, das "Rucksackspiel" oder technische Übungen wie die "Bogenspinne". Klingt lustig, nicht? Natürlich liegt bei Kindern auch nicht gleich viel Verantwortung, was die Äusserung von Zielen und Wünschen angeht, sondern das zeigt sich durch die Zusammenarbeit meistens automatisch.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker*in?
Das tollste Erlebnis war wohl, mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester in der Elbphilharmonie in Hamburg spielen zu dürfen. Nicht nur war das Programm, das Orchester und die Stimmung klasse, sondern ich werde nie vergessen, wie es war, in den riesigen Konzertsaal einzutreten und Publikum zu erblicken, wo auch immer ich hinschaute.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die Elbphilharmonie in Hamburg.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Mit Isabelle Faust. Sie gehört zu meinen absoluten Lieblingsgeiger*innen, weil sie eine unglaublich vielfältige Musikerin ist und für jeden Stil die passende Tonsprache findet, ohne dabei ihren persönlichen Ausdruck zu verlieren.

Welche Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
“Beethoven Around the World” vom Quatuor Ebène. Beethovens Streichquartette sind schlichtweg genial, und durch die brillante Interpretation wird man sofort in den Bann der Musik gezogen. Langweilig wäre es mir dann auf der Insel sicher nicht!

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Im KKL Luzern spiele ich sehr gerne, weil der Saal einfach wunderschön ist und natürlich auch toll klingt!

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie und meine Freund*innen. Ich habe auch eine Schwäche für Desserts und das Backen!