Schlagzeug und Percussion lernen bei

Andy Leumann

Schlagzeug, Cajon & Djembe für diverse Stile

Andy Leumann ist ein vielbeschäftigter Live-und Studiodrummer in den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Er tourt in ganz Europa und hat über hundert Studioproduktionen eingespielt.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790.0

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Andy Leumann

Standort

Signalstrasse 5
9401 Rorschach

Wiesstrasse 10A
9410 Heiden

Instrument

Schlagzeug und Percussion

Musikstil

Pop, Jazz, Blues und Funk

Niveau

Fortgeschrittene, Master und Anfänger

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch

Alter

Andy Leumann unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren

Interview mit Andy Leumann

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Da sind (natürlich) zwei Drummer.

Billy Cobham : Ich zog mir Mahavishnu Orchestra Platten rein und wusste oft nicht, was da drum-mässig abging. Dann sah ich ihn am Fernseher live mit seinem riesigen, durchsichtigen FIBES Plexi Drumset: unmöglich, die richtigen Worte zu finden! Diese Kraft und Geschwindigkeit, Unabhängigkeit und Dynamik von Null auf Hundert hatte ich bis da noch nie gesehen, gehört oder verspürt!

Billie Brooks: Ich ging mit Freunden an ein Konzert in St.Gallen, wusste aber nicht, was mich erwarten würde. Bevor ich etwas sehen konnte, hörte ich die Musik und stutzte. Da müssen mindestens zwei  Drummer am Werk sein, dachte ich mir. Weit gefehlt! Billie trommelte, dass der gesamte afrikanische Dschungel hörbar wurde. Vom Libellenschlag bis zur Elefantenherde.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Ich weiss zwar nicht, was Dir andere Lehrer*innen beibringen können, aber ich weiss, was ich kann und das werde ich Dir spielerisch aufbauend beibringen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
In unsern Schullagern wurde auf den Zimmern „musiziert“. Einer hatte eine Gitarre und mir stellten meine Kumpels einen Stuhl hin. Ich versuchte, mit blossen Händen irgendwelche Beats zu spielen. Die Jungs hatten offenbar bemerkt, dass ich permanent und überall herumtrommelte. So war dieser Stuhl mein erstes Drumset und bald lieh mir ein Freund ein Uraltdrum, das er sich von einem andern Freund ausgeliehen hatte.

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Mein erstes richtiges Schlagzeug war ein PEARL President und mein aktuelles ein PEARL Reference. Seit 35 Jahren (mit einem kurzen Unterbruch) endorse ich diese Firma: simlpy the best!

Seit dreissig Jahren bin ich ein Member der Zildjian Family (zildjian.com) und vertraue auf die Vielfalt dieser wunderbaren Becken (Konstantinople und K-Series). Etwa gleichlang bearbeite ich meine Felle (Favorit REMO Ambassador coated) mit Agner Swiss Drumsticks, Modell Jazz Fusion (agner-sticks.com).

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Ich denke, ich kann gut zuhören. Das hat mir geholfen, die ersten Beats und Grooves von Schallplatten herauszuhören. Zudem höre ich mir selber beim Üben zu und habe dadurch eine gute Selbstkontrolle.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Schlagzeugspielen macht und hält fit und ist bewiesenermassen gut für die Entwicklung und Erhaltung unserer Hirnzellen!

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Speziell achte ich auf die Körperhaltung und Positionierung am Instrument. Das heisst, der/die Schüler*in sollte alle Teile davon locker erreichen, ohne die Körperhaltung gross zu verändern. Übungsprinzipien sind solange wichtig, bis die Ausnahme eintritt.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Aufwärmen im Sinn von lockerem „eingrooven“ und erarbeiten von einfachen Einspielübungen. Wo stehen wir? Je nach Stand Übungen ausbauen oder andere Herangehensweisen aufzeigen. Wenn immer möglich Musikbeispiele hinzuziehen.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Ähnlich, ausser dass beim behandelten Stoff jeweils das Datum eingetragen wird: das hilft!

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker und warum?
Ein sehr beeindruckendes Erlebnis am Open Air St.Gallen:

Wir spielten unmittelbar vor Whitesnake. Hunderte ihrer Fans warteten direkt vor der Bühne und verlangten lautstark : „Whitesnake, Whitesnake!!!“ Wir brauchten die Hälfte unseres Gigs, bis sie uns akzeptiert hatten und mitmachten.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Ich denke, das Open Air St.Gallen oder das Gurtenfestival z`Bärn.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Mit Billy Joel, der spielt Klavier oft, als wäre es ein Schlaginstrument. Das inspiriert mich sehr und ich hoffe natürlich, ihm würde das auch so gehen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Vielleicht gar keine? Stell dir vor, ich nehme meine Lieblingsplatte mit, höre sie tausendmal an, weil ich nur diese eine dabei habe. Danach könnte ich mir „Spectrum“ von Billy Cobham nie mehr anhören und würde sie als Haifischfutter ins Meer schmeissen!!

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Am liebsten spielte ich im Jazzclub Rorschach, u.a. weil dort die Bühne unterhalb des Bodensee Wasserspiegels stand!! Da ich sowieso am liebsten in Clubs spiele, würde ich gerne im Ronnie Scott`s in London auftreten, weil dort alle, aber wirklich alle grossen Drummer spielten und spielen.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Die Natur geniessen, Joggen, Langlaufen, Wasserskifahren, Lesen, a Gläsle Rotwein trinken.