Instrumentor

Querflöte und Klavier (Piano) lernen bei

Blanka Kerekes

Querflöte, Piccolo und Klavier – von ersten musikalischen Schritten bis zur professionellen Laufbahn

Blanka Kerekes ist eine vielseitige Künstlerpersönlichkeit, Querflötistin, Solistin und Flötenpädagogin. Als ausgewählte „Sankyo Artist“ gehört sie zu den weltweit bedeutendsten und angesehensten Flötistinnen und Flötisten und repräsentiert die renommierte Marke Sankyo auf internationaler Ebene. - „Musik ist ein unsichtbarer Faden, der Seelen miteinander verbindet” - Blanka Kerekes

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 1200

Die Probelektion ist unverbindlich und kostet CHF 120. Wenn danach ein Abo abgeschlossen wird, gilt die Probelektion als erste Lektion vom Abo. Wenn nicht, wird diese einzeln verrechnet. Blanka unterrichtet für Erwachsene ausschliesslich 60 Min für 160 CHF.

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Blanka Kerekes (Foto: Babják Tamás)

Credits: Babják Tamás

Standort

Hauptstrasse
8708 Männedorf

Blanka Kerekes bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Instrument

Querflöte und Klavier (Piano)

Musikstil

Klassik, Jazz, Pop, Filmmusik, Improvisierte Musik, Freie Improvisation, Barock, Romantik und Blues

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch und Ungarisch

Alter

Blanka Kerekes unterrichtet Schüler*innen ab 8 Jahren

Interview mit Blanka Kerekes

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
In meiner Kindheit lief zu Hause ständig Musik – dadurch durfte ich sehr früh ein breites musikalisches Spektrum kennenlernen, von Klassik über Jazz, Volksmusik und Blues bis hin zum Chanson.
Besonders geprägt hat mich die Klangwelt der klassischen Querflöte, vor allem durch den ikonischen James Galway, der mit seiner aussergewöhnlichen Klangkultur und Ausdrucksvielfalt bis heute eine grosse Inspiration für mich ist.
Im Jazz begeistern mich die unverwechselbare Klangsprache von Chet Baker sowie die improvisatorische Freiheit von Miles Davis und Herbie Hancock. Im Bereich Blues und Rock fasziniert mich die differenzierte musikalische Ausdrucksweise und Klangvielfalt von Eric Clapton.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Meine besondere Stärke als Flötenpädagogin liegt in meiner aktiven internationalen Solistentätigkeit: Dadurch bin ich kontinuierlich mit den neuesten künstlerischen, technischen, stilistischen Innovationen sowie Trends und professionellen Anforderungen der internationalen Flötenszene vertraut und kann diese unmittelbar in meinen Unterricht integrieren.
Mein Unterricht basiert nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern auf gelebter künstlerischer Praxis und aktuellen musikalischen, technischen und professionellen Standards. Bereits meine Diplomarbeit stellte eine Innovation innerhalb des schweizerischen Musikbildungssystems dar.
Darauf aufbauend vermittle ich erweiterte Blastechniken sowie eine vielfältige Klangfarbenarbeit, die nicht nur den Klangraum erweitert, sondern auch die physischen Möglichkeiten des Ansatzes (Gesamtheit der Lippen-, Mund- und Gesichtsmuskeltechniken zur Tonerzeugung auf einem Blasinstrument) gezielt entwickelt und erweitert.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich bin in einer Künstlerfamilie aufgewachsen, in der Musik zum Alltag gehörte. Instrumente und gemeinsames Musizieren waren stets präsent, sodass sich mein Weg zur Musik fast von selbst entwickelt hat.
Mein Leben lang war ich sportlich aktiv und hatte eine gute körperliche Grundlage – etwas, das mir später beim Flötenspiel sehr geholfen hat, insbesondere im Hinblick auf Lungenkapazität und Ausdauer. Aus diesem Grund habe ich mich bewusst für ein Blasinstrument entschieden.
Im Laufe meiner Ausbildung kamen dann auch das Piccolospiel sowie das Klavierspiel hinzu, die meinen musikalischen Horizont zusätzlich erweitert haben.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich habe mehrere eigene Kompositionen, die aus einer künstlerischen Vision entstehen – inspiriert von Klangvorstellungen, Atmosphären, Bildern oder Szenen.
Meine Soundproduktionen realisiere ich vollständig selbst: Ich spiele alle Instrumente mehrstimmig ein, übernehme das gesamte Sounddesign sowie das Mastering und präsentiere die Werke anschliessend auch live mit meinem Instrument auf der Bühne.
Improvisation ist ebenfalls eine unmittelbare Form des Komponierens, die spontan im Moment auf der Bühne entsteht.
Auf Anfrage von Co-Artists, wie dem Golden-Globe-prämierten Julian Schnabel, entstehen auf Basis seiner Bilder zuvor von mir komponierte und aufgenommene Werke, die ich vor Ort durch Live-Improvisation zu einer Performance weiterführe und präsentiere.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Als «Sankyo Artist» spiele ich eine Sankyo Flöte, habe ein Keefe Piccolo und ein Korg E-Piano.
Für Konzerte und mein Producing arbeite ich mit Ableton Live sowie einem Focusrite Audio-Interface, Audio-Technica Kopfhörern, einem Shure Mikrofon, einer Boss RC-300 Loop Station und einem TC-Helicon VoiceLive Play Vocal Harmony- und Effektpedal.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich bin sehr dankbar für mein gutes Gehör und meine Musikalität, die mir beim Üben besonders helfen. Viele Werke erarbeite ich mir bewusst möglichst frei vom Noten, was mir auch auf der Bühne mehr Freiheit und gestalterische Offenheit ermöglicht.
Immer bestimmt das Ziel die Form des Übens – ob Rhythmusarbeit, Klangbildung, das Erarbeiten neuer Stücke oder die Vorbereitung auf Konzerte.
Sehr wichtig ist eine mentale und emotionale Einstimmung sowie eine positive Grundhaltung und das Bewusstsein, dass jeder einzelne Schritt auf dem Weg dazu beiträgt, sich weiterzuentwickeln und besser zu werden.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Querflöte ist nicht nur ein wunderschönes Instrument, sondern entwickelt als Blasinstrument auch körperliche Kondition und Ausdauer.
Sie ermöglicht ein breites Ausdrucksspektrum – von feinsten, filigranen Klangnuancen bis hin zu jazzigen und rockigen Interpretationen im Stil von Jethro Tull, deren elektrifizierende Klangwelt von einem sehr kraftvollen, vibrierenden, energischen und «strömenden» Klang geprägt ist, der jenseits des klassischen Klangideals steht.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Ich finde, dass die Liebe zur Musik der wichtigste Ausgangspunkt im Unterricht ist. Musizieren soll Freude bereiten, denn nur so kann man das Beste aus sich selbst herausholen.
Die Studierenden sollen mit Freude in den Unterricht kommen, sich auf die nächste gemeinsame Stunde freuen und darauf, ihr Instrument wieder zum Klingen zu bringen.
Dabei ist es mir wichtig, dass sie ihr Instrument als eine Art neuen Freund entdecken, als ein Ausdrucksmittel, auf das sie sich von nun an jederzeit verlassen können. Und dass sie Freude daran finden, gemeinsam mit Freunden wie am «Lagerfeuer» zu musizieren.

Wie baust du deine Musikstunden auf?

Im Zentrum meines Unterrichts steht der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen den Studierenden und mir, da es sich um sehr persönlichen Einzelunterricht handelt. Ziel ist es, dass sie sich in diesem geschützten Rahmen rasch sicher und wohl fühlen.
Da jede/jeder Schüler*in individuelle Voraussetzungen und Potenziale mitbringt, verstehe ich meinen Unterricht als einen massgeschneiderten Entwicklungsprozess, der sich an der Persönlichkeit und dem künstlerischen Weg der jeweiligen Person orientiert.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Ich berücksichtige die altersbedingten Besonderheiten jeder Altersgruppe - verfüge über umfassende pädagogische Erfahrung. Meine Unterrichtsmethoden orientiere ich konsequent an den individuellen Lernzielen im Flötenunterricht.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?

Ein besonderes Erlebnis als Musikerin war nach dem Konzert im KKL Luzern das Backstage-Jammen mit dem Weltstar-Geiger Nigel Kennedy. Wir haben noch stundenlang musiziert, gejammt und die echte Freude am gemeinsamen Spiel genossen.
Dabei hat er irgendwann das Platin Album seines Freundes David Bowie hervorgeholt. Wir haben es gemeinsam gehört und darüber diskutiert.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
KKL Luzern

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich habe das Glück, James Galway persönlich zu kennen, sein künstlerisches Schaffen schätze ich sehr. Gemeinsam mit ihm auf der Bühne zu musizieren hat sich bisher leider noch nicht ergeben, wäre für mich jedoch eine grosse Freude.
Mit Whitney Houston, Tina Turner, Eric Clapton, Richard Bona sowie vielen weiteren musikalischen Grössen hätte ich sehr gerne musiziert bzw. würde ich sehr gerne gemeinsam musizieren.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Leider gibt es keine «eine Platte», die die gesamte Vielfalt der musikalischen Stile vereint.
Wenn ich mich jedoch entscheiden müsste, würde ich eine klassische «Best-of»-Zusammenstellung mitnehmen – mit den schönsten Melodien der Opernwelt in den Interpretationen der bedeutendsten Opernsänger*innen, den bekanntesten sinfonischen Werken sowie prägenden Werken des klassischen Flötenrepertoires.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Carnegie Hall, New York

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?

Meine Familie, und meine Berufung. Die Schüler*innen, meine Kolleg*innen sowie der Sport sind sehr wichtig in meinem Leben.