Musikunterricht, der zu dir passt

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Gesang
Gesang, Klavier, Gitarre, Kontrabass und Songwriting lernen bei

Corinne Huber

Gesang Jazz, Pop & Soul mit Begleitung auf Klavier, Gitarre & Kontrabass

Corinne Huber ist eine freischaffende Musikerin und viel mit ihrer Band NOJAKîN auf Bühnen im In- und Ausland unterwegs. Sie schreibt ihre eigenen Songs mit Hilfe von Cello, Gitarre, Klavier und Kontrabass.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790


Standort

Instrument

Gesang, Klavier, Gitarre, Kontrabass und Songwriting

Musikstil

Jazz, Singer-Songwriter, Pop, Folk und Soul

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch und Französisch


Das bringe ich dir bei

Stimmbildung, Improvisation, Songwriting und Komponieren (auch für andere Instrumente), sich selber am Instrument begleiten, Studiovorbereitung, Prüfungsvorbereitung, Jazz Theorie / Harmonielehre, in Bands Spielen, eine eigene Band leiten

Ausbildung

Zurzeit Hochschule der Künste Bern. September 2017 Abschluss Master Jazz Komposition. Bei: Efrat Alony und Andreas Schaerer
Klassicher Unterricht, Atemtechnik und Körperbewusstein bei Dorothee Labusch.
Zuvor jahrelang Gitarren-, Klavier- und Cellounterricht.

In diesen Bands habe ich gespielt

NOJAKîN, NOJA, MAD GIRL, UBQ, Cophix

Stücke von diesen Künstlern bringe ich dir am liebsten bei

Lizz Wright, Eva Cassidy, Sophie Hunger, Norma Winstone, India Arie, Lauryn Hill, Elliott Smith, Portishead, Morcheeba, AIR, The Beatles, Nirvana, Cat Stevens, Michael Jackson, Prince, Stevie Wonder, Marvin Gaye, Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan, Billie Holiday, Miles Davis, Wayne Shorter und Dinah Washington u.v.m.
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Interview mit Corinne Huber

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Da kommen sehr viele Einflüsse zusammen! Aufgewachsen bin ich mit einem Pianisten-Papa. Wir haben zu Hause von klein auf viel improvisiert. Mein Zimmer war direkt oberhalb des Musikzimmers, und so waren die Proben meines Vaters oft meine Einschlafmusik. Als Teenie habe ich dann den Old School Hip Hop für mich entdeckt und hörte A Tribe Called Quest, Black Sheep, Pharcyde und Jurassic 5. Später kam Trip Hop hinzu mit Lamb, Morcheeba, Portishead und Air. Die Stimmen von India Arie, Lizz Wright, Jill Scott und Erykah Badu haben mich auch stark geprägt. Nicht zu vergessen Tom Waits, Cat Stevens und Nouvelle Vague. Und dann war da immer auch der instrumentale Jazz. Ich liebe Piano Trios und habe früher viel Keith Jarrett, Herbie Hancock, Brad Mehldau und später dann Robert Glasper und Gerald Clayton gehört. Deshalb gefallen mir heute wohl auch viele Sängerinnen mit einem instrumentalen Zugang zur Stimme wie Norma Winston, Sidsel Endresen, Gretchen Parlato oder Becca Stevens. 

Was kannst du mir gesanglich besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Ich kann dir helfen, deinen eigenen Klang und Ausdruck in der Stimme und im Songwriting zu finden. Gemeinsam erarbeiten wir Lieder, die du in die Stunde mitbringst oder Songs, die du selber geschrieben hast. Gerne zeige ich dir auch, wie man mit der Stimme improvisiert. Falls du Lust hast, deine eigenen Stücke zu komponieren und dich auf einem Instrument beim Singen selber zu begleiten, kann ich dir sicher weiterhelfen. Ich schreibe meine eigenen Songs mit der Hilfe von Gitarre, Klavier, Cello und Kontrabass. Ebenso kann ich dich mit meiner Erfahrung unterstützen, wenn du dich auf eine Studiosession oder Aufnahmeprüfung vorbereiten willst.

Wie hast du singen gelernt?
Mein Bruder und ich haben, als wir klein waren, unsere eigene Version von "Peter und der Wolf" bei uns zuhause in der Stube inszeniert. Dafür haben wir lange geprobt. Wir haben dann die verschiedenen Tiere nachgesungen und sind dabei eigenartig verkleidet durch den Raum getanzt... Es waren auch noch Flöten, Trommeln, Schlaghölzli und Rasseln im Einsatz. Vielleicht sollte ich das heute einmal wiederholen? So richtig los ging es dann in der Schülerband, die mein Vater geleitet hat, und wofür sie noch eine Sängerin gebraucht haben. Also hab ich das mal probiert! Und nie mehr aufgehört.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst?
Meistens habe ich eine Melodie mit bestimmten Harmonien, die mir gefallen und eine starke Stimmung vermitteln. Dann versuche ich, diese Stimmung in einem Text auszudrücken. Oder es ist umgekehrt: ich habe einen Text, einen bestimmten Inhalt, den ich durch die Musik ausdrücken möchte. 
Lange Rede kurzer Sinn: ich improvisiere in einer Endlosschlaufe an einem Instrument und singe dazu. Das kann Gitarre, Klavier, Cello oder Kontrabass sein. Dabei brauche ich auch vielfach elektronische Effekte, die eine starke Stimmung kreieren.
Zusätzlich lese ich grundsätzlich sehr gerne und viel, was mich inspiriert und mich auf neue Textideen und Inhalte bringt, die ich musikalisch umsetzen will. 

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich singe am liebsten mit dem Neumann KMS 105 Mikrofon, weil es meiner Meinung nach die verschiedenen Feinheiten der Stimme am besten wiedergibt. Daneben habe ich noch ein Shure Beta 87 A und ein Shure Beta 58. Mit dieser Auswahl kann ich mich immer dem Raum und der Band anpassen. An Konzerte nehme ich jeweils meinen Schertler Acoustic Amp mit, darauf klingen auch akkustische Instrumente wie Gitarre oder Bass gut. 

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Neugierde. Die Lust, Neues zu entdecken und auszuprobieren hat mich immer weiter gebracht. Wenn man Freude hat an dem, was man macht, lernt man schnell und wird dabei nicht müde.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mein Instrument ist das, was jeder Mensch hat. Die Stimme ist das natürlichste Instrument, jeder trägt es in sich. Deshalb ist sie auch ein sehr intuitives Instrument. Das gefällt mir. Ich mag Stimmen im Allgemeinen, auch gesprochene. Sie verraten viel über uns. 

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Nach meiner Erfahrung funktioniert Lernen am besten nach dem Lustprinzip. Worauf hast du Lust? Was macht dir Freude? Wohin möchtest du kommen? Dann ist es ein bisschen wie eine Fahrt mit dem Bus von A nach B: Auf dem Weg zum Ziel gibt es verschiedene Haltestellen. Diese Haltestellen werden wir zusammen im Unterricht definieren. Ich gebe mir Mühe, ein Lernumfeld zu gestalten, in dem du dich wohl fühlst und das dich inspiriert. Lernen ist etwas sehr individuelles, deshalb gibt es für mich keine vorgefertigten Rezepte, die für alle gelten. 

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Zuerst machen wir einige Lockerungsübungen und singen uns ein. Mir gefällt dieser Teil sehr, er ist ein bisschen wie Meditieren, man vergisst den Alltag und ist danach völlig entspannt. Dann widmen wir uns einem Song, den du mitgebracht hast oder arbeiten an einem Lied von dir. Am Schluss schauen wir, wie weit wir gekommen sind, und ich gebe dir Tipps, woran du alleine zu Hause weiterüben kannst bis zur nächsten Stunde. 

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern finde ich es vor allem wichtig, die grundlegende Lust und Neugierde an der Musik hervorzukitzeln und zu fördern. Häufig geht es weniger um ein konkretes Ziel als vielmehr darum, die unendliche Welt der Musik zu erkunden. Viel Singen und Spielen! Einen Kanon erfinden? Fingerfangis auf den schwarzen und weissen Klaviertasten? Ich lasse mich gerne auf musikalische Abenteuer ein.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Die Suisse Diagonales Jazz Tour im Winter 2017 mit meiner Band NOJAKîN war für mich eine sehr spezielle Erfahrung. Im Rahmen des Festivals für Schweizer Newcomer Jazzbands sind wir durch die ganze Schweiz getourt und haben in Jazzclubs in der Welschschweiz, im Tessin und in der Deutschschweiz gespielt. Es war ein tolles Gefühl, selber auf diesen Bühnen zu spielen, wo man zuvor schon viele seiner Vorbilder erlebt hat.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die Bühne im Kammgarn Schaffhausen, die ist schon sehr gross. Gut, dass wir eine recht grosse Band sind! Im Kammgarn haben wir das Abschlusskonzert unser Suisse Diagonales Jazz Tour gespielt, es war also auch emotional. Wir waren alle etwas traurig, dass die Tour nun vorbei ist. 

Mit welchem(r) MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Da gibt es viele! Es kommt aber nicht nur auf den Musiker an. Was für ein Mensch im Musiker steckt, ist mindestens genau so wichtig. Ob es musikalisch und persönlich harmoniert, findet man nur heraus, indem man zusammen spielt. Mit Louis Jucker und Emilie Zoé von Autisti würde ich gern mal ein Lied machen.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Im Moment wäre das das neue Werk von Louis Jucker "L'Altro Mondo", das ich erst gerade gekauft und noch nicht gehört habe. Louis Jucker habe ich am diesjährigen Cully Jazz Festival mit seinem Duo Autisti gehört. Das war ein super Konzert. Das Werk ist eine Sammlung von fünf CDs, die Louis mit verschiedenen Musikern zwischen 2012 und 2016 selber aufgenommen hat. Die Soloplatte von Keith Jarrett "Melody at Night" würde ich aber auch mitschmuggeln, die begleitet mich schon ewig.

Auf welcher Bühne spielst du am liebsten?
Ich mag es, an besonderen Orten wie auf einem alten, schaukelnden Schiff oder an einem Sommernachtsfest draussen unter den Bäumen zu spielen. Kleine, intime Orte haben eine sehr spezielle Atmosphäre und man spürt das Publikum. Deshalb gefallen mir auch Wohnzimmerkonzerte so gut. Am liebsten habe ich die Abwechslung zwischen diesen persönlichen Konzerten an aussergewöhnlichen Orten und Auftritten auf etablierten Clubbühnen wie dem BeJazz Club hier in Bern.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich koche gerne für meine Freunde, reise mit dem Zelt durch die Wildnis fernab der Zivilisation, lese Bücher, Zeitungen und alles, was mir in die Finger kommt. Ich bin viel draussen in der Natur, kann sehr lange tanzen, wenn die Musik stimmt, liege in der Sonne und schwimme gerne.


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