Saxophon lernen bei

Elori Baume

Saxophon für diverse Stile / Grundlage des Querflötenspiels / Improvisation für sämtliche Instrumente / Komposition, Musik- und Jazztheorie

Elori Baume ist ein Saxophonist, Komponist und Lehrer. Der westschweizer Musiker mit Wohnsitz in Bern, ist in diversen Musikstilen und Projekten aktiv.  

Elori Baume bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Elori Baume

Standort

Sulgenrain 24
3007 Bern

Instrument

Saxophon

Musikstil

Jazz, Funk, Pop, Latin, Bebop, Swing und Freie Improvisation

Niveau

Fortgeschrittene, Master und Anfänger

Sprache

Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch

Alter

Elori Baume unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren

Interview mit Elori Baume

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Ich kann diese Frage nicht mit einer bestimmten Person beantworten. So viele Musiker*innen haben mich sowohl künstlerisch wie persönlich in verschiedenen Arten beeinflusst. Herbie Hancock und Miles Davis haben mir gezeigt, dass man in ganz verschieden Musikstilen aktiv sein kann. Maceo Parker hat mir gezeigt, wieviel ein Saxophon grooven kann. Von Otis Sandsjö und Marius Neset habe ich gelernt, wie unendlich die technischen Möglichkeiten am Saxophon sind. Ich könnte natürlich diese Liste ewig verlängern.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Da ich mich selbst sehr für alle Musikstile interessiere, kann ich diese Vielfalt in meinen Unterricht einbringen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe mit 9 angefangen, Saxophon zu spielen, aber am meisten interessierte mich die Musik im Allgemeinen. Zu dieser Zeit war ich also nicht sehr fleissig beim Üben, weil ich gleichzeitig autodidaktisch Klavier und Komposition lernte. Parallel dazu nahm ich auch Schlagzeug- und Gitarrenunterricht. Ich habe erst richtig angefangen, mich dem Saxophon zu widmen, als ich entschieden habe, die Musik zu meinem Beruf zu machen.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Bei mir fängt es immer mit einer ganz einfachen Idee an. Diese Idee kann ein melodisches Motiv sein, ein rhythmisches Konzept, eine Akkordfolge usw. Dann versuche ich, diese Idee zu entwickeln. Das braucht aber Zeit, Geduld und oft ein gesunder Anteil an Frustration.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Mein Tenorsaxophon ist momentan ein Selmer Mark VI, mit einem Otto Link Metall Mundstück und Vandoren Blätter. Ich habe einfach nach vielen Versuchen herausgefunden, dass dies die beste Kombination für mich ist, um den Klang zu bekommen, den ich mir wünsche.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Mir hat meine Selbstdisziplin am meisten beim Üben geholfen. Disziplin ist aber nicht alles und es ist mir immer wichtig, zu wissen, wann ich auch nicht üben soll.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Saxophon hat eine Klangfarbe, die der menschlichen Stimme ziemlich ähnlich ist. Deshalb hat es vielleicht ein grösseres emotionales Potential, oder einfacher zu erreichen. Dieses Instrument hat auch enorm viele spezifische technische Möglichkeiten.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Beim Unterrichten achte ich immer darauf, dass meine Lektionen den Bedürfnissen der/des Schülers/Schülerin entsprechen. Ich versuche, am Anfang keine Erwartungen zu haben, um mich von den Zielen der Lernenden beeinflussen zu lassen. Mir ist auch eine gute Atmosphäre extrem wichtig, damit man Spass und Lust hat, zu lernen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Diese Frage ist schwierig zu beantworten, weil ich immer versuche, meine Methode anzupassen. Wenn die Schüler*innen mit einer klaren Vorstellung in die Lektion kommen, versuche ich ihnen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Wenn sie aber nicht genau wissen, was sie wollen, versuche ich ihnen zu helfen, das herauszufinden, indem wir viel Verschiedenes machen: diverse Musikstile, Improvisation, ihre Lieblingsstücke usw...

Wie gehst du bei Kindern vor?
Natürlich ist vor allem die Kommunikation anders, als mit Erwachsenen. Ich gehe mit ihnen sehr spielerisch vor. Mit Kindern versuche ich eine noch klarere Struktur zu haben, weil sie tendenziell weniger Erwartungen haben und meine Rolle ist öfter, die Lektion wirklich zu führen, als sie nur zu coachen. Mir ist auch sehr wichtig, eine gute Beziehung mit den Eltern zu gestalten.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Im Jahr 2021 habe ich mit meiner Band Octante-et-Onze unser erstes Album Sous-Jacent aufgenommen und veröffentlicht, welche mit einer Tournee von Konzerten in der Schweiz getauft wurde. Da wir dieses Projekt ohne Label realisierten, haben wir alles selber organisiert. Das war eine tolle Erfahrung und ich habe dabei extrem viel gelernt.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Auch mit Octante-et-Onze habe ich im Palladium in Genf gespielt, an der "Fête de la musique".

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
So viele Musiker*innen inspirieren mich riesig, aber wenn ich eine*n davon auswählen müsste, würde ich Maceo Parker sagen. Bei ihm scheint die Stimmung auf der Bühne und die Freude an der Musik riesig zu sein.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Vielleicht erstaunlich für einen Saxophonlehrer: Things Fall Apart von The Roots. Ich liebe so viele Platten aber von dieser werde ich nie müde, und das scheint mir wichtig auf einer einsamen Insel.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich habe keine Traumbühne sondern ein Traumpublikum. Ich würde mir einfach ein offenes und aufmerksames Publikum wünschen, egal wo.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Viel. Es ist mir sehr wichtig, dass Musik nicht mein ganzes Leben bestimmt. Ich mache unter anderem viel Sport und bin immer mit dem Fahrrad unterwegs, sowohl für tägliche Strecken wie für grosse Distanzen durch Europa.