Instrumentor

Trompete lernen bei

Emmanuel Dietrich

Trompete von Jazz über Hip-Hop bis zur Klassik

Emmanuel ist ein vielseitiger und aktiver Musiker, der in unterschiedlichsten Formationen wirkt. Sein künstlerisches Schaffen  reicht von Modern Jazz bis Funk – mit Improvisation und Groove im Zentrum.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 990

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Emmanuel Dietrich

Standort

Cäsar-Ritz-Strasse 18
8046 Zürich

-
8041 Zürich

Emmanuel Dietrich bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Instrument

Trompete

Musikstil

Groove, Jazz, Modern Jazz, Contemporary Jazz, Latin Jazz, Funk, Big Band, Hip-Hop, Soul, Freie Improvisation und Klassik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch

Alter

Emmanuel Dietrich unterrichtet Schüler*innen ab 10 Jahren

Interview mit Emmanuel Dietrich

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Der Musiker Miles Davis. Neben seinem unverwechselbaren Klang, seiner Wandlungsfähigkeit und seinem unglaublichen musikalischen Gespür gab es einen ganz wichtigen Moment in meiner Musikerkarriere, der mit ihm verbunden ist. Nach etwa drei Jahren Trompetenspiel kam ich an einen Punkt, an dem ich keine intrinsische Motivation mehr zum Üben verspürte. Im Sommer dieses Jahres hat mir meine Mutter glücklicherweise die Biografie von Miles Davis in die Hand gedrückt, die ich daraufhin zu Ende gelesen habe. Da mich diese Persönlichkeit und der damit verbundene Lebensstil so faszinierten, führte das dazu, dass ich wieder begann, aus eigenem Antrieb mehr zu üben.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Die Verknüpfung des Spielens verschiedener Rhythmen auf dem Instrument mit dem Einbeziehen des ganzen Körpers ist für mich zentral. Neben dem Trompetenspiel tanze ich Popping (urbaner Tanz). Dadurch habe ich über die Jahre gelernt, meinen Körper zu unterschiedlichen Rhythmen zu bewegen. Diese Erfahrung konnte ich auf das Trompetenspiel übertragen, was mir sehr geholfen hat.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Als mein damaliger Schlagzeuglehrer Chris Jäger nach Luzern ging, um zu studieren, war ich so enttäuscht, dass ich nicht mehr weiterspielen wollte. Nachdem ich mit dem Schlagzeug aufgehört hatte, besuchte ich erneut die Instrumenten-Infotage an der Primarschule und entdeckte dabei die Trompete für mich.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Wenn mir eine Idee kommt, halte ich sie sofort in einer Audioaufnahme fest. Beim konkreten Komponieren orientiere ich mich zunächst an Harmonien und Akkordfolgen, die mich ansprechen. Danach entwickle ich den melodischen Rhythmus und lege die Form des Stücks fest. Anschliessend singe ich mögliche Linien und bestimme die Töne, die mit den Harmonien zusammenpassen.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Hauptsächlich akustisch, ohne elektronische Klangveränderung. In der Praxis wird nach wie vor meist erwartet, dass die Trompete akustisch oder mit Dämpfern gespielt wird. Im Rahmen meines Bachelorprojekts habe ich allerdings auch mit einem Oktaver experimentiert. In welchem Umfang ich diesen Ansatz künftig weiterverfolge, ist noch offen.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Strukturiertes und diszipliniertes Üben. Neben dem Trompetenspiel bin ich stets vielen weiteren Aktivitäten nachgegangen. Deshalb stand mir oft nur begrenzt Zeit zum Üben zur Verfügung, sodass ich mir immer genau überlegen musste, wie ich diese Zeit möglichst effizient nutzen kann.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Einen ganz eigenen, persönlichen Sound. Der Ton wird durch den eigenen Körper erzeugt und klingt deshalb bei jedem Menschen anders.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Es ist mir ein grosses Anliegen, mein Wissen weiterzugeben und jede Schülerin und jeden Schüler dort abzuholen, wo sie oder er steht, und sie bzw. ihn in der individuellen musikalischen Entwicklung weiterzubringen. Mein Anspruch ist es, eine möglichst positive Unterrichtsatmosphäre zu schaffen, in der die Freude an der Musik immer an erster Stelle steht.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich gehe im Unterricht nach folgendem Schema vor:
- Begrüssung und Abholen des/der Schülers/Schüler*in durch ein kurzes Gespräch 
- Einwärm- und Aufbauübungen
- Standortbestimmung durch Vorspielen des erarbeiteten Materials
- Gezielte Arbeit an spezifischen Stellen und technischen Aspekten
- Einführung von neuem Material
- Zusammenfassung der neuen Inhalte sowie Festlegen der Aufgaben bis zur nächsten Lektion

Wie gehst du bei Kindern vor?
gleich wie oben 

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Das war, als ich Costa Rica für ein paar Monate besuchte. Während dieser Reise spielte ich zusammen mit einem Gitarristen auf einem Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang. Ich blickte über vier Bergketten bis zum weit entfernten Meer und wurde von dieser beeindruckenden Naturkulisse in den Bann gezogen. In diesem Moment die Trompete zu spielen, fühlte sich einfach magisch an. Ein solches Erlebnis habe ich bisher kein zweites Mal erfahren.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das KKL in Luzern

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Gerne mit Keith Jarrett. Neben der Trompete ist das Klavier mein Lieblingsinstrument, und wie dieser Musiker es zum Klingen bringt, fasziniert mich sehr – besonders auch, wie expressiv er seinen Körper dabei einsetzt. Zudem inspiriert mich sein konsequent lyrisches Spiel so stark, dass ich im vergangenen Jahr ein Solo von ihm transkribiert und gespielt habe.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Die Platte Blue in Green von Miles Davis ist für mich ein Meisterwerk der improvisierten Musik. Sie vermittelt eine Tiefe und Verbundenheit, wie ich sie bei kaum einem anderen Werk empfinde. Besonders der Song Flamenco Sketches berührt mich immer wieder. Vielleicht ist er für eine einsame Insel etwas zu melancholisch, doch langfristig sehe ich darin eine wunderbare Quelle für Inspiration und Lebensenergie.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Die Bühne, die Akustik und das Ambiente des Jazz Club Hidden Harlekin gefallen mir ausserordentlich, und ich fühle mich beim Spielen dort rundum wohl.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie und Freunde, meine Leidenschaft für Tanzen und Kochen, die Bewegung in der Natur sowie die Bereitschaft, immer offen für Neues zu bleiben.