Saxophon lernen bei

Francis Petter

Saxophon, Klarinette & Taragot für Klezmer, Folk, Jazz, Blues und freie Improvisation

Francis Petter ist ein aktiver Live-Musiker und spielt in verschiedenen Projekten von experimenteller Musik bis zu Folklore aus dem Balkan. Er ist zu hören mit Randolina, Newa-Trio und Petter-Moser.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Francis Petter

Standort

Magnusstrasse 5
8004 Zürich

Instrument

Saxophon

Musikstil

Klezmer, Balkan, Folk, Jazz, Blues, Freie Improvisation und Improvisierte Musik

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Englisch und Französisch

Alter

Francis Petter unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren

Interview mit Francis Petter

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Gianluigi Trovesi, die Verbindung von experimenteller Musik, Jazz und Folklore hat mich vom ersten Hören an extrem fasziniert. Einer meiner absoluten Lieblingsmusiker seit fast 40 Jahren.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Lausche auf den Klang deines Instruments, lausche in dein Inneres und versuche ihm klingend Gestalt zu geben. Ich kann dir ausserdem die typischen Spielweisen der osteuropäischen Musik beibringen und viele Tricks für spezielle Klänge.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
In dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin gab es einen unglaublich guten Jazz-Plattenladen, man durfte dort noch alle Schallplatten anhören, vor dem Kauf. Als ich am Ladentresen stand und ich das erste Mal Eric Dolphy Bassklarinette spielen hörte wusste ich in diesem Augenblick, dieses Instrument muss ich haben. Es dauerte nur ein paar Tage meine erste Bassklarinette zu organisieren. Meine erste Band war eine Art Strassen-Band (bisschen New-Orleans Marching Band) und ich habe vorwiegend Baritonsax gespielt - immerhin hatten wir mal einen Gig mit Peter Schärli als Gast-Star an der Trompete, weil er der Lehrer einer unserer Trompeter war.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst?
Tendenziell komme ich eher von der Begleitung her, ich erfinde ein Bassriff, eine Akkordfolge, dazu finde ich dann eine Melodie.

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Das gibt eine lange Liste: Selmer Mk VI Sopransax, Selmer Soloist Mundstück, King Super 20 Altosax, Mundstück von Johannes Gerber, King Super 20 Tenorsax, Selmer Airflow Mundstück (refaced), Conn „Chew Berry“ Baritonsax (New-Wonder II), Meyer Mundstück, Selmer Recital Bb-Klarinette, Lomax Mundstück, Noblet Artist C-Klarinette, Selmer Privilege Bassklarinette, Selmer Concept Mundstück, Stowasser Taragot, Mundstück von Andreas Schöni. Ich mag den Klang der alten amerikanischen Saxophone, Sie klingen dunkler als die europäischen, ebenso mag ich Selmer Klarinetten für ihren grossen Klang.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Grosses Interesse an Klang- und Sound-Erforschung. Ich hatte schon immer ein grosses Interesse daran, wie Instrumente klingen und welche alternativen Sounds man damit noch produzieren könnte..und eine gewisse Sturheit vielleicht.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Saxophone und Klarinetten haben unendliche Klangmöglichkeiten, wie auch absolut coole Geräusche, die produziert werden können.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Es sollte eine Balance geben zwischen Technik lernen, Neues lernen und zusammen musizieren. Es soll eine gewisse Herausforderung geben, aber es soll definitiv auch einen gewissen „Fun-Faktor“ haben.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Sehr individuell, je nach dem wer grad kommt - aber möglicherweise: Zuerst etwas zum einspielen, dann vielleicht etwas neues, dann etwas, das wir schon spielen können um zusammen zu musizieren und zu improvisieren. Ich spiele auch Klavier zum begleiten oder wir nutzen Playalongs oder andere elektronische Begleitmöglichkeiten.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Ausprobieren lassen, der Neugier folgen, vorsichtig Inputs bringen, möglichst viel zusammen musizieren und Spass haben.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker und warum?
In Berlin spielten wir mit der Band „erikunddu“ in einem Kunstatelier, das regelmässig Konzerte veranstaltet, der Kühlspot Social Club. Aufgrund einer Erkrankung des Inhabers, war der Gig chaotisch organisiert und schlecht beworben. Am Schluss waren exakt gleich viele Zuhörer wie Musiker da. Aber noch nie hatten wir ein Publikum, das so intensiv zugehört hat und mit der Musik „verschmolzen“ ist. Einer unserer besten Gigs (zumindest musikalisch gesehen).

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Tollwood-Festival München.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Jean-Jacque Avenel - Ein toller Bassist.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
„Colline" mit Gianluigi Trovesi, Riccardo Tesi und Patrick Vaillant. Unglaublich tolle Verschmelzung von okzitanischer Musik mit Improvisation und einer Prise Jazz. Grossartige Instrumentalisten und coole Solos - eine meiner absoluten "all time favourites" Aufnahmen.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Im „Isebähnli“ in Baden und dem Horns Erben in Leipzig.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Velo fahren, gut kochen und essen, Family-Time mit meiner Tochter.