Musikunterricht, der zu dir passt

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Violine
Violine lernen bei

Frantz Loriot

Geige und Bratsche von Klassik bis Improvisation

Der französisch-japanische Bratschist Frantz Loriot tritt solo als auch in verschiedensten Besetzungen auf. Er verwendet Improvisation und Elektronik und bewegt sich an der Kreuzung verschiedener musikalischer Genres: improvisierte Musik, experimentelle Musik, Rock, Zeitgenössische Musik und Elektro. Er hat Beiträge zu interdisziplinären Projekten in Tanz, Bild und Poesie geleistet.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840


Standort

Instrument

Violine

Musikstil

Klassik, Improvisierte Musik, Rock, Pop und Zeitgenössische Musik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Englisch, Französisch und Japanisch


Das bringe ich dir bei

Neue Techniken, neuer Ansatz auf dem Instrument (erweiterte Techniken), Interesse für andere Musik, Improvisation, das Zusammenspiel mit andern MusikerInnen...

Ausbildung

2005-2006 : Chamber music class with Pascal Robault (Viola), at Ecole Nationale de Musique de Créteil (France).

2002-2003 : Class of composition and music analysis with Laurent Saudin, at Conservatoire Municipal G.Bizet (Paris - France).

2001 : Workshop of bow manufacturing with Alain Hérou (Paris - France).

1999-2002 : University of musicology, Paris VIII (Saint-Denis, France).

1999 : Baccalauréat Général Littéraire Option Musique, (Paris - France).

1998-2002 : Violin lessons with Yukari Taté (Paris - France).

1998 : Master class with Ivry Gitlis (Violin), Pont-Saint-Esprit (France).

1997 : Workshop of violin manufacturing with Patrick Arguence (Paris -France).

1993-1998 : Violin lessons with André and Christophe Pons and Nicolas Dupin

(from 1996 to 1997, Paris - France).

1983-1992 : Violin lessons with Mari Yasuda-Raclot (Paris - France).

(a.o.) has studied improvisation with Régis Huby, Joëlle Léandre, Barre Phillips,

David S. Ware, Marc Ducret.

In diesen Bands habe ich gespielt

Frantz Loriot Notebook Large Ensemble, Frantz Loriot Systematic Distortion Orchestra (USA), SOLO, BALONI, Der Verboten, Duo Erb/Loriot, Natura Morta (USA) etc.

Stücke von diesen Künstlern bringe ich dir am liebsten bei

verschiedene
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Interview mit Frantz Loriot

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Der Cellist Tom Cora war wahrscheinlich der Musiker, der mich am meisten beeinflusste, da er mir zeigte, dass ein Streichinstrument auch anders gespielt werden kann, als "klassisch". Er spielte Rockmusik und improvisierte Musik. Auch John Zorn war wichtig für mich, da es keine Stilgrenzen gibt in seiner Musik.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Was ich als Allererstes mitbringe und anbieten kann, ist meine Erfahrung. Wie jeder seine eigene Erfahrung in der Musik oder auch im Leben hat, wird sie anders sein als die einer anderen Lehrperson. Ich habe in meinem bisherigen Leben sehr viele verschiedene Arten von Musik studiert und gespielt. Ich bin auch weit und viel gereist, was mir eine offene Sicht auf unterschiedlichste Situationen gab. Meiner Meinung nach, sollte speziell in der Musik nichts formatiert werden und vor allem nicht in derer Übermittlung.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich komme aus einer langjährigen Musikerfamilie. Im Alter von dreieinhalb Jahren habe ich in Paris angefangen Geige zu lernen. Ich habe viel über das Gehör gelernt. Später studierte ich klassische Musik mit mehreren Professoren (u.a. Ivry Gitlis). Mit 19 begann ich in einer Ska-Rock-Punk- Band zu spielen und war mit dieser Band “on the road” für mehr als 10 Jahre. In der Zwischenzeit habe ich improvisierte Musik, Jazz, elektroakustische und zeitgenössische Musik entdeckt. Mit 16 Jahren habe ich in klassischen Orchestern gespielt und seit meinen Zwanzigern spiele ich in Rock&Pop-Bands und bin Teil der improvisierten, experimentellen Musikszene. Im Alter von 22, habe ich auf die Bratsche gewechselt und für fast ein Jahrzehnt habe ich sowohl Geige als auch Bratsche gespielt. Heute konzentriere ich mich vor allem auf die Bratsche. Die meisten meiner musikalischen Fähigkeiten habe ich durch das Spielen und Erfahrungensammeln gelernt.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele auf einer Kopie einer Josef Klotz (Tirol) Viola, wahrscheinlich aus der Zeit um 1790. Ich mag dieses Instrument, da dessen Größe zwischen einer Geige und einer Bratsche liegt. Ihr Sound ist etwas ganz Besonderes. Sie hat den Umfang einer Bratsche, aber der Klang ist einer Violine sehr nahe. Ich spiele auch auf einer deutschen Violine hergestellt von Anthony Posch aus dem Jahr 1890. Es ist mein erstes wirkliches Instrument, das ich habe seit ich mich dazu entschieden habe, Musiker zu werden und ich spielte es während meiner ganzen Studienzeit. Zum verstärken der Instrumente benutze ich entweder ein dpa-Mikrofon und / oder eine altes Pick-up, das ich vor 15 Jahren in Paris gekauft habe. Ich spiele auch mit Effekt-Pedalen für bestimmte Projekte.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich war wahrscheinlich stur genug, um meinen eigenen Weg zu gehen, ohne mich viel darum zu kümmern, was die Anderen von mir oder dem Weg den ich ging dachten. Klare Entscheidungen und klare Stellungnahmen haben mir immer geholfen um weiter zu kommen. Ich weiß, dass ich für mich selbst die richtigen Entscheidungen getroffen habe.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Bratsche ist der menschlichen Stimme sehr nahe. Sie kann eine grosse Sensibilität ausdrücken. Streichinstrumente haben auch die Möglichkeit, einen Ton zu halten, solange man will (im Vergleich zum Schlagzeug, Gitarre, Klavier, etc.), was un-natürlich ist.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten? 
Meine erste Aufmerksamkeit gilt dem Schüler, wer er ist, woher er musikalisch kommt und wohin er will. Von diesem Standpunkt meiner Beurteilung aus, passe ich die Lektionen seinen / ihren Bedürfnissen an. Ich versuche auch effizient zu sein im Fokus, was nötig ist zu üben. Ich glaube fest, dass regelmässiges und effizientes Üben (nicht 10 Stunden am Tag!) Fortschritt bringt und mit Fortschritt die Freude am Musizieren bestehen bleibt.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Wie ich schon sagte, passe ich mich den Bedürfnissen der Studierenden an. Es hängt vom Niveau des Schülers ab. In der Regel beginne ich mit einigen technischen “Warm ups” und wir konzentrieren uns dann auf ein paar Musikstücke – ein Solostück, ein Duo oder mehr, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Kinder zu unterrichten ist kein Problem für mich. Ich mache das seit vielen Jahren. Das Ziel ist, ihnen zu zeigen, dass Üben Spaß machen kann. Aus meiner eigenen Erfahrung glaube ich jedoch, dass man nicht zu früh beginnen soll (nicht vor 6 Jahren) und nicht mehr als 30 Minuten Unterrichtstunden nehmen sollte, denn die meisten Kinder können sich nicht länger auf den Unterricht konzentrieren.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker? 
Ich habe fast jedes Mal wenn ich ein Konzert spiele oder auf Tournee bin ein grossartiges Erlebnis. Es ist ein Timeout aus dem normalen Leben. Am Grossartigsten ist es, wenn man seine eigene Musik spielen kann, mit MusikerInnen, die man mag und noch mehr, wenn das Publikum einem folgt, wo man sie hinbringen will.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die größte Bühne, auf der ich je gespielt habe, war im Stadion in Livorno (IT) vor 10'000 Menschen. Es war mit der italienischen anarcho- experiemental-Pop-Band Offlaga Disco Pax. Wir haben für Kraftwerk und Aphex Twin eröffnet. Es war ein wahnsinniges Erlebnis, so viele Leute vor einem zu sehen, welche die Lieder der Band mitsingen konnten!

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Ich habe während meiner mehr als 20-jährigen Konzerttätigkeit mit vielen unterschiedlichen MusikerInnen gespielt! Alle von ihnen brachten mich auf ein höheres Niveau - auch aus den schlechten Erfahrungen gibt es immer etwas zu lernen. So bin ich schon sehr glücklich mit den Leuten zu spielen, mit denen ich heute schon spiele. Ich schaue nicht wirklich zurück, sondern mehr nach vorne, mit was für neuen, unbekannten Leuten ich spielen könnte.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen? 
Ich würde wahrscheinlich die Schostakovitch und Xenakis Streichquartette mitnehmen, weil ihre Musik was ganz Besonderes ist - sie ist berührend aber sie haben auch Grenzen gesprengt - und eine Anthologie von elektroakustischer Musik, da es als die simpelste Art betrachtet wird - Ton oder Geräusch - um daraus etwas extrem Komplexes zu machen, namens Musik!

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich mag Orte, wo Menschen hinkommen, um zuzuhören und etwas zu erleben. Es spielt keine Rolle, ob es eine große Halle, ein Wohnzimmer oder ein Club ist oder ob es mit tausenden von Menschen gefüllt ist. Das Ambiente, das Befinden und das Zuhören (weil wir das fühlen, während wir spielen) sind wahrscheinlich die wichtigsten Dinge.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ein feines Abendessen mit Freunden zu haben, lesen, gute Gespräche führen, Filme schauen, wandern, fahrradfahren, Sport, Museen, neue Städte / Länder besuchen usw.


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