Saxophon, Synthesizer und Musikproduktion lernen bei

Jaka Arh

Saxophon, Live Electronics (Synthesizer) & Musikproduktion

Jaka ist ein professioneller Saxophonist, elektronischer Musiker und Produzent, wohnhaft in Basel. 

Jaka Arh bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Jaka Arh

Standort

Utengasse 15
4058 Basel

Instrument

Saxophon, Synthesizer und Musikproduktion

Musikstil

Jazz, Improvisierte Musik, Elektronische Musik und Blues

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch, Serbo-Kroatisch und Slowenisch

Alter

Jaka Arh unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren

Interview mit Jaka Arh

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Arve Henriksen, Jan Bang und Eivind Aarset für ihre fantasievolle und lyrische Art, Elektronik mit Jazzmusik zu kombinieren.

John Coltrane und Joe Henderson für ihren einzigartigen Saxophon-Sound und ihre Jazz-Sprache.

Kiefer und Makaya McCraven für ihre Produktionsfähigkeiten und die Annäherung von Genres wie Hip-Hop und Jazz.

Arca, Hudson Mohawke, Boards of Canada, Aphex Twin für ihre Fähigkeit, die Grenzen der elektronischen Musikproduktion über alle Vorstellungskraft hinaus zu erweitern.

Es gibt noch viele weitere Einflüsse, die ich hier nicht beschreiben kann, aber wenn du bei mir Unterricht nehmen möchtest, können wir alle durchgehen und Spass beim Zuhören und Verstehen haben.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Meine grösste Stärke ist meine Offenheit und Neugier gegenüber Musik. Ich beschränke mich nicht auf irgendwelche Genres, deshalb habe ich angefangen zu erforschen, wie man Elektronik und Saxophon verschmelzen kann. Bald wurde elektronische Musik zu einer Leidenschaft und ich fing an, darüber auch getrennt von Saxophon und Jazz nachzudenken. Das gab mir eine andere Dimension, mich auszudrücken. Obwohl ich könnte, möchte ich den Schüler*innen nicht nur das Jazz-Saxophonspielen beibringen, sondern sie dazu inspirieren, verschiedene Genres zu hören, die schöne Welt der Musik zu erkunden und die verschiedenen Einflüsse zu ihrer eigenen einzigartigen Stimme zu verbinden.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Als ich 8 Jahre alt war, beendete ich gerade mein zweites Jahr Blockflötenunterricht. Es war an der Zeit, sich für das nächste Instrument zu entscheiden, und die Möglichkeiten waren Saxophon, Klarinette oder Flöte. Klarinette mochte ich nicht besonders, aber der Klang der Flöte gefiel mir sehr. Ich hätte mich fast entschieden, mit der Flöte fortzusetzen, als mir ein Freund, dessen Mutter professionelle Flötenspielerin ist, erzählte, dass sie beim Üben sehr quietscht und dass es sehr nervig sei, sich das anzuhören. Er hat mich tatsächlich davon überzeugt, mit dem Saxophon fortzusetzen.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Komposition ist ein sehr interessantes Thema für mich, besonders seit ich angefangen habe, Songs in Ableton Live zu produzieren/komponieren. Immer wenn ich ein akustisches Musikstück schreibe, fange ich am Klavier an. Es fühlt sich sehr natürlich an, die Harmonie zu sehen. Als ich anfing, mit Ableton und MaxMSP zu arbeiten, änderte sich dieser Ansatz bis zu einem gewissen Grad; der Sound ist mir viel wichtiger und deshalb versuche ich, Sounds zu finden, die mir gefallen, und sie in eine interessante Reihenfolge zu bringen. Harmonie und Melodie in diesem Sinne sind mir nicht so wichtig wie Klang. Ich versuche, ähnlich zu denken, wenn ich Sets für meine Konzerte mit improvisierter elektronischer Musik vorbereite – Klang ist Nr. 1 und darauf versuche ich alles aufzubauen.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele ein Selmer Mark VI Tenorsaxophon aus dem Jahr 1961. Ich denke, es ist ein schön klingendes Instrument mit viel Charakter. Es ist nicht das einfachste zu spielen, aber es zwang mich, meine eigene Stimme zu finden. Neben dem Saxophon experimentiere ich mit vielen elektronischen Geräten, von Hardware-Synthesizern über Kassettenspieler, externen Effekten bis hin zu Software und modularen Synthesizern usw. Ich versuche, Instrumente zu finden, die mich interessieren und die einen schönen Klang erzeugen; akustisch oder elektronisch.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Hartnäckigkeit und Geduld. Wenn ich mich entscheide, etwas zu tun, versuche ich wirklich, es zum laufen zu bringen, egal wie schwer es ist. Ich versuche, nicht zu hetzen und mir Zeit für alles zu nehmen, was ich tue.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Saxophon ist ein sehr expressives Instrument. In Kombination mit Elektronik macht sich das noch deutlicher bemerkbar.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten? 
Mein Hauptziel ist es, dass meine Schüler*inne Spass daran haben, Musik zu spielen und zu hören. Ich möchte sie nicht frustrieren, behalte aber auch immer die persönliche Entwicklung im Auge. Ich finde es sehr wichtig, eine Balance zwischen Fortschritt und Freude zu finden.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Es kommt auf das Niveau der einzelnen Schüler*innen n an. Zuerst versuche ich, ihr*sein Niveau zu verstehen und dann passe ich mein Konzept an. Ich höre gerne viel Musik, das finde ich sehr wichtig. Wenn die Schüler*innen sehr genau wissen, was sie lernen möchten, ist es einfacher, sich anzupassen. Wenn nicht, kein Problem, dann finden wir meistens gemeinsam ein Thema, das für die sie interessant ist, und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass die Schüler*innen davon profitieren.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern ist es sogar noch wichtiger, Musik als etwas spassiges zu präsentieren. Ich möchte sie nicht in jungen Jahren frustrieren. Ich achte jedoch sehr darauf, dass die Schüler*innen Fortschritte machen, in ihrem eigenen Tempo.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Mein Auftritt beim Jazz Festival Ljubljana. Ljubljana ist meine Heimatstadt und ihr Jazzfestival ist das älteste in Europa. Ich habe immer zu Musikern aufgeschaut, die dort spielen. Als sich die Gelegenheit bot, mit meiner Band aufzutreten, in der ich meine beiden grössten musikalischen Leidenschaften, Saxophon und Elektronik kombiniere, kannst du dir vorstellen, wie geschmeichelt und glücklich ich mich fühlte.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Schwer zu sagen, wahrscheinlich der grosse Saal des Cankarjev dom (Kulturzentrum in Ljubljana) oder eine Bühne beim Bayerischen Jazzfestival oder vielleicht beim Jazz Jantar Festival in Danzig, Polen.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Herbie Hancock. Ich liebe seine Leidenschaft für Musik und ich denke, er ist einer der aufgeschlossensten Musiker überhaupt.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen und warum?
Wenn ich nur eine nehmen könnte, würde ich keine nehmen. Es wäre zu schwer, sich zu entscheiden. Ich bräuchte mindestens 20 Platten.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich habe keine bestimmte Bühne im Kopf; ich spiele gerne an Orten/auf Bühnen, wo ich spüre, dass die Leute meine Musik geniessen.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Zeit in der Natur verbringen, am Meer, Zeit mit meiner Freundin verbringen, lesen, an neue Orte reisen. Ich liebe Musik, aber es fühlt sich grossartig an, wenn ich ohne mein Saxophon oder andere Instrumente einfach irgendwo hingehen kann; Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Ich finde es sehr wichtig, sich ab und zu eine Auszeit zu gönnen.