Musikunterricht, der zu dir passt

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Kontrabass lernen bei

Johanna Pärli

Kontrabass & Musiktheorie

Johanna Pärli ist eine umtriebige, vielseitige Berner Kontrabassistin – oft als Sidewoman wie auch als Bandleaderin unterwegs. Sie spielt beim aufstrebenden Pop-Jazz Trio DIE DREI und der Rock-Jazz Gruppe Forlorn Elm.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790


Standort

Instrument

Kontrabass

Musikstil

Jazz, Swing, Blues, Folk, Chanson, Pop und Rock

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch und Französisch


Das bringe ich dir bei

Grundlagen auf dem Instrument, Zusammenspiel und Spielen in Bands, Gehörbildung, Theoriekenntnisse, Harmonielehre, Begleiten in verschiedenen Stilrichtungen, Improvisieren, frei spielen, grooven.

Ausbildung

Swiss Jazz School, Unterricht bei Thomas Dürst

Hochschule der Künste Bern, Bachelor Jazz, Master Jazz Pädagogik

Unterricht bei Patrice Moret, Bänz Oester und Stefan Rademacher

In diesen Bands habe ich gespielt

Stücke von diesen Künstlern bringe ich dir am liebsten bei

Tom Waits, Norah Jones, Frank Sinatra, Radiohead, The Beatles und Great American Songbook
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Interview mit Johanna Pärli

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Uh da gibt es unzählige! Aber es gibt einen Musiker, der mich während meines Studiums unglaublich inspiriert hat, sei es an Konzerten, im Unterricht oder auch als Mensch. Das ist Patrice Moret, mein Hauptfachlehrer seit drei Jahren. Er spielt im Colin Vallon Trio. Mit seiner wunderbaren Einstellung zur Musik hat er mir den Stress genommen, den Musik auch auslösen kann. Ich habe von ihm gelernt die Ohren zu öffnen und in die Musik zu versinken während dem Spielen. Einer meiner Hauptgründe Musik zu machen.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Motiviert und lustvoll Bass zu spielen – ohne Angst und Stress.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich wollte im Gymnasium eigentlich Cello lernen, weil mich sein warmer Klang so angesprochen hatte. Die MusiklehrerInnen haben mir dann aber einen Kontrabass gratis ausgeliehen, mit der Bedingung, im Gymerorchester zu spielen. Im Kontrabassregister gab es nie genug SpielerInnen. So konnte ich nach einem halben Jahr schon mein erstes Konzert spielen. 

Auf welchem Equipment spielst du heute und warum?
Ich spiele einen Höfner Bass, 3/4 aus deutscher Produktion. Meine Saiten liegen mir besonders am Herzen, es sind die Velvet Anima von Schertler, eine mit Kupfer umwickelte Saite, extra dick, ein bisschen wie Darmsaiten. Sie geben meinem Bass einen wunderbar warmen und holzigen Klang.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen und warum?
Ich habe sehr spät angefangen Musik zu machen. Da hat mir meine Motivation und Freude an der Musik sehr geholfen, um dran zu bleiben, regelmässig zu üben und so weit zu kommen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Einen wunderbar schönen körperlichen Aspekt: Die Vibration beim Spielen überträgt sich auf den ganzen Körper und macht mich sehr ruhig – Bass spielen ist ein bisschen wie Meditieren.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Musik soll vor allem Spass machen. Deshalb achte ich im Unterricht darauf, dass jede/r SchülerIn mit einem guten Gefühl die Stunde verlässt. Dass heisst, die goldene Mitte zu finden zwischen Über- und Unterforderung. Ich glaube, dass wir oft frustriert sind beim Musikmachen, weil wir zu schnell zu schwere Sachen spielen oder uns langweilen. 

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Beim Kontrabass kommt zuerst einmal das Stimmen! Ohne das geht es nicht. 
Danach wird es individuell. Jede/r SchülerIn ist anders und deshalb gestaltet sich auch die Stunde anders. Grundsätzlich könnte eine Stunde aber etwa so aussehen:

Stimmen/Aufwärmen/Fragen
Technik, Theorie (in Verbindung mit und als Vorbereitung für das danach gespielte Stück; Miteinbezug von Improvisation, Time, Harmonielehre, Intonation)
Erlernen / Spielen von Stücken
Aufgaben definieren, zusammen besprechen

Wie gehst du bei Kindern vor?
Beim Unterricht mit Kindern wird alles ein Spiel, sei es das Stimmen oder das Erlernen einer Tonleiter – alles soll Spass machen und spielerisch sein. 

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin und warum?
Mit meiner Band DIE DREI haben wir einen Workshop für Jazz interessierte Jugendliche geleitet. Wir haben über Improvisation gesprochen. Da haben wir ein Stück aus unserem Repetoire gespielt und dann gleich nocheinmal ganz anders, um zu zeigen, wie frei man mit Stücken umgehen kann. Ehrlich gesagt haben wir das Stück bis da immer ähnlich gespielt. Es war eine spontane Idee und es hat zum Glück wunderbar funktioniert. Das hat mir gezeigt, wie wunderbar Improvisation ist. Im Moment ist etwas neues entstanden, indem wir Musikerinnen aufeinander gehört haben und aufeinander eingegangen sind. 

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Am Blueballs haben wir auf der Seebühne gespielt, zwar nicht die grösste Bühne, aber definitiv bis anhin mein grösster, komfortabelster, bestausgerüsteter Backstage.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen und warum?
Mit Bill Frisell oder Jim Black! Oder am liebsten gleich mit beiden zusammen, das wäre wunderbar. Da könnte ich mein Flair für freien Jazz mit Folk und Rock Einflüssen ausleben.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen und warum?
Im Moment das Album High Moon von Kalle Kalima: Lagerfeuermusik, die nie langweilig wird.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
In der Turnhalle im bee-flat möchte ich einmal spielen. Am liebsten im Rahmen der Jazzwerkstatt. An diesem jährlichen Musikfestival habe ich schon so viele schöne, inspirierende Konzerte gehört.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Wenn ich nicht mit meinem Bass beschäftigt bin, triffst du mich wahrscheinlich bei jeglichem Wetter auf den Strassen von Bern auf dem Velo an. Ich arbeite nämlich noch bei den Velokurieren Bern. Eine kleine Nebenleidenschaft sozusagen. In der raren Freizeit sind für mich meine Freunde und Familie sehr wichtig. Mit ihnen unternehme ich oft Wanderungen, Reisen und bespreche die aktuelle Weltlage bei einem guten Znacht. Und wenn mir wirklich mal langweilig wird, dann habe ich noch meine Nähmaschine.


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