Kontrabass, E-Bass und Musikproduktion lernen bei

Jules Martinet

Kontrabass, E-Bass und Musikproduktion für diverse Stile

Jules Martinet macht Musik unter seinem eigenen Namen oder gemeinsam mit den Bands HOLD und Monument; er tritt mit verschiedenen Künstler*innen (Andrina Bollinger, Dino Brandão...) auf schweizer- und internationalen Bühnen auf.

Jules Martinet bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Jules Martinet

Standort

Neue Hard 12
8005 Zürich

Instrument

Kontrabass, E-Bass und Musikproduktion

Musikstil

Jazz, Rock, Pop, Groove, Improvisierte Musik und Electronic

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Französisch und Englisch

Alter

Jules Martinet unterrichtet Schüler*innen ab 4 Jahren

Interview mit Jules Martinet

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Die Musiker*rinnen die mich am meisten beeinflusst haben, sind eindeutig jene, welche mich auf meinem musikalischen Weg begleitet haben und immer noch begleiten.

Sie haben mich dazu gebracht, mich weiterzuentwickeln, Fortschritte zu machen und Konzerte zu spielen. Musikalisch wird man vor allem durch das Spielen geformt, so ist es den Menschen um mich herum zu verdanken, dass ich der Musiker bin, der ich jetzt bin.

Nach 6 Jahren klassischer Klavier Unterricht waren es Künstler*innen wie: Red Hot Chilli Peppers, PJ Harvey, Led Zeppelin oder Franz Ferdinand, die mich animiert haben, mit dem Bass zu beginnen. Wegen Künstler*innen wie Scott LaFaro, Esperanza Spalding, Charlie Mingus, Avishai Cohen und Anders Jormin habe ich mit dem Kontrabassspielen begonnen.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Für mich ist das Instrument ein Ausdrucksmittel. Es vermittelt, was man hört oder was man sagen will. Ich interessiere mich sehr für die Kreativität meiner Schüler*innen und wie man sich durch Instrumente ausdrücken kann.

Ich arbeite auch mit elektronischen Geräten (Sampler, Produktion, Effekte, Pedale) und würde auch gerne dieses Wissen teilen.

Wie hast du dein Instrument gespielt gelernt? 
Als Kind lernte ich Klavier und als Teenie wollte ich Rockmusik am Bass spielen.

Drei Wochen nach meinem ersten Bass-Date habe ich zusammen mit Freunden ein Konzert gegeben. An einem Nachmittag in einem Haus für Hörgeschädigte in den Bergen. Wir haben uns gefreut, laut spielen zu können, aber mit 14 Jahren nicht damit gerechnet, dass alle Hörgeräte haben. Ich legte auch immer gerne Platten auf und versuchte, dazu zu spielen oder habe mich mit Freund*innen in Proberäumen zum „jammen“ oder komponieren getroffen.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Oft gehen mir Melodien, Rhythmen oder Basslinien durch den Kopf. Mit meinem Handy nehme ich diese Ideen auf und wenn ich Zeit habe, entwickle ich sie weiter. Ich komponiere gerne auf verschiedenen Instrumenten (Gitarre, Klavier, Trompete!), um technische Reflexe zu vermeiden, die man auf seinem eigenen Instrument hat.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich liebe den erdigen Sound von meinem 50 Jahre alten ungarischen Kontrabass. Ich trete auch gerne mit meinem 73' Fender Mustang auf.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Die Liebe zum Klang, zur Musik und wie sie die Menschen begleitet und bewegt.
Den Respekt und die Hochachtung, welche ich für alle Künstler*innen vor und zu meiner Zeit empfinde.
Es ist mir wichtig, viel Zeit mit meinem Instrument zu verbringen, um mich unbegrenzt ausdrücken zu können.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Der Bass ist die Verbindung zwischen Rhythmus und Harmonie, bzw. zwischen Schlagzeug und Gitarre/Piano/Synth. Er hat im Band-Kontext eine wichtige Funktion die auf originelle Art und Weise ausgeführt werden kann.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten? 
Es ist mir wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse meiner Schüler*innen zu verstehen. Gemeinsam mit ihnen möchte ich herausfinden, was sie interessiert und wie ich sie unterstützen kann.

Ich setze meinen Fokus auf Kreativität und Persönlichkeit. Ich achte auch darauf, mit meinen Schüler*innen gesunde Techniken zu entwickeln, um körperlichen Beschwerden vorzubeugen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Flexibel. Theorie und Technik, wenn nötig. Immer mit dem Fokus auf dem Musikmachen und dabei im Austausch sein!

Wie gehst du bei Kindern vor?
Spiel Spiel Spiel! Spiele machen, das Gehör entwickeln, möglichst ohne Noten!

Was war bis jetzt dein tollstes Erlebnis als Musiker und warum? 
Ich hatte letztes Jahr im September die Gelegenheit, zum ersten Mal solo mit dem Kontrabass aufzutreten.
Ganz allein vor einem sensiblen und aufmerksamen Publikum. Ihre Ruhe und ihr Zuhören haben mir eine besondere Energie und Selbstvertrauen gegeben.

Welches war die größte Bühne, auf der du gespielt hast?
Hallenstadion, Zürich

Mit welchem*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen und warum?
Ich spiele bereits mit den meisten meiner Lieblingsmusiker*innen. Wenn ich jetzt die Gelegenheit hätte, würde ich gerne bei Josin Trompete spielen (mit viel Hall und Delay).

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Diese Antwort ändert sich oft, weil ich immer wieder Neues entdecke. Im Moment würde ich You Belong There von Daniel Rossen sagen.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Als Teenager habe ich mir die DVD von Led Zeppelin live at Madison Square Garden bestimmt hundert Mal von vorne bis hinten angesehen. Ich würde nicht nein sagen, wenn mir jemand anbieten würde, dort zu spielen :)

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich lese, gehe spazieren, schwimme, jogge, koche und trinke gerne Tee.