Geige (Violine) lernen bei

Larsen Genovese

Folk und Klassik auf der Violine

Larsen Genovese ist ein Geiger der speziellen Art: vielseitig interessiert und neugierig, hat er sich mit verschiedenen Folkstilrichtungen beschäftigt (unter anderem Rumänisch, Irish, Klezmer, Balkan, Skandinavisch) und ist in verschiedenen Musikprojekten tätig.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Larsen Genovese

Standort

Bümpliz
3018 Bern

Instrument

Geige (Violine)

Musikstil

Klassik, Klezmer, Balkan, Rumänische - und Zigeunervolksmusik, Irish Folk und Süditalienische Volksmusik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch

Alter

Larsen Genovese unterrichtet Schüler*innen ab 8 Jahren

Interview mit Larsen Genovese

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Taraf de Haidouks ist bestimmt eine sehr wichtige Band für mich: die natürliche Technik der Musiker, die schönen Arrangements, die interessanten Harmoniestrukturen. Einfach genial! Nachdem ich sie das erste Mal gehört habe, recherchierte ich weiter nach rumänischen Bands und Musikern und fand so viele musikalische Schätze.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Die Besonderheiten der unterschiedlichen Stilrichtungen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe eine Geige zu Weihnachten bekommen. Anfangs lernte ich alleine, später machte ich den Hochschulabschluss in Italien. Ich habe Folk aus verschiedenen Ländern durch eine Mischung aus Selbststudium und Weiterbildung bei Spezialist*innen aus dem jeweiligen Land erlernt.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele auf einer modernen Violine vom Geigenbauer Ivano Conti. Ich habe zu meiner Geige eine Beziehung wie zu einer Partnerin. Manchmal streiten wir, aber letztendlich lieben wir uns.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Meine Geduld und Dickköpfigkeit; Resultate sieht man nicht sofort, es braucht Zeit. Was mir auch geholfen hat, ist mein gutes Gehör. Ohne das wäre das Raushören von Stücken unmöglich. Gerade beim Folk der nicht immer in Notenform auffindbar ist, hilft ein gutes Gehör sehr.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Sein Besitzer.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ich achte darauf, dass meine Schüler*innen eine gute Position für den richtigen Klang und für den eigenen Körper einzunehmen lernen. Ausserdem ist es mir wichtig ihnen effizientes Lernen beizubringen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Es ist wichtig, dass der/die Schüler*in die Möglichkeit hat sich aufzuwärmen. Technische Übungen sind ein guter Start. Was nachher kommt ist sehr unterschiedlich, je nach Stufe, Musikstil und Lernziel.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Kinder müssen Spass am Instrument haben. Die richtige Technik zu erlernen sollte mit Humor und Lächeln beigebracht werden.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Ich habe in einem tollen Club in Avignon gespielt wo ich unglaublich gute Künstler getroffen habe. Mitten in unserer Performance kamen zwei phantastische Roma Künstler auf die Bühne - ein Trompetenspieler und eine Sängerin: das Resultat war einfach genial!

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
In meiner Stadt Palermo, auf der "Piazza Magione". Dort wurden Konzerte gegen Schutzgeld-Machenschaften ("Addiopizzo") gespielt.

Mit welchem Musiker*innen würdest du gerne einmal spielen?
Ich arbeite gerne mit Musiker*innen zusammen, die die Musik im Zentrum von Ihrem Schaffen halten und motiviert, offen und mit Freude das Zusammenspiel gestalten.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ich würde lieber meine Geige mitnehmen. Wenn aber eine Platte, dann das Album "Band of Gypsies" von Taraf de Haidouks und Kocani Orchestra.

In welchem Club würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Mir ist die Stimmung des Publikums wichtiger als der Club in dem ich spiele.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Partnerin und meine Familie. Und mein Kater.