Klavier (Piano) lernen bei

Mario García Ramos

Klavier und Orchesterleitung

Mario García Ramos (Toledo,1997) ist ein spanischer Dirigent und Pianist mit Wohnsitz in Zürich und Oslo. 2023 gewann er den dritten Preis beim ersten nationalen Wettbewerb für junge Dirigenten in Spanien. Derzeit absolviert er ein Masterstudium in Dirigieren an der weltberühmten Dirigentenwerkstatt der ZHdK. 

Mario García Ramos bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 930

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Mario García Ramos

Standort

Pfingstweidstrasse 96
8005 Zürich

-
8953 Dietikon 

Instrument

Klavier (Piano)

Musikstil

Klassik, Romantik, Barock, Moderne, Zeitgenössische Musik, Oper, Klassische Orchestermusik, Jazz und Pop

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Spanisch, Englisch und Norwegisch

Alter

Mario García Ramos unterrichtet Schüler*innen ab 5 Jahren

Interview mit Mario García Ramos

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Was das klassische Klavier betrifft, so haben mich Krystian Zimerman und Martha Argerich am meisten beeinflusst. Als Orchesterdirigenten würde ich Gustavo Dudamel und Klaus Mäkelä nennen. Ich wurde auch von den grossen Meistern der Vergangenheit beeinflusst, wie Carlos Kleiber beim Dirigieren und Rubinstain am Klavier. Für mich sind sie die Besten in der Technik und in ihrer musikalischen Fähigkeit, einem das Herz zu berühren.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Meine grösste Fähigkeit als Lehrer besteht darin, zu lehren, wie man Musik so geniessen kann, dass sie Gefühle kanalisiert. Für mich geht es zunächst darum, die Partitur gut zu verstehen und sie dann als weiteres Werkzeug zu nutzen, um die eigenen Emotionen und Gefühle auszudrücken.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt? 
Als ich klein war, gab es zu Hause immer ein altes Klavier, und bei Familientreffen spielten wir Flamenco und spanische Folklore auf Klavier und Gitarre. Meine Eltern sagen, dass ich, als ich ganz klein war, immer auf dem Klavierstuhl sass, als sie anfingen zu singen. Und ich drückte die Tasten so gut ich konnte und machte so viel Lärm wie möglich. Ich hatte natürlich keine Ahnung vom Spielen, aber ich erinnere mich, dass es mir grosse Freude bereitete, die Klaviertasten anzuschlagen. Dann erkannten meine Eltern, dass ich Klavier lernen wollte und brachten mich mit 5 Jahren auf eine Musikschule.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Normalerweise komponiere ich nicht, aber wenn ich Inspiration brauche, um ein Stück zu lernen, schliesse ich normalerweise die Augen und versuche, mir ein visuell eindrucksvolles Gemälde oder Bild vorzustellen, das mit dem musikalischen Inhalt zu tun hat. So geht es von reiner Musik zu Farben, Bildern, Landschaften und Gemälden über.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Normalerweise verwende ich die Klaviere meiner Hochschule, der Zürcher Hochschule der Künste. Dort verfügen wir über eine luxuriöse Ausstattung mit handgefertigten Klavieren der besten Marken wie unter anderem Steinway & Sons, Bechstein oder Bösendorfer. Dies sind einfach die besten Klaviere.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Geduld, ohne Zweifel. Geduld ist notwendig, um eine Melodie viele Male wiederholen zu können und nicht frustriert zu werden.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Das Orchester ist das einzige Instrument, bei dem ein*e Dirigent*in Töne erzeugen kann, ohne einen Ton zu erzeugen, was es zum merkwürdigsten oder abstraktesten Instrument macht. Das Klavier hat die Fähigkeit, alle Harmonien und Akkorde zu spielen, die man sich vorstellen kann. Die Möglichkeiten sind buchstäblich endlos.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Normalerweise achte ich sehr auf die Körperhaltung und Atmung. Es sind die Dinge, die wir am leichtesten vergessen, wenn wir anfangen, ein Instrument zu spielen. Mir ist es wichtig, dass der*die Schüler*in Spass beim Musizieren hat. Mir gefällt, dass Musik als Spiel unterrichtet wird und dass dies auf die einfachste Art und Weise geschieht.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Am Anfang führen wir immer ein kurzes Gespräch, reden über die Woche und versuchen ein bisschen zu lachen, bevor wir dann über das aktuelle Stück sprechen. Dann beginnt der*die Schüler*in zu spielen. Dabei lasse ich sie*ihn alles in der Woche Gelernte ohne Unterbrechung spielen. So sehe ich, was der*die Schüler*in am meisten braucht und entscheide je nach Bedarf, ob wir an der Technik, Interpretation, Körperhaltung oder etwas anderem arbeiten. Keine zwei Klassen sind gleich, weil keine zwei Schüler*innen gleich sind.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Ich spiele mit ihnen, damit sie Musik durch Spiel und Lachen verstehen. Es ist immer die pädagogischste Option.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Ohne Zweifel im Februar 2023, als ich das Oscyl (Symphonieorchester von Kastilien und León) im Finale des ersten Dirigentenwettbewerbs in Spanien dirigierte. Obwohl ich nicht den ersten Platz gewonnen habe, war es für mich eine grosse Genugtuung, diesen Platz zu erreichen und unter so vielen talentierten Dirigenten den dritten Platz zu erringen. Die Musiker*innen im Orchester haben unglaublich gut gespielt und es war ein wunderbares Erlebnis.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Grieghallen in Bergen und Fartein Valen Hall in Stavanger.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich denke mit Mozart. Die Leute halten ihn für einen ernsthaften Kerl, aber die Wahrheit ist, dass er, soweit wir über ihn wissen, ein grosser Witzbold und ein bisschen ein Schurke war. Wir würden sicher viel Spass beim Spielen haben.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Mahlers 9 Sinfonien. Für mich ist es die beste Musik, die jemals in der Geschichte komponiert wurde.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Der Traum sind die Berliner Philharmoniker oder die Oslo Philharmonic, mit den grossen Orchestern Europas.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Viele Dinge. Freunde, Familie, Yoga, Kochen, mein Partner, meine Katze, Bücher, Kunst ...