Klavier (Piano), Synthesizer und Musikproduktion lernen bei

Marius CUENC

Klavier und VST Synthesizer für Pop, Electronic, Rock & Jazz / Producing

Marius CUENC ist ein Producer und Pianist aus Lausanne, ist aber seit 6 Jahren in Basel als Musiker in seinem Solo Projekt und mit anderen Formationen aktiv.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Die Probelektion ist unverbindlich und kostet CHF 84 CHF. Wenn danach ein Abo abgeschlossen wird, gilt die Probelektion als erste Lektion vom Abo. Wenn nicht, wird diese einzeln verrechnet.

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Marius CUENC

Location

Elsässerstrasse 209
4056 Basel

Instrument

Klavier (Piano), Synthesizer und Musikproduktion

Musikstil

Pop, Electronic, Elektronische Musik, Rock und Jazz

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch

Alter

Marius CUENC unterrichtet Schüler*innen ab 8 Jahren

Interview mit Marius CUENC

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Thelonious Sphere Monk, weil er der erster Jazzmusiker ist, den ich je gehört habe (mit 12). Und, weil er sich einfach immer treu geblieben ist und nie versucht hat, jemanden ganz zu kopieren (dafür wurde er mit 30 erst bekannt).

The Beatles, weil es die Band ist, die ich am meisten gehört habe. (mit 8 schon angefangen). Sie sind für mich immer noch eine Referenz in Songwriting und ihre Musik erinnert mich an viele Reisen mit meiner Familie.

Justice, französisches Electro Duo, bekannt mit “D.A.N.C.E“ oder “We Are Your Friends“, weil die mich zur elektronischen Musik gebracht haben. Heute höre ich sie immer noch sehr gerne, wegen die Kraft, Vielseitigkeit und Emotionen in ihrer Musik. Und auch, weil sie sich treu bleiben, aber mit den heutige Tendenzen mitmachen.

Bill Evans, weil ich immer zurück zu ihm komme, wegen seinen reinen Voicings, seiner Klarheit und seinm kontrollierten Klang. Was für ein Klavier-Genie!

Todd Terje, weil er die jazzige und elektronische Klangfarbe so gut zusammen mischt (funkige Basslines, akustische Drums, Discopads mit Jazz-Harmonie und spannende Melodien).

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Akustisches Klavier mit Gitarreneffekten spielen (mit Kontaktmikrofone). Komponieren und kreativ sein ohne Voraussetzungen (ab der 1. Lektion). Eine saubere Technik vom Anfang an (Fingerunabhängikeit, Fingerschnelligkeit). Sich durch verschiedene Stile ausdrücken: von Klassisch bis zum Hip-Hop. 

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Nachdem ich eine Kindergeschichte über einen Konzertpianisten gehört hatte, wollte ich der Pianist in seinem schwarzen Frack sein. Meine Eltern sind beide Musiker*innen. Wahrscheinlich habe ich sehr viel von ihrer Freude am Musizieren mitbekommen:).

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Momentan fange ich mit einer Melodie aus einer Sprachnachricht an und gehe dann an mein Klavier und "verkleide" sie. Anderseits kann das sein, dass ich eine Idee von einem aufgenommenen Jam mit Freunden bekomme. Oder manchmal will ich etwas spezifisches (eine Aufnahme von Leuten auf der Strasse, oder etwas mehr “ambient“) und dann fange ich direkt mit dem Experimentieren auf meinem Computer an. Ich bin sehr von Aufnahmen abhängig!

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich benutze Ableton Live 10 (und nicht 11) weil die Updates zu teuer sind. Ich benutze Plugins von Arturia, Soundtoys, FabFilter und Sample from Mars Drumsounds, weil die den Sound haben, den ich mag. Und es ist praktisch, weil viele andere Musiker*innen diese auch benutzen. 

Als Keyboard benutze ich ein Roland RD 800, weil es einen guten Flügel-Klang hat. Wenn ich an einem Ort ein Konzert spiele, wo es ein akustischs Klavier oder einen Flügel hat, dann bitte ich immer, dass die Instrumente möglichst vor meinem Gig gestimmt werden. Es macht einfach mehr Spass.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Aufnahme hören und versuchen, dies nachzumachen. Da bekomme ich den “Push“, neue Sachen zu üben. Ansonsten habe ich kürzlich angefangen Sachen aufzuschreiben, was ich übe, um so eine Art Tagebuch zu entwickeln. Auch weil ich manchmal Muskel- und Sehnenspannungen habe, schreib ich dann detailliert, genau wo und nach welcher Abfolge von Übungen es mir weh tut. Ich würde sagen, mir hilft es, konsequent und methodisch zu üben. Wenn man langsam und bewusst übt, kann man meiner Meinung nach viele Sachen besser spielen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mit dem Klavier kann man sich begleiten, Akkorde lernen und Rhythmus üben. Und mit dem Klavier kann man auf seinem Computer einen Song komponieren oder für eine Band arrangieren. Und schlussendlich kann man sich einfach auf viele Arte ausdrücken und in vielen “klassische“ Stilen spielen (aus Europa, Salsa, Balkan oder Amerika zum Beispiel).

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten? 
Ich würde am liebsten einfach spielen. Da die Profile und Geschmäcker sich entwickeln, versuche ich möglichst offen zu sein und versuche ich immer, andere Optionen in der Tasche zu haben, um die Schüler*innen zu überraschen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich fange mit einem aktuellen Thema an (sei es das Stück, oder die Übung wo man gerade macht), und bringe so oft wie möglich neue Sachen auf den Tisch. Ich versuche immer, Noten parat zu haben, für den Fall, dass der*die Schüler*in den Wunsch hat, etwas neues anzuschauen. Wie ich vorher gesagt habe, versuche ich so offen wie möglich zu sein.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Nicht gross anders als bei Erwachsenen, ehrlich gesagt! Kinder sind ja auch sehr emotional und einzigartig, das heisst, dass ich auch sehr offen bleibe und versuche, sie zu motivieren. Der Unterschied ist vielleicht, dass ich mehr auf die motorischen Sachen aufpasse, weil die Kinder einen anderen Körper haben. Ich erinnere mich auch an mich zurück und frage mich “wie hätte ich es als Kind gefunden?“. Etwas, was ich auch sonst oft gerne mache, ist mehr bildlich zu arbeiten. Die Noten sehen zum Beispiel wie Hasenohren aus, die Finger wie Spaghetti oder Kaugummis und das Pedal macht Töne wie unter Wasser oder in einer Kirche. Kinder-Klavierschulen sind voll mit solchen Bildern und ich benutze sehr gerne solche Beispiele, um Spieltechniken zu erklären.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Für meinen Bachelor Abschluss in 2019 habe ich ein riesiges Projekt mit 8 Musiker*inen auf die Beine gestellt. Die Stücke, Texte und Arrangements habe ich selber gemacht. Ich war ein Jahr lang damit beschäftigt und die Band ist bis jetzt die persönlichste Sache und die grösste Band, die ich je einem Publikum gezeigt habe.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das Longlake Festival in Lugano mit Alina Amuri letztes Jahr (2021). Das war auf einem grossen Platz in die Stadt, mit vielleicht 300 Menschen. Vom Publikum habe ich wenig gehört, weil wir mit Kopfhörer gespielt haben. Aber es war toll!

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Künstler*innen wie Louis Cole, Four Tet oder Rosalía.  Einfach mal jammen oder mit ihnen an einem einem Beat arbeiten wäre schon so toll. Ich finde, dass sie einfach tolle aktuellen Künstler*innen und kreative Menschen sind.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Schwierig. Aber ich denke etwas mit Frank Sinatra wie "Live at the Sands", oder The Beatles, "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band". Beide Alben haben so viel Tiefe und bringen mir immer Freude.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich würde gerne ein eher intimes Konzert in einem Studio machen. Ich denke an das Funkhaus in Berlin. Aron Ottignon hat im Studio 2 gespielt. Das klingt sehr cool und ich finde das rein visuell schon sehr inspirierend. Das Hansa Studio ist auch sehr schön. Die Parcels haben dort eine Live Session gemacht. Und David Bowie hat dort Heroes aufgenommen. Also nicht schlecht.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Kochen (Ottolenghi, Youtube Videos von Vincenzo’s Plate, selber etwas erfinden) lange Veloreisen (einmal nach Spanien, einmal nach Istanbul), meine Familie und Freund*innen sehen, am Sonntag ausschlafen.