Klavier, Keyboard, Synthesizer und Saxophon lernen bei

Nicola Holenstein

Klavier, Keyboard, Synthesizer und Saxophon

Nicola Holenstein ist ein vielseitiger Live- und Studiomusiker und spielt Keyboards und Saxophon bei der Elektro-Pop Band WE ARE AVA. Daneben spielt er gerne an Hochzeiten, Apéros oder in Bars und war bereits mit einigen Projekten im Pop, Funk und Hip-Hop Bereich auf Tour oder im Studio. 

Nicola Holenstein bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790.0

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Nicola Holenstein

Standort

Wildeggstrasse 41
9000 St. Gallen

Instrument

Klavier, Keyboard, Synthesizer und Saxophon

Musikstil

Pop und Jazz

Niveau

Fortgeschrittene und Anfänger

Sprache

Deutsch und Englisch

Alter

Nicola Holenstein unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren

Interview mit Nicola Holenstein

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst und warum?
Olafur Arnalds: Ein isländischer Pianist, der lustigerweise ursprünglich in Punk Bands Schlagzeug gespielt hat. Irgendwann hat er sich dem nordländischen „Klischee" von melancholischer Musik hingegeben und komponiert nun neoklassische Stücke, zusammen mit vielen elektronischen Einflüssen und einem Streicherquartett. Für mich schafft er es mit seiner instrumentalen Musik, ohne Gesang enorm viel Emotionen und Gefühle zu vermitteln: Und es bleibt dem/der Hörer*in überlassen, ob er das Stück jetzt melancholisch-traurig oder warm und aufmuntert interpretieren will.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Ein Pop-Hans sein, gutes Hören und spontanes Improvisieren! Ich kann dir zeigen, worauf du bei Pop Musik achten musst (oder kannst) und dir nützliche Tipps geben, wenn du elektronische Elemente in deine Musik und Live Show einbauen willst. Durch Erfahrung in der Musikindustrie kann ich dir zudem Inputs im Bereich Musikmarketing geben. 

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe mit den Real Books und ganz spärlichen Informationen Klavier gelernt, sehr improvisatorisch und vor allem viele Hörübungen gemacht, Akkorde rausgehört und sehr oft zuhause zu meinen Lieblingssongs versucht mitzuspielen. Zu Anfang klang das wohl nicht allzu schön für meine Familie. Auf dem Saxofon habe ich zuerst mit Klassik begonnen und mich dann immer mehr in Richtung Jazz entwickelt: Am meisten mitgenommen habe ich bei beiden Instrumenten aber durch das Spielen in Bands und das viele Hören und Mitspielen von Musik. 

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst?
Sehr unterschiedlich! Ich überlege mir zuerst aber oft, welche Stimmung der Song vermitteln und was für eine Struktur er haben soll. Danach überlege ich mir die Harmonien, die passen können oder gehe von einer Idee aus, die ich bereits einmal hatte. Hier kann es sein, dass ich bereits für Strophen, Refrains und Zwischenteile passende Ideen habe, oder ich überlege mir neue Akkordfolgen. Danach arbeite ich sehr gerne gleich mit Ableton, um verschiedene Layers zu basteln und auszuprobieren, welche miteinander harmonieren. Nachdem ich eine Grundstruktur habe, versuche ich einen Beat zu basteln. So kommen immer mehr Elemente dazu. Meistens werden es dann zu viele Synthies und zu viele Drum-Spuren, weniger ist da meistens mehr ;).

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele live auf dem Nord Stage 3, zusammen mit einem Prophet 6, Moog Sub 37 sowie einem Novation Midi Keyboard. Diese sind alle per Midi an meinen Laptop mit Ableton Live angeschlossen, welches ich mit einem Launchpad steuere. Dazu spiele ich ein Cannonball Alto Saxofon. Zuhause habe ich zudem noch ein paar alte Synthie Perlen! Ich liebe es, analoge und digitale Elemente zu verbinden. 

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ein gutes Gehör! Ich habe früh versucht, mit dem Saxophon Soli nachzuspielen oder bei meinen Lieblingssongs mit dem Klavier mitzuspielen - so konnte ich schnell eine Idee für Harmonien, oft verwendete Akkordfolgen oder auch passende Scales finden. Ich begeistere mich auch sehr schnell für vieles und kann mir sehr gut Sachen selber beibringen: Die Möglichkeiten mit Masterclasses, Youtube Videos und anderen Tutorials sind vor allem in der elektronischen Musik enorm! Mir macht es grosse Freude, mich selbständig in etwas einzulesen und stundenlang in ein neues Thema einzutauchen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Mir machen die vielen Knöpfe an meinen Synthies sehr grosse Freude: Da kann ich enorm viel ausprobieren und ins Sounddesign eintauchen. Daneben ist ein Klavier oder Synthesizer einfach extrem vielseitig, egal ob man alleine spielt, mit einer Band oder im Studio arbeitet: Piano-Kenntnisse sind sicher nie schädlich und helfen in sehr vielen Aspekten des Musikmachens.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Mir ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler dort Fortschritte machen können, wo sie es auch möchten und sich keine Minute langweilen müssen. Man kann nie alles beherrschen auf einem Instrument, aber man sollte das machen und üben, was einem am meisten Freude macht! Schülerinnen und Schüler sollen das mitnehmen, woran sie Spass haben. Und: Die Hausaufgaben sollen immer motivierend sein! 

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Nach einer Kennenlernphase eruieren wir, wo du Fortschritte machen möchtest und arbeiten spezifisch damit. Die Musikstunde hängt sehr von den jeweiligen Bedürfnissen ab: Wir fokussieren uns pro Stunde auf etwas und überlegen uns am Ende, wo wir noch tiefer graben können und was wir das nächste Mal machen.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern versuche ich, möglichst spielerische Unterrichtsmethoden zu finden, die ihnen möglichst nachhaltig Freude an ihrem Instrument bringen sollen. Dort finde ich es am Wichtigsten, dass sie herausfinden, was sie neben den Basics gerne erlernen möchten und helfe ihnen, ihren musikalischen Horizont zu erweitern.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker und warum?
Für das neue Album von WE ARE AVA haben wir mit drei externen Produzenten im In- und Ausland gearbeitet: Jeder von ihnen hat seine eigene, riesige Portion Erfahrung mitgebracht und ich habe extrem viel dabei lernen können. Solche Leute kennenzulernen und mit ihnen den Tag zu verbringen hat mir grosse Freude bereitet und mich als Musiker enorm weitergebracht. 

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die Musikfestwochen in Winterthur, mit einem Winterthurer Hip Hop Act. Wahnsinnig schönes Festival! Aber man ist auch extrem weit weg von den Leuten. Ich schätze die Intimität von kleinen Bühnen schon sehr. 

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen und warum?
Jack Garratt: Einer meiner absoluten Lieblingskünstler! Ich bewundere ihn vor allem darum, weil er so extrem vielseitig und experimentierfreudig ist. Eine riesige Synthesizer-Burg mit ihm zusammen aufbauen und er spielt ein Gitarrensolo dazu, das wäre famos!

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen und warum?
Bon Iver’s „22, A Million“: Ein enormer Elektronik-Baukasten, mit spannenden Beat-Strukturen und unzähligen entfremdeten Instrumenten. Für mich ein riesiges, kreatives Album, wo es einem nie langweilig wird. 

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Auf der Sternenbühne des Openair St. Gallen: Irgendwie aber auch unheimlich, daran zu denken, was auf so einer grossen Bühne alles schief gehen könnte!

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich begeistere mich für extrem viel Kreatives, sei es Video, Grafikdesign oder Fotografie. Daneben sind mir meine sozialen Kontakte enorm wichtig und ich geniesse neben gutem Essen sehr gerne die Natur, zum Beispiel beim Wandern im Alpstein oder auf dem Velo.