Klavier (Piano), Keyboard und Synthesizer lernen bei

Otto Graf

Klavier, Keyboard, Synthesizer und Seaboard für Freie Improvisation, Klassik, Jazz uvm.

Otto make that riff staccato (sh. Duke Ellington). Für Otto ist die Musik eine Art Lebenskunst. Ob im Unterrichtsstudio, im Konzertsaal, in irgendeinem leeren Raum oder im Freien, Otto sucht für seine Musik stets den Raum, welcher jedem Ereignis mit aufmerksamen Konturen antwortet und gleichzeitig die grösste Bewegungsfreiheit bietet, also eher stille, weite Räume nicht unbedingt lärmige Festivals oder enge Clubs.. Eine grosse Anzahl von Schüler*innen hat er in vielen Musikschulen auf dieser spannenden Suche begleitet.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 990

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Otto Graf

Standort

Riedstrasse
6010 Kriens

Otto Graf bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Instrument

Klavier (Piano), Keyboard und Synthesizer

Musikstil

Freie Improvisation, Klassik, Blues, Flamenco, Jazz, Salsa, Free Jazz und Bossa Nova

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch

Alter

Otto Graf unterrichtet Schüler*innen ab 9 Jahren

Interview mit Otto Graf

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Wenn ich mich als junger Musiker intensiv mit Debussy  und Bartok beschäftigte, hatte ich das Gefühl, etwas anderes wäre nicht mehr möglich. Es war nicht einfach für mich von einem Vorbild zum anderen zu schwenken. Mit der Zeit lernte ich aber bei den Musiker*innen, die mich beeinflussten das zu holen, was ich brauchte; bei den einen das Strukturierende, etwa bei Jürg Wyttenbach, bei anderen das Befreiende, etwa bei Derek Bailey.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen? 
Ich kann dir Wege erschliessen, die den Übergang vom reinen Lesen hin zur freien Improvisation eröffnen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Mein Grossvater mütterlicher Seits war Organist und Komponist in Frankreich. Musik war entsprechend von Anfang an ein Schwerpunkt für uns Kinder.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst? 
Ich lasse Texte oder Melodien in meinem Kopf herumschwirren (ganz gerne in Zugreisen) bis ich sie notiere. Oder ich improvisiere am Klavier und entwickle daraus eine Performance.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
August Förster Klavier, Yamaha Flügel, Expressiv E Osmose, Yamaha YC88. Das physisch Hautnahe des Tastenspiels (auf Französisch „le touché“) passiert für mich in erster Linie am einfachen Klavier und noch mehr am Flügel. Die elektronischen Instrumente ermöglichen mir die Erforschung von weiteren Klangfarben und kontinuierliche Klangmodulationen. Mit dem Osmose kann ich Elektronik und „touché“ maximal kombinieren.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?Durchhaltevermögen, Neugier

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben? 
Tasteninstrumente sind vielseitig und sind entsprechend geeignet für Polyphonie und Gestaltung von Klangfarben.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ich beachte in erster Linie die Ziele, die ein*e Schüler*in sich selber setzt und schaue dann, welche Elemente seinen*ihren Horizont erweitern könnten. Improvisation ist auch ein wichtiges Unterrichtsprinzip, weil sie eine präzise Abstimmung ermöglicht. Meine stilistische Neugier kennt keine Grenzen. Tief in Stile eintauchen um ihre Prinzipien hautnah zu erfahren ist eine Seite, rechtzeitig auftauchen, um die eigene Klangsprache zu entwickeln in einem Bereich der keine stilistischen Fesseln zulässt, ist die andere. Das führt schlussendlich zur Freien Improvisation. 

Wie baust du deine Musikstunden auf? 
Nach der Begrüssung zum Einstieg das Einfachere, das Eigenständige, Blattlesen, Technik dann Improvisation. Je nach Affinität auch von A bis Z Improvisation.

Wie gehst du bei Kindern vor? 
Ich beobachte viel, schaue wie sie von sich aus an das Instrument gehen und begleite sie so, dass auch sie mich mit ihren grossen Augen beobachten können.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Mein tollstes Erlebnis war, als ich im Alter von etwas 13 Jahren in einem Ensemble für freie Improvisation auf Orffinstrumenten mit verschiedenen z.T. selbstgebastelten Perkussionsinstrumenten beobachten konnte, wie ausgehend von der Stille solide und klare Strukturen fast von selbst entstehen konnten. 

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast? 
Damaliges Kunsthaus Luzern in der Veranstaltung „s’anderi Luzern“ vor einem Publikum von etwa 2000 Menschen. 

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen? 
Ich spiele besonders gerne mit Musiker*innen, die Lust zum improvisieren verspüren. 

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen? 
Bitches Brew von Miles Davis, weil damals, als ich sie zum ersten Mal hörte, ich mir wünschte, am Elektropiano so etwas realisieren zu können wie Joe Zawinul. Für mich war das auch ein ideales Moment der Klangökonomie, d.h. ein Beispiel für grosse Musik, die aus wenigen Elementen entstehen kann.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten? 
Da stelle ich mir eine runde Bühne vor, wie in einem Zirkus umringt von nahem konzentriertem Publikum, aber gleichzeitig mit offenen Zugängen, die spontane Ein- und Austritte während dem Konzert ermöglichen ohne dass ich als Musiker gestört werde.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben? 
Natürlich meine Familie, meine Frau, meine Kinder...