E-Gitarre, Akustische Gitarre, Gitarre und Gesang mit Gitarrenbegleitung lernen bei

Philipp Häfliger

E-Gitarre & akustische Gitarre für diverse Stile / Gesang mit Gitarrenbegleitung

Philipp ist leidenschaftlicher Gitarrist und Sänger. Er ist Gründer der Zürcher Funk-Kollektivband. Mit über 80 Konzerten pro Jahr zählen die Soulmaniacs zur aktivsten Band in der Region Zürich. Vor einigen Jahren gründete er eine weitere Band - die Gainsbarre - mit welcher er sich auf französische Chanson fokussiert.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Philipp Häfliger

Standort

Nordstrasse 300
8037 Zürich

Instrument

E-Gitarre, Akustische Gitarre, Gitarre und Gesang mit Gitarrenbegleitung

Musikstil

Soul, Funk, Jazz, Blues, Pop, Bossa Nova, Rock und Singer-Songwriter

Niveau

Fortgeschrittene, Master und Anfänger

Sprache

Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch

Alter

Philipp Häfliger unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 16 Jahren

Interview mit Philipp Häfliger

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Mein Selbststudium in Gitarre startete bereits im Alter von 13 Jahren, mit dem auswendig lernen des Songbooks der Beatles. Stevie Wonder hatte mich als Musiker am meisten beeinflusst, denn er hat nicht nur eine Stimme, welches einem den Atem raubt, sondern auch alle Qualitäten die eine*n Musiker*in ausmachen: Virtuosität, Groove, raffinierte Kompositionen und Energie.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Die Art meiner eigenen Musiklehre und Entwicklung ist auch der Ansatz, das Beste aus den Talenten meiner Schüler*innen zu schöpfen. Für mich ist entscheidend, dass die Freude an der Musik und am Musiklernen die beste Basis für seinen*ihren Fortschritt ist, weshalb ich mich auf die unterschiedlichen Musikgeschmäcker einstelle und den Schüler*innen auch ihre Lieblingsstücke mit einen angemessenen Schwierigkeitsgrad beibringe.
Ich bin leidenschaftlicher Gitarrist, aber beim Singen begleite ich mich oft selbst mit der Gitarre. Dafür habe ich verschiedene Techniken des Auswendiglernens entwickelt, welche mir heute stets dienen. Ich habe auch sehr früh gelernt, wie man eine Gesangslinie auf einem Gitarrenrhythmus artikuliert und den Schüler*innen, welche dies lernen möchten, bringe ich sehr gerne auch diese Technik bei.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Der Auslöser zum ersten Instrument war meine Mutter. Sie hat die Beatles geliebt und mich die Songs schon als Kind hören lassen. Als ich 13 Jahre alt war, fand ich beim Entrümpeln unseres Dachbodens eine alte Konzertgitarre meines Onkels. So hatte meine Mutter die tolle Idee, mir das Songbook der Beatles zu schenken und schon ging es los!

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Ich habe kein bestimmtes Vorgehen beim Komponieren, sondern lasse mich von der Inspiration leiten. Manchmal gehe ich von einer Akkordfolge aus und schreibe dazu die Melodie oder auch umgekehrt. Manchmal gehen mir Texte durch den Kopf, bringe sie auf Papier und dann zum fertigen Song in die Band ein.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Bei den Soulmaniacs spiele ich hauptsächlich eine Fender Stratocaster, weil sie sich perfekt für funkige Sechzehntelnoten und Solos eignet. Ansonsten spiele ich eine elektronisch-akustische Gitarre mit Nylonsaiten für die Gainsbarre Band und eine Epiphone Sheraton für die etwas jazzigeren Auftritte.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich versuche vorerst zu verstehen, wie ein Stück rhythmisch aufgebaut ist bevor ich es auf dem Instrument spiele. Je nach Schwierigkeitsgrad arbeite ich dann mit langsameren Tempo daran. Ich denke, wenn man in der Lage ist, eine rhythmische Phrase zu singen oder in die Hände zu klatschen, wird man sie relativ schnell auf dem Instrument spielen können.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Gitarre ist ein melodisches, rhythmisches, aber auch ein harmonisches Instrument. Diese Art der Gitarre ermöglicht es, mehr als eine Note auf einmal zu spielen und so Harmonien zu erzeugen. Man kann also eine Melodie spielen - oder singen - und sie mit Akkorden begleiten.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Der Spassfaktor steht beim Musiklernen im Vordergrund. Die Gitarre ist eben ein Instrument, mit dem man ohne grosses Wissen beim Spielen die Freude bekommt. Ich betone auch die intuitive Seite des Verständnisses von Musik und vor allem von Rhythmus. Ich übernahm viele Schüler*innen, welche davon frustriert waren. Sie konnten zwar Akkorde oder Melodien, aber kein ganzes Stück fehlerfrei spielen. Mir wurde dann klar, dass das Problem in fast allen Fällen rhythmischer Natur war und dass diese Schüler*innen einen zu schulischen Zugang zur Musik hatten. Ich versuche daher immer, den inneren Puls bei meinen Schüler*innen zu schulen, um ein eingefleischtes Rhythmusgefühl zu entwickeln, das ihnen als Grundlage für ihr musikalisches Lernen dient.

Wie baust du deine Musikstunden auf?Bei einem*einer neuen Schüler*in versuche ich erstmals herauszufinden, welche Art von Musik und welche Art von Entwicklung beabsichtigt ist. Darauf baue ich meinen Unterricht für den*die Schüler*in auf.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Auch hier ist das Vorgehen mit dem Spassfaktor im Zentrum die richtige Methode und es gilt herauszufinden, wo das Talent vor allem liegt. 

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Das wunderbare Gefühl der Freiheit ist das Spielen auf der Strasse. Als Strassenmusiker vor hunderten von Menschen zu spielen, welche durch die Musik an den Ort angezogen werden, stehen bleiben um dir zuzuhören, dabei singen, klatschen und tanzen, ist für mich ein sehr befriedigendes Gefühl. Ich mag es auch, in überschaubaren Clubs zu spielen, wo man wirklich einen Dialog mit dem Publikum entwickeln kann. Ich hatte nie den Ehrgeiz ein internationaler Star zu werden, sondern liebe es für mich, mit meinen Musiker*innen und für das Publikum zu spielen.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Keine Ahnung, vielleicht der „Apollo“ in Barcelona.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen und warum?
Prince und Stevie Wonder, da sie immer bewundernswerte Live-Bands hatten.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Innervions von Stevie Wonder und bei weiterer Möglichkeit Abbey Road von den Beatles.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Überall.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Kinder, meine Leute, meine Musiker*innen/Band.