Musikunterricht, der zu dir passt

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Kontrabass
Kontrabass lernen bei

Raffaele Bossard

Kontrabass für Jazz

Raffaele Bossard ist ein äusserst aktiver Kontrabassist. Konzertreisen führten ihn nach ganz Europa, Russland, in die USA und nach Südafrika mit Auftritten an vielen Festivals im In - und Ausland.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840


Standort

Tulpenweg 9
6032 Emmen

Instrument

Kontrabass

Musikstil

Swing, Jazz, Modern Jazz und Zeitgenössische Musik

Niveau

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch


Das bringe ich dir bei

Das Pizzicato Spiel auf dem Kontrabass, Improvisation im Allgemeinen und spezifisch im Bereich Jazz.
Mit meiner bald 20 jährigen Bühnen- und Studioerfahrung habe ich so einiges im Rucksack was Bühnenpräsenz, Liveperformance und Studiosituationen betrifft. 
Zudem bin ich stark verwurzelt im professionellen Musikeralltag, was die Bereiche Organisation von Auftrittsmöglichkeiten und Tourmanagement betrifft. 

Ausbildung

Hochschule für Musik, Luzern bei Heiri Känzig, Patrice Moret, Peter Frey und Hämi Hämmerli
Diplom in Performance und Pädagogik, beides abgeschlossen mit Auszeichnung

In diesen Bands / Formationen habe ich gespielt

Stücke / Werke von diesen Künstlern / Komponisten bringe ich dir am liebsten bei

Standards aus dem Great American Songbook

Raffaele Bossard

Interview mit Raffaele Bossard

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Zu Beginn war ich stark von den grossen Meister des Kontrabass beeinflusst, wie z.B. Ray Brown, Wilbure Ware und Ron Carter. Mittlerweile sind es aber meine Mitmusiker, mit welchen ich so viele musikalische und freundschaftliche Momente teile.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Für mich ist das wichtigste einen guten Klang zu produzieren und ein starkes Rhythmusgefühl zu entwickeln. Dies zeichnet mich auch als Bassisten aus. 

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ursprünglich wollte ich Gitarre lernen, doch mein Vater (Gitarrist) - der schlaue Fuchs - hat mich elegant auf das Bassspielen gelenkt. Zuerst habe ich dann mit E-Bass angefangen und bin danach mit 17 Jahren auf den Kontrabass umgestiegen. Schnell hat es sich in meiner Heimatstadt herumgesprochen, dass ein junger Kontrabassist zugegen ist und schon war ich ein viel beschäftigter Bassist.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Auf meinem Kontrabass habe ich Darmsaiten aufgezogen, denn ich bevorzuge den kurzen, vollen und rhythmischen Ton im Gegensatz zu einem langen Sustain Sound. Dazu spiele ich am liebsten den Gallien Krueger Amp zusammen mit dem Schaertler Pick-Up und einem dazwischen geschalteten Equalizer. Dieses Equipment verstärkt meinen akustischen Sound des Instruments so, dass es mir gefällt.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Als Musiker hast du niemanden, der dich zwingt zu üben. Da hilft nur der persönliche Ehrgeiz, die Freude an der Musik und die Disziplin. Wenn man Lust an der Sache hat, kommen diese Aspekte von alleine mit ins Spiel.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Der Kontrabass gilt oft als „unscheinbares“ Instrument im Hintergrund einer Band. Doch es stellt das Rückgrat einer jeden Formation dar. Mir gefällt diese Mischung aus Verantwortung und gleichzeitig nicht zu sehr im Rampenlicht zu stehen. Zudem ist es eine grossartige Verbindung zwischen dem Rhythums (des Schlagzeugers z.B.) und den Harmonien (des Klaviers z.B.).

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ich achte mich mittlerweile sehr auf die Haltung. Aus eigener Erfahrung kann man mit einer richtigen Haltung gröbere Beschwerden und Schmerzen verhindern. Zudem versuche ich den Unterricht auf Augenhöhe zu gestalten, sprich keine dominante Lehrer-SchülerInnen Haltung zu schaffen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Das ist sehr abhängig vom Schüler. Gemeinsames spielen ist aber ein zentraler Bestandteil. Auch deshalb, weil Jazzmusik stark über die Spiel- und Hörerfahrung gelernt wird.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Die Freude am Instrument und der Musik soll im Mittelpunkt stehen. Dabei versuche ich technische Grundlagen einzufädeln.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Immer wieder hat sich bei mir die Frage gestellt, welcher Nutzen meine Musik für andere Menschen hat. So wie beispielsweise ein Arzt, der eine Krankheit versucht zu heilen oder ein Zimmermann der jemandem ein kaputtes Dach repariert. Ist meine Musik nur reine Selbstverwirklichung oder ein grundsätzlicher Kampf gegen den Mainstream oder nur ein kleiner weiterer Baustein zum Erhalt der Kultur? Dann kam am Abend nach einem Konzert ein älteres Paar zu mir und meinte, sie hätten gerade eine sehr schwierige Zeit hinter sich. Doch nach unserer Musik hätten sie nun wieder neue Lebensfreude, würden sich gleich den Rest der Woche frei nehmen und zu zweit verreisen um das Leben zu feiern. Das war grossartig!

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Das werden wohl die zwei grossen Schweizer Jazz Festivals Willisau und Schaffhausen sein.

Mit welchem Musiker würdest du gerne einmal spielen?
Mit Wayne Shorter. Geträumt habe ich das schon! Wayne Shorter hat beinahe die gesamte Jazzgeschichte miterlebt und war häufig, wenn nicht immer, am Ursprung von neuen musikalischen Zeitalter im Jazz.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ray Charles zusammen mit Betty Carter. Warum? Hört sie euch an!

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Kann ich so nicht sagen. Neben allen grösseren Festivals und Bühnen spiele ich eigentlich immer noch am liebsten in kleinen Jazzclubs, wo das Publikum ganz nahe an den Musikern dran ist.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Meine Familie und meine Freunde.


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