Cello lernen bei

Sonja Marjanovic

Cello von Barock bis Pop und improvisierte Musik

Sonja ist aktive Konzertcellistin der jungen Generation und engagierte Musikpädagogin in Zürich und St. Gallen.

Sonja Marjanovic bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Für Kinder sind auch 30-minütige Lektionen möglich.

Porträt von Sonja Marjanovic

Standort

Pfingstweidstrasse 96
8005 Zürich

Schülerweg 2
9403 Goldach

Instrument

Cello

Musikstil

Barock, Klassik, Romantik, Zeitgenössische Musik, Pop und Improvisierte Musik

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Englisch und Ungarisch

Alter

Sonja Marjanovic unterrichtet Erwachsene und Kinder ab 7 Jahren

Interview mit Sonja Marjanovic

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Das waren meine Lehrer*innen - ich hatte das Glück, immer inspirierende Musiker*innen als meine Lehrer*innen zu haben. Ausserdem denke ich, dass wir von jedem einzelnen Konzert, das wir hören, von jeder Aufnahme oder jedem Meisterkurs etwas lernen. Wir inspirieren uns ständig gegenseitig und bewegen unsere Gedanken über die Musik. Auch wenn man etwas nicht mag, weiss man zumindest, was man nicht tun sollte.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?

Ich denke, dass meine Schüler*innen Cello mit einer sehr sicheren Technik spielen, sie hören aktiv zu und beobachten sich selbst beim Spielen, und sie lernen auch, die Musik, die sie spielen, von Anfang an zu verstehen. Ich habe in Osteuropa mit einer sehr strengen musikalischen Ausbildung studiert, und ich studiere seit einiger Zeit in der Schweiz - ich denke, ich habe das Beste aus beiden Systemen genommen und es in meinen Unterricht eingebaut.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Meine Mutter nahm mich zu einem Konzert mit, als ich 9 Jahre alt war und ich hörte und sah das Cello zum ersten Mal - es war Liebe auf den ersten Blick und Klang. Ich bestand darauf, dieses Instrument zu spielen und von Anfang an fühlte ich mich gut damit. Den ganzen Sommer vor dem Schuljahr, als ich zu spielen begann, hatte ich eine tiefe, singende Cellostimme in meinem Kopf.

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Bis jetzt habe ich nur Lieder für meine Celloschüler*innen komponiert. Ich lasse mich von ihnen und ihren Persönlichkeiten inspirieren, aber auch von der traditionellen Musik der Länder, aus denen sie kommen.

Auf welchem Equipment spielst du heute?

Momentan spiele ich auf einem französischen Instrument, das um 1800 gebaut wurde, das einen direkten, aber sehr zarten Klang hat.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich bin ein sehr optimistischer Mensch - das hat mir in gewisser Weise geholfen zu wissen, dass wenn etwas heute beim Üben nicht gut läuft, es morgen besser sein wird (und normalerweise ist es so).

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?

Ich weiss nicht, ob das speziell mit dem Instrument zusammenhängt, aber bei allen Instrumenten, die ich spiele, kriege ich einen sehr weichen und angenehmen Klang.

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Meine Schüler*innen können mich immer etwas fragen oder sagen, aber das Wichtigste ist, dass sie sich in der Musik verlieren und Gedanken, Probleme usw. vergessen, wenn sie zum Cellounterricht kommen. Auf diese Weise trainieren sie ihre Konzentrationsfähigkeit und entspannen sich. Ich versuche, eine Person zu sein, die sie versteht und ihnen hilft. Musikalisch ist es mir wichtig, möglichst viele Aspekte in den Unterricht einzubeziehen, und dass sie jedes Mal, wenn sie etwas Neues lernen, etwas entdecken, an das sie sich immer erinnern werden und sofort können.


Wie baust du deine Musikstunden auf?

Ich beziehe in meinen Unterricht sowohl technische (wenn wir unsere technischen Möglichkeiten bewusst ausbauen), als auch musikalische Aspekte (wenn wir frei musizieren) mit ein. Ausserdem spreche ich oft über Musiktheorie, so dass sie den Schüler*innen hilft, besser zu spielen. Ich lasse meinen Schüler*innen auch Raum zum Sprechen. Das hilft ihnen, sich auszudrücken, aber auch mir, zu verstehen, was ihre Ambitionen, Überlegungen usw. sind.  

Wie gehst du bei Kindern vor?

Ich liebe Kinder und ich lerne auch von ihnen - durch ihr spontanes und ehrliches Verhalten. Sie sind einfach und rein - manchmal anders als wir Erwachsenen.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?

Wie im Leben, waren für mich die unerwarteten Gelegenheiten und Ereignisse am beeindruckendsten. Ich reise zum Beispiel gerne und es ist immer ein Geschenk für mich, wenn ich dank eines Konzerts ein fantastisches Bild der Natur sehen kann, oder wenn ich durch das Projekt eine wunderbare Persönlichkeit kennenlerne, die mich zum Fühlen und Denken anregt.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?

Ich bin mir da nicht sicher. Für mich ist die Akustik des Saals und die Atmosphäre, die dort entsteht, wichtiger als die Grösse des Saals.

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?

Die erste, die mir in den Sinn kam ist Janine Jansen. Ich liebe ihren Ausdruck und ihre Schlichtheit zugleich.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Das ist eine schwierige Frage, vor allem, weil unsere Welt der klassischen Musiker*innen durch Vielfalt und lange Tradition reicher wird. Wenn ich nur eine mitnehmen könnte, dann würde ich lieber gar keine mitnehmen, weil ich Angst hätte, mich zu langweilen, wenn ich immer wieder nur gleiches höre.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?

Das ist mit Sicherheit die Kolarac-Konzerthalle in Belgrad, der Stadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Das ist tatsächlich einer der ältesten und schönsten Konzertsäle in diesem Teil Europas. Ich habe so viele Erinnerungen an das Spielen und Hören von Konzerten dort.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?

Vieles! Neben der Musik liebe ich die Stille und Zeit für mich selbst, zum Nachdenken und Entspannen. Ich liebe es zu kochen, in der Natur zu sein, zu lesen und meine Zeit mit meinen guten Freunden zu verbringen, aber ich spreche auch gerne mit neuen Menschen und lerne ihre Sichtweisen kennen. Aber vor allem ist mir meine Familie sehr wichtig und ich vermisse sie. Für mich ist ständige Weiterbildung auch sehr wichtig. Ichi stehe kurz vor dem Abschluss meines Studiums, aber ich habe das Gefühl, dass ich ununterbrochen lerne und entdecke, von Musik, über Kulturen und Menschen, bis hin zu Sprachen.