Trompete lernen bei

Sonja Ott

Trompete, Flügelhorn, Alphorn / Klavier als Nebeninstrument

Als leidenschaftliche Musikerin und Pädagogin lebe und arbeite ich in Bern. Meine Erfahrungen im Jazz (TIE DREI, Big Band’s), Pop (Patent Ochsner), und improvisierter Musik (Solistin bei Konzert Theater Bern) teile ich gerne an meiner innovativen Musikschule „Musik im Dach“. Neben Einzelunterricht sind auch Bands und Austauschlektionen mit anderen Musiker*innen möglich

Sonja Ott bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 790.0

Sonja Ott

Standort

Belpstrasse 53
3007 Bern

Instrument

Trompete

Musikstil

Jazz, Pop und Improvisierte Musik

Niveau

Fortgeschrittene, Master und Anfänger

Sprache

Alter

Sonja Ott unterrichtet Erwachsene

Interview mit Sonja Ott

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Es sind oft einzelne Stücke oder Platten, die mich lange beschäftigen und stark beeinflussen. Darunter ältere Aufnahmen wie „Kind of Blue“ von Miles Davis oder „Silence“ von Chet Baker oder neue Alben wie „the imagined savios is far easier to paint“ von Ambrose Akinmusire. Auch Popalben wie „A Moon Shaped Pool“ von Radiohead habe ich mir monatelang angehört, oder „Highway Rider“ vom Pianisten Brad Mehldau. Schon früh war ich ausserdem ein grosser Fan von Maria Schneider, einer ganz aussergewöhnlichen Big Band Komponistin, die zahlreiche tolle Alben hervorgebracht hat.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen? 
Ich kann dir zeigen, wie du entspannt spielen und üben kannst und so lustvoll und effizient auf deinem Instrument weiterkommst! Und ich glaube, dass ich meine Begeisterung für Musik und die Trompete gut weitergeben kann.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Meine Mutter war Saxophonistin, deshalb war für mich schnell klar, dass ich auch Musik machen möchte. Die Querflöte war damals, als ich sechs Jahre alt war, mein Favorit. Am Tag der offenen Türe der Musikschule war die Warteschlange für das betreffende Zimmer aber wahnsinnig lang, sodass ich erstmal eine Türe weiterging, wo niemand anstand, nämlich zur Trompete! Am selben Tag hat mir mein Nachbar seine altes Militärinstrument geschenkt und 20 Jahre später bin ich sehr glücklich über diesen Zufall!

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Ich spiele auf einer Trompete von Gesa (Stephan Geiser), der an der Hochschule mein Lehrer war und diese extra für mich gebaut hat. Sie hat einen warmen, luftigen Sound, was mir wahnsinnig gut gefällt! Je nach Band wechsle ich auf eine ähnliche Trompete, ebenfalls von Gesa gebaut, die etwas schriller klingt und gerade in Bläsersätzen klarer durchkommt. Mein Flügelhorn ist ein altes, einfaches Yamaha. Es ist im Klang sehr flexibel, so dass ich sehr leise, luftig oder eher klar und voll spielen kann.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Hui, eine schwierige Frage! Wahrscheinlich die Freude an der Musik selbst und die Gewissheit darüber, dass mich das Üben musikalisch und persönlich weiterbringt. Ich glaube aber, dass mich das Zusammenspiel mit anderen Musiker*innen am meisten geprägt hat und noch immer prägt.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Trompete kann so wahnsinnig unterschiedlich klingen! Je nach Kontext, nach Stil oder Band lässt sich der Sound, die Phrasierung, die Lautstärke total verändern. Manchmal klingt sie wie eine menschliche Stimme, oder dann wie eine Fanfare, oder warm wie ein Horn. Die Trompete ist ein tolles Instrument!

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Am allerwichtigsten ist mir, die Lektionen auf den Interessen der Schüler*innen aufzubauen. Ich sehe mich als ihr Coach auf deinem Weg mit dem Instrument und bin bereit, in jede Richtung zu gehen.

Wie baust du deine Musikstunden auf?Das hängt stark von den Bedürfnissen der Schüler*innen ab. Am Anfang biete ich Kaffe oder Sirup an, dann spielen wir uns warm und tauchen in die musikalischen Welten ein, die für dich gerade aktuell sind.

Wie gehst du bei Kindern vor?
Den Unterricht baue ich für Kinder und Erwachsene ähnlich auf. Durch meine Ausbildung als Kindergärtnerin habe ich viele Mittel, musikalische Kontexte spielerisch anzugehen. Der Anfang ist immer am strengsten, die Trompete ist nämlich gerade für junge Kinder (6-8) noch ziemlich gross. Wir beginnen deshalb mit Geräuschen, entdecken neue Töne, komponieren und tasten uns so langsam zu ersten Stücken vor, die sie selber kennen. Der Weg ist aber genauso individuell wie das Kind. Wenn es möglich ist, lege ich die Lektionen von Kindern jeweils nebeneinander, sodass bei Bedarf auch überlappender Unterricht möglich ist. Das Zusammenspiel ist nämlich nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg!

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Ich war an einem Konzert in Zürich im Exil. Die Band Ronin spielte eines ihrer wahninnig langen, rhythmischen Stücke, bestimmt 45 Minuten ohne Pause. Gegen den Schluss wurden sie immer leiser, bis sie wohl gar nicht mehr gespielt haben. Das Publikum war dabei so in Trance, dass es eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat, bis der Applaus begann. 2-3 Minuten sind wir alle einfach da gesessen und haben der Stille zugehört. Das war unglaublich!

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Die Hauptbühne auf dem Gurtenfestival. 2019 habe ich da mit Patent Ochsner vor etwa 20’000 Leuten gespielt.

Mit welche(r)m MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
In Maria Schneider’s Big Band zu spielen, das wäre traumhaft! Die Musiker*innen der Band sind immer Weltklasse. Sie probt jeweils sehr lange und ausführlich mit ihrer Band, jede Note, jeder Akkord, jeder Groove wird aktiv gestaltet und ausgemalt. Das stelle ich mir sehr inspirierend vor!

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Ich glaube nicht, dass mir eine Platte auf einer einsamen Insel viel bringen würde…

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Am liebsten spiele ich vor aufmerksamem Publikum. Ob es 2 oder 20’000 Nasen sind, spielt keine Rolle.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Viele spannende, inspirierende Menschen begleiten mich in meinem Leben. Die Zeit mit ihnen ist mir wichtig! Ausserdem esse und trinke ich leidenschaftlich gerne, streiche gerne Wände und gehe gerne in die Natur. Ich versuche, im Moment zu leben.