Musikproduktion lernen bei

Yanick Herzog

Filmmusik komponieren und arrangieren, Musikproduktion, Musiktheorie und Audio-Programming (Programmiere deine eigenen VST-Plugins und Max for Live-Effekte)

Yanick Herzog ist Filmkomponist, Arrangeur und Produzent, wohnhaft in Basel. Er erforscht Klänge und verleiht Filmen seinen unverwechselbaren musikalischen Fingerabdruck, was ihn zu einem häufigen Kollaborateur von visuellen Künstlern macht. Seine Faszination für elektronische Soundscapes und die Wärme akustischer Klänge treibt ihn dazu, die Grenzen ihrer klanglichen Möglichkeiten auszuloten. 

Yanick Herzog bietet auch Fernunterricht an.

Wie funktioniert Fernunterricht bei uns?

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840

Porträt von Yanick Herzog

Standort

Oberalpstrasse 17
4054 Basel

Instrument

Musikproduktion

Musikstil

Filmmusik, Pop, Electronic und Funk Rock

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch und Englisch

Alter

Yanick Herzog unterrichtet Schüler*innen ab 16 Jahren

Interview mit Yanick Herzog

Welche*r Musiker*in hat dich am meisten beeinflusst?
Jonny Greenwood hatte in den vergangenen Jahren einen sehr grossen Einfluss. Einerseits als Instrumentalist bei Radiohead mit verschiedensten Synths (unter anderem auf Modularen Synths), aber vor allem mit seinen einzigartigen Filmscores. Die klangliche Finesse in der Filmmusik zu „There will be blood“ beeindruckt mich immer wieder.

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen Lehrer*innen?
Als Komponist ist es mir äusserst wichtig, dass meine Musik eine eigenständige, klangliche Handschrift trägt. Bei jedem Projekt, versuche ich Klänge, Rhythmen oder Harmonien von einer neuen Seite zu entdecken. Dieses Mindset möchte ich dir gerne vermitteln und dir Techniken zeigen, wie du mit deinem Material so kreativ als möglich umgehen kannst, um deinen Wunschklang zu erreichen.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ursprünglich habe ich mit 6 Jahren angefangen Schlagzeug zu spielen. Nach zehnjähriger Ausbildung im Bereich Pop-Rock begann ich mich für Elektronische Musik, vor allem Techno, zu interessieren und tauschte mein Schlagzeug gegen eine Drum-Machine ein. Mein Arsenal an Klangerzeugnern wuchs ab diesem Zeitpunkt rasant an. Neben einigen analogen Synths, eignete ich mir den Umgang mit Software-Instrumenten oder DAWs (Cubase, Ableton Live oder Logic Pro X) an, um flüssiger musizieren zu können.
Nach einigen Jahren im Selbststudium, begann ich Klavier- und Kompositionsunterricht an der Musikschule Basel zu nehmen, da ich die Filmmusik entdeckte und wissen wollte, wie diese im Vergleich zur Elektronischen Musik aufgebaut ist. Seither brenne ich für beide musikalischen Stilrichtungen!

Wie gehst du vor, wenn du selber einen Song schreibst oder ein Stück komponierst?
Der Prozess eine Filmmusik zu schreiben ist je nach Projekt natürlich unterschiedlich. In den meisten Fällen fängt meine Arbeit jedoch an, bevor ich überhaupt den Film vor mir habe. Um eine bessere Vorstellung der Vision der Regie zu bekommen, lese und analysiere ich vorab das Drehbuch des Films. In der Regel finden sich da sehr viele Ideen und Inspirationen, um erste Demos zu schreiben, die aus dem dramaturgischen Kern des Film entstehen.
In dieser ersten „Ausprobier-Phase“ schreibe ich alles, was mir musikalisch durch den Kopf geht, auf oder produziere es direkt in der DAW. Zu diesem Zeitpunkt gibt es kein richtig oder falsch, hier lebe ich mich kreativ aus! Gemeinsam mit der Regie feile ich dann an den Tracks, bis die erste Version vom Film bei mir auf dem Tisch liegt.
In dieser zweiten Phase, die „Ausarbeitungs-Phase“, lege ich die zuvor komponierten Tracks unter den Film und passe sie beispielsweise zum Timing des Films an oder probiere verschiedenste Orchestrationen aus, bis sich die Musik mit dem Film verschmilzt.

Auf welchem Equipment spielst du heute?
Zurzeit spiele ich praktisch alles, was mit Keys zu tun hat, auf meinem Nordstage 2 HA88. Was Synths und Drum-Machines angeht bin ich ein grosser Fan der Marke Elektron (Analog Rytm und Analog Keys). Seit einigen Jahren beschäftige und musizieren ich mit Modularen Synths. Ich habe eine bunte Mischung aus Modulen, jedoch gefällt mir der Klang der Marke Mutable Instruments nach wie vor am besten. Gerne zeige ich dir im Unterricht alles, was ich über diese Instrumente weiss.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich denke, die wichtigsten Komponenten beim Erlernen eines neuen Skills sind Beharrlichkeit und Geduld. Beispielsweise hilft, eine zeitliche und inhaltliche Struktur beim Komponieren oder Üben zu setzen. Lieber eine gesunde Balance aus kürzeren, täglichen Sessions à 15-60min mit Pausen, anstatt einmal in der Woche und 8h durchgehend.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Die Flexibilität von Modularen Synthesizer hat mich von Beginn an fasziniert. Ob analog (deine Lieblingsmodule im Rack) oder digital (mit Max MSP oder VCVRack) sind hier der Klanglichkeit keine Grenzen gesetzt.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Mir ist es wichtig, dir einen Safe-Space zu bieten, indem du dich uneingeschränkt ausleben kannst. Ich versuche individuell herauszufinden, wo du mit deiner Musik hinmöchtest, um so einen kontinuierlichen Fortschritt zu erzielen. Mein Ziel ist es, dass du am kreativen Prozess des Musik komponierens/produzierens Spass hast und für dich neue Wege findest.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Um gemeinsam an dir als Künstler zu arbeiten, möchte ich mit dir als Erstes eine gemeinsame Basis erarbeiten. Sei dies direkt an deinen eigenen Kompositionen zu arbeiten, theoretisch deine Lieblingswerke zu analysieren oder deine Musik zu produzieren. Mir ist es wichtig, dich als Künstler*in kennenzulernen. Darum möchte ich, dass du dir überlegst, welche Klänge/Instrumente dich ansprechen oder welche Künstler*innen du verehrst.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker*in?
Für mich als Komponist/Instrumentalist sind die schönsten Erlebnisse, wenn in Zusammenarbeit mit anderen Musiker*innen ein gemeinsamer Flow entsteht. Ein sehr erfüllendes Erlebnis war, als ich für mein Abschlussprojekt für ein 15-köpfiges Ensemble geschrieben habe und ich die Musik an der Studio-Session das erste Mal gehört habe.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
m4music und im Stadtcasino Basel

Mit welcher*welchem Musiker*in würdest du gerne einmal spielen?
Ich müsste mich hier zwischen Jonny Greenwood oder Floating Points entscheiden. Beide bieten eine Offenheit und enorme, klangliche Vielfalt, die mich inspiriert.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Momentan würde ich die Platte Crush von Floating Points mitnehmen. Die Tracks reissen mich bei jedem durchhören mit.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Als Filmkomponist liebe ich es natürlich Filme und Serien zu schauen. Abgesehen davon bin ich ein sehr aktiver Mensch. Ich habe neuerdings die Leidenschaft am Brotbacken entdeckt, versuche genug Sport zu treiben und bin gerne in der Natur mit Freunden und Familie.