«Billie Eilish ist mein Guilty Pleasure.»
Mareike hat über Instrumentor wieder zur Musik gefunden und spielt heute mit Begeisterung Gitarre.
Dass Mareike zur Musik kam, überrascht nicht. Ihre Mutter arbeitet als Musiklehrerin für Kinder und so fing sie schon als 7-jährige damit an, Geige zu spielen. Diese blieb 10 Jahre lang ihr Instrument. «Es war eine Hassliebe», bekennt sie. Vor allem die Fingerübungen mochte sie nicht, ausserdem spielte sie fast nur klassische Lieder.
Als es um die Berufswahl ging, überlegte sich Mareike, Musik zu studieren. Doch dafür hätte sie ein zweites Instrument lernen müssen. Nach einigen Versuchen am Klavier entschied sie sich für einen anderen Weg. Zwar blieb die Liebe zur Musik und Mareike tanzte immer noch gerne, ein Instrument nahm sie aber für 10 Jahre nicht mehr zur Hand.
Mit einem Weihnachtsgeschenk fing es wieder an.
Vor einigen Jahren schenkten Mareikes Eltern ihr eine Gitarre zu Weihnachten. Das richtige Geschenk, wie sich später herausstellen sollte, es kam jedoch etwas zu früh. Mareike steckte mitten in ihrer Doktorarbeit, die Musik musste also noch etwas warten. Erst nachdem sie doktoriert hatte, nahm sie sich die Zeit.
«Jetzt oder nie!» sagte sich Mareike und fing an, sich selbst an der Gitarre zu unterrichten. Mit einem Buch und über Online-Videos brachte sie sich Akkorde bei. Dank ihrer Musikalität und einiger theoretischer Kenntnisse konnte sie sich die Grundlagen zunächst selbst erarbeiten. Doch irgendwann stiess sie an ihre Grenzen. «Ich fing an, meine Mutter anzurufen und merkte, dass Gitarrenunterricht über Zoom nicht das Wahre ist», erzählt sie lachend.
So kam Mareike auf die Idee, sich professionellen Musikunterricht zu gönnen. Über eine Suchmaschinenanfrage landete sie bei Instrumentor. Dort gefiel ihr nicht nur, dass sie mehrere Lehrpersonen mit interessanten Profilen fand, sondern auch, dass sie ihre Stunden flexibel buchen konnte. Da Mareike berufshalber oft auf Reisen ist, war ihr dies sehr wichtig.
Sie buchte Probestunden bei zwei unterschiedlichen Lehrpersonen, die sie beide toll fand, und entschied sich für Jonathan.
E-Gitarre statt Flamenco.
Ursprünglich wollte Mareike einerseits das Gitarrenspiel von Grund auf lernen und dabei vor allem spanische Musik wie Flamenco spielen. Auch Richtungen wie der portugiesische Fado oder Tango interessierten sie.
Doch bei Jonathan merkte sie, was ihr an seinem Unterricht so gut gefiel: Dass sie sich auf neue Musik einlassen und von Alltäglichem schnell abschalten konnte. «Jonathan wählt Gute-Laune-Musik», meint sie strahlend. Und ergänzt gleich: «Und zu Hause kann ich auch mal Billie Eilish spielen, das ist ein Guilty Pleasure von mir.»
Mareikes Musikgeschmack ist sehr breit. Sie mag neben spanischer Musik und Billie Eilish auch Filmmusik, Pop aus den 80-ern und Reggae. Weil die Gitarre ein so vielseitiges Instrument ist, kann sie viele Lieder spielen, die ihr gefallen.
So kam es, dass Mareike anfing, E-Gitarre zu spielen und ihr Repertoire erweiterte. Sie ist grundsätzlich sehr offen für Jonathans Anregungen und spielt Lieder von den Beatles, Sting oder Jazz-Melodien. Gleichzeitig schätzt sie, dass Jonathan ihr auch Tonleitern beibringt und ihr nicht nur die nötige Theorie vermittelt, sondern auch seine Wertschätzung für die Musik und ihre Geschichte.
Nächstes Ziel: Singen und Gitarre spielen.
Rund alle zwei Wochen besucht Mareike im Schnitt eine Musikstunde bei Jonathan. Wenn sie davon erzählt, leuchten ihre Augen. «Musikstunden sind besser als jede Therapie!» Egal, wie anstrengend der Tag war und was Mareike bis dann im Kopf hatte, sobald der Unterricht anfängt, dauert es wenige Minuten und sie hat die Welt vergessen.
Wenn Mareike zu Hause ist, übt sie mal mehr, mal weniger. Es gibt Wochen, da spielt sie am Stück bis zu 90 Minuten. Gleichzeitig schätzt sie es sehr, dass sie, wenn sie beruflich stark ausgelastet ist, auch ohne zu üben in die Stunde gehen kann. «Der Druck des Musikunterrichts, den ich als Kind hatte, fehlt hier komplett.» Dies führt dazu, dass Mareike inzwischen sogar freiwillig Fingerübungen macht. Ebenfalls schätzt sie es, dass sie ein besseres Gefühl für die Gitarre hat und mit dem ganzen Instrument spielt.
Zurzeit eignet sich Mareike noch mehr Sicherheit an. «Ich würde gerne gleichzeitig Gitarre spielen und singen können», fasst sie ihr nächstes Ziel zusammen. Irgendwann in einer Band zu spielen, kann sie sich gut vorstellen, aber gerade fehlt ihr die Zeit dafür. Im Moment freut sie sich einfach, dass sie ohne Druck ihrer Leidenschaft für die Musik nachgehen kann.